Indian Wells

13. März 2019 06:14; Akt: 13.03.2019 10:47 Print

Federer erteilt Wawrinka Lektion und tröstet ihn

von René Stauffer, Indian Wells - Beim 22. Federer-Sieg im 25. Duell ist der Lausanner in Indian Wells nur ein besserer Statist.

Spektakuläre Ballwechsel: So bezwingte Roger Federer seinen Freund Stan Wawrinka.Video: SRF
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Nicht einmal eine Stunde war vorbei, da kam es bereits zum Shakehands. Am Tag, an dem mit Novak Djokovic (gegen Philipp Kohlschreiber) und Naomi Osaka (gegen Belinda Bencic) die Nummern 1 in Indian Wells beide ausschieden, spielte Roger Federer im Schweizer Duell gegen Stan Wawrinka unwiderstehlich. Er zog mit einem 6:3, 6:4, bei dem er keinen Breakball abwehren musste, in die Achtelfinals ein. Dort trifft er heute Abend (ab etwa 23 Uhr MEZ) erstmals auf den Briten Kyle Edmund, die Nummer 23.

«Ich war etwas zögerlich und bewegte mich nicht gut. Dazu schenkte ich ihm das erste Break, und dafür zahlte ich teuer. Denn von da an zog er weg und spielte super», sagte Wawrinka nach der 22. Niederlage im 25. Duell. Damit ist seine Bilanz gegen Federer nun schlechter als die von Andy Roddick, der mit einer 3:21-Bilanz abtrat. Wawrinka nahm die Niederlage aber gelassen: «Federer ist der beste Spieler aller Zeiten und für mich der unangenehmste, weil er so sehr variiert, schnell spielt, dir keinen Rhythmus gibt und immer wieder mit etwas Neuem kommt.»

Mildernde Umstände für den Verlierer

Der fünffache Indian-Wells-Sieger war entsprechend zufrieden. «Ich fühlte mich von Anfang an gut, meine Taktik ging voll auf», so Federer. Wawrinka fehle einzig noch etwas mehr Matchpraxis, um wieder an alte Erfolge anschliessen zu können, spekulierte er. Wichtig werde für den Waadtländer sein, seine Ranglistenposition weiter zu verbessern, um zu verhindern, schon in frühen Runden auf die Allerbesten zu treffen. Federer war auffallend bemüht, tröstende Worte zu finden für seinen Davis-Cup-Kollegen und Goldpartner von Peking 2008.


Bilder: Federer im Eiltempo in den Achtelfinal

Federer im Eiltempo in den Achtelfinal


«Stan hatte ja auch einen brutalen Match gegen Fucsovics, der sicher Spuren hinterliess», gab Federer zu bedenken. «Es braucht sehr wenig, dass er wieder den Durchbruch schaffen wird.» Und so klar, wie seine 18:0-Bilanz abseits von Sandplätzen es ausdrücke, fühle er sich Wawrinka auch auf diesen Belägen (Hartplatz und Rasen) nicht überlegen. «Es gab viele Matches, in denen er mich hätte schlagen können, aber irgendwie kam ich immer durch.»

Er freue sich, nun erstmals gegen Edmund zu treffen, sagte der 100-fache Turniersieger. «Ich lernte ihn beim Laver-Cup in Chicago etwas besser kennen. Er ist ein grossartiger und netter Kerl, trainiert hart und ist sehr ausgeglichen. Seine Backhand ist ähnlich wie die von Andy Murray, und auch die Vorhand schlägt er gut.» Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Brite in den Top 20 auftauche.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pumpi am 13.03.2019 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo Roger, mach weiter so. Schade, dass es Stan sein musste der dafür ausgeschieden ist, hätte es ihm gewünscht, dass er weiter kommt. 1-2 gute Matches, dass er sein Ranking verbessert und er trifft nicht vor dem Viertel- oder gar Halbfinal auf die Spitzenspieler.

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  • Edi am 13.03.2019 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Super Roger!

    Nole draussen, der Weg ist frei! 101 ist eine schöne Zahl.

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  • Sulejka am 13.03.2019 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja Stan Wawrinka

    Ja das ist unbestritten lieber Stan the man, Roger Federer ist der beste Tennisspieler aller Zeiten und doch hätte ich es Dir von ganzem Herzen gegönnt, hättest Du ihn diese Nacht geschlagen. Kopf hoch Stan es geht weiter, Nole ist nicht mal so weit gekommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert Angier am 13.03.2019 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Federer ist ein Auslaufmodell

    Die Federer Fans haben schön ihre rosa Fanbrille auf. Welches große Turnier hat Roger noch zuletzt genau gewonnen?! Die AO 2018 und seitdem ist Ebbe beim Sammeln. 250er bzw. 500er Turniersiege werden begangen als hätte er den Goldenslam geholt. Geil. Er wird weder in Indian Wells noch in Miami triumphieren.

    • Maximus am 13.03.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Robert Angier

      RF ist auf Platz 4 der Weltrangliste. Das sagt alles aus über ihn und vor allem über dein Wissen in Sachen Tennis. Ich hoffe doch für dich dass du wenigstens in deinem Beruf, solltest du einen erlernt haben, besser bist. Könnte mir aber auch gut Vorstellen dass du Kunde beim RAV bist.

    • Robert Angier am 13.03.2019 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Maximus begeht demnächst Seppuku...

      Auf solche primitiven Erniedrigungen brauche ich mich zum Glück nicht einlassen. Ich bin weder ein Sozialschmarotzer, noch ein RAV´ler. Bin aufgrund einer Erbschaft finanziell unabhängig und das ist gut so. Ich mache mich aber des Verbrechens schuldig, euren möchtegern Messias nicht zu beweihräuchern. Dann nur weiterhin alles Gute, vom Ottonomalverbraucher zum Fan, was machst du nur, wenn eurer König abdankt?! Da bleibt dann wohl nur Seppuku...

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  • Ella am 13.03.2019 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einseitige Berichterstattung

    Eigenartige Berichterstattung von Stauffer! Als ob Federer Wawrinka einfach so vom Platz gefegt hätte. Von den spektakulären Ballwechseln ist keine Rede.

  • Jan am 13.03.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was man gerne wissen würde

    Beim Fussball schlafen die Mütter für den Erfolg. Und wie ist es beim Tennis?

  • stefano am 13.03.2019 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation an Beide!

    Ich hätte den Sieg Beiden gegönnt. Aber die Extraklasse des Maestros hat sich auch diesmal wieder durchgesetzt. Er hat wieder sehr konstant auf hohem Niveau gespielt. Gratulation! Stan the Man aber sehr fairer Verlierer mit grossartigen Worten!

  • Tatjana imi am 13.03.2019 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Rafa, zeig dem "Opa" den Stier

    Auf Djokovic´s Scheitern hat der Tennis Opa gewartet. Da er sportlich nichts gegen ihn zu bestellen hat, muss er auf Ausrutscher dieser Art warten. Hoffe, Rafa wird dieses Mal nicht nervlich vor Federer schlottern, sondern ihn im 1/2 Finale deutlich in die Schranken weisen. Mehr als Aufschlag, kann der Baselbieter nämlich nicht.

    • Tennis am 13.03.2019 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tatjana imi

      Ich hoffe du kannst wenigstens Kochen, denn von Tennis hast du keine Ahnung.

    • Köbi am 13.03.2019 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tatjana imi

      Serbisch kann er auch nicht, zum Glück

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