ATP-Turnier in Madrid

09. Mai 2012 20:34; Akt: 09.05.2012 23:52 Print

Federer kommt mit dem Schrecken davon

Roger Federer gewinnt seine Erstrundenpartie gegen den Kanadier Milos Raonic 4:6, 7:5 und 7:6. Der «Maestro» drehte erst Ende des zweiten Durchgangs auf.

storybild

Nun trifft Roger Federer auf Richard Gasquet aus Frankreich. (Bild: Keystone/Alberto Martin)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kurz vor Ende des zweiten Satzes hatte Raonic einen «kleinen Matchball». Wenn er die Breakmöglichkeit zum 6:5 hätte nutzen können, wären ihm angesichts seiner phänomenalen Servicestärke wohl viele, wenn nicht alle Türen zum Sieg offengestanden. Doch Federer wollte sich nicht mit dem ersten Auftakt-Scheitern seit zwei Jahren (Ernests Gulbis in Rom) abfinden, holte sich das Game und kam wenig später zum vielumjubelten Satzausgleich.

Auch im dritten Durchgang war die Partie gegen den statistischen Leader von vier Aufschlag-Kategorien der ATP hart umkämpft. Raonic hatte in zwei verschiedenen Games Breakbälle, Federer blieb aber stets dran. Und wie im Vorjahr, als er im Startmatch Feliciano Lopez nach drei Tiebreaks niedergerungen hatte, behielt er das bessere Ende für sich. Auch diesmal wurden die Nerven der vielen Federer-Fans im Nadal-Land aufs Äusserste strapaziert. Der «Maestro» führte im Tiebreak 4:1, dann 5:3, setzte dann aber bei eigenem Service einen Passierball knapp neben die Linie. Ein Vorhand-Fehler Raonics brachte ihm dann zwei Matchbälle, von denen er den ersten nach 133 Minuten mit einem Vorhand-Cross-Return nützte.

Im Startsatz hatte sich bereits gezeigt, dass Raonic alles andere als der ideale Gegner ist, um nach sechswöchiger Pause wieder zum Rhythmus zu finden. Der in Podgorica - an jener Stätte, wo die Schweizer EM-Fussball-Träume mit dem 0:1 gegen Montenegro einen herben Rückschlag erlitten - geborene Raonic servierte hervorragend, oft mit über 230 Stundenkilometern und profitierte zudem von einem Aussetzer Federers. Dieser gab das neunte Game zu Null ab, vor allem wegen drei unerzwungenen Fehlern. Lange Ballwechsel waren absolute Mangelware.

Federer und Wawrinka in der «Night Session»

Nächster Gegner Federers ist Richard Gasquet (ATP 18), der Viktor Troicki bezwang. Der Südfranzose, am Sonntag noch Finalist in Estoril, dürfte aber nach den Anstrengungen der letzten Tage physisch nicht in absoluter Topform sein. Die «Night Session» Am Donnerstag wird komplett in Schweizer Hand sein. Federer eröffnet (nicht vor 18.45 Uhr), anschliessend spielt Stanislas Wawrinka gegen Novak Djokovic.

Madrid. ATP-Masters-1000 und WTA-Turnier (6,845 Mio. Dollar/Sand). Männer. 2.Runde:
Roger Federer (Sz/3) s. Milos Raonic (Ka) 4:6,7:5,7:6 (7:4). Stanislas Wawrinka (Sz) s. Jürgen Melzer (Ö) 6:1, 6:4. Rafael Nadal (Sp/2) s. Nikolai Dawydenko (Russ) 6:2, 6:2. Jo-Wilfried Tsonga (Fr/4) s. Ryan Harrison (USA) 6:2, 7:6 (7:4). David Ferrer (Sp/5) s. Radek Stepanek (Tsch) 7:6 (7:4), 6:2. Janko Tipsarevic (Ser/7) s.Federico Delbonis (Arg) 7:6 (7:5),6:7 (6:8), 6:3. Marin Cilic (Kro) s. John Isner (USA/8) 7:6 (7:4), 7:6 (7:3). Gilles Simon (Fr/9) s. Guillermo Garcia-Lopez (Sp) 6:4, 6:3. Juan Martin del Potro (Arg/10) s. Michail Juschni (Russ) 6:4,7:6 (7:1). Nicolas Almagro (Sp/11) s.Marcel Granollers (Sp) 6:3,7:6 (7:3). Gael Monfils (Fr/12) s. Igor Andrejew (Russ) 6:3, 1:0 w.o. Richard Gasquet (Fr/14) s. Viktor Troicki (Ser) 7:5, 6:3. Fernando Verdasco (Sp/15) s. Alejandro Falla (Kol) 6:7 (4:7), 6:4, 6:4. Alexander Dolgopolow (Ukr/16) s. Andreas Seppi (It) 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:3.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ricardo Granda am 10.05.2012 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das Bünzlihafte wird gepflegt

    Ich finde es schon kindisch, wie Herr Perlinger Gottlieb hier runtergemacht wird, er sagt ja nur seine Meinung! Hatte denn Roger Federer nie eine Ausrede für einen verlorenen Match? Gibt es einen Spieler, der nie eine Ausrede brauchte? Also bitte, auch wenn die Wortwahl von Herrn P. G. nicht die beste war, nicht herummotzen! Gleiches zählt auch für T. Lüthi, als müsste man da irgendwelche Halbgötter beschützen!

    einklappen einklappen
  • bvcx am 09.05.2012 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka

    Bin gespannt wie Stan gegen Nole spielt. In Monte Carlo hat er gegen Nadal sehr gut mitgehalten! Bonne Chance

    einklappen einklappen
  • Milos am 10.05.2012 01:02 Report Diesen Beitrag melden

    Federrer

    Mit aufdrehen würde ich etwas anderes behaupten und nicht so etwas: 4:6, 7:5 und 7:6. Der sogenannter «Maestro» sollte mal über sein rücktritt nachdenken, weils langsam peinlich wird...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karem am 10.05.2012 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    King Roger

    Federer ist noch lsnge nicht am Ende. Es spricht nur für seine beispiellose Klasse, dass man ihn schon abschreibt, wenn er mal nicht in jedem Grad Slam-Endspiel steht.

  • Philippe Aemisegger am 10.05.2012 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ha ha ha.....

    Immer wieder interessant, traurig und lustig. Da kann man manchmal nur hoffen, das die Mayas recht gehabt haben.

  • Ricardo Granda am 10.05.2012 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das Bünzlihafte wird gepflegt

    Ich finde es schon kindisch, wie Herr Perlinger Gottlieb hier runtergemacht wird, er sagt ja nur seine Meinung! Hatte denn Roger Federer nie eine Ausrede für einen verlorenen Match? Gibt es einen Spieler, der nie eine Ausrede brauchte? Also bitte, auch wenn die Wortwahl von Herrn P. G. nicht die beste war, nicht herummotzen! Gleiches zählt auch für T. Lüthi, als müsste man da irgendwelche Halbgötter beschützen!

    • daniel grunder am 10.05.2012 10:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Ricardo

      Welche Aussreden ? Federer hat ja gesagt das er Glück gehabt hat! Er hat in diesem Bericht nicht einmal den Platz erwähnt! Und ein Match analysieren noch einer Niederlage hat doch nichts mit Ausreden zu tun!

    • Novak J. am 10.05.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte nicht herummotzen... Denk mal nach

      Federer hat ja gar keine Ausreden gebracht. Hoffe bei dir gibt es auch noch so viele Komentare wie bei deinem Kollegen Gottlieb Perlinger...

    einklappen einklappen
  • Milos am 10.05.2012 01:02 Report Diesen Beitrag melden

    Federrer

    Mit aufdrehen würde ich etwas anderes behaupten und nicht so etwas: 4:6, 7:5 und 7:6. Der sogenannter «Maestro» sollte mal über sein rücktritt nachdenken, weils langsam peinlich wird...

    • andrea nestea am 10.05.2012 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      federer

      peinlich???? milos ist ein grossartiges jungtalent und wird eines tages sehr sehr gut sein. auch nadal hat seine stärken schon erwähnt! also bitte lass federer selbst entscheiden wann er zurücktritt. das ergebnis zeigt federer hat suler gekämpft und somit verdient gewonnen...

    • Roger am 10.05.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Alles Roger

      Langsam wird's peinlich? Andere Spieler, u.a. auch dein Milos, wären froh, wenn sie an Turnieren soweit kommen würden wie Roger. Der sogennante "Maestro" hat sich diesen Titel, nach 16 GradSlam Siegen sicherlich verdient. Da hat Raonic noch viel Arbeit vor sich... ;-)

    • Milam Vukic am 10.05.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung

      Ein Sieg ist mittlerweile so peinlich, dass man zurücktreten muss? Zum Glück weiss das die Nr.1 noch nicht. Aber nein, gegen einen aufstrebenden Spieler mit einem fast perfekten Match doch noch zu gewinnen zeugt gerade davon, dass der Biss noch da ist. Und solange das stimmt ist bestimmt nichts "peinlich" daran.

    • Christian am 10.05.2012 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Peinlich?

      Was ist daran peinlich, wenn Federer gegen einen gutspielenden Gegner im Rückstand ist und trotzdem noch gewinnt? Wenn Federer geführt und am Schluss trotzdem verloren hätte, wäre es für dich auch peinlich. Oder nicht? Peinlich, Peinlich, Peinlich...

    • Spiderpig am 10.05.2012 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hallo??

      Peinlich?? Ich würde natürlich auch zurücktreten wenn man die nr.3 der welt ist, 2012 eine bilanz von 24/3 hat und schon doha, rotterdam und indian wells gewinnen konnte. Ausserdem spiel er mit abstand das abwechslungsreichste und schönste tennis!

    • Regula am 10.05.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Federer

      Was ist daran peinlich? Er spielt immer noch spitzen Tennis. Oder wie nennst du das dass er seit Jahren zu den besten Spielern gehôrt. Von den grossen Vier haben alle schon verloren oder nicht so gut gespielt. Nur bei Federer wird gelästert. Erkennt doch einfach seine Leistung an.

    • Seppli am 10.05.2012 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      Leistungsdichte

      Milos hat von Tennis nicht wirklich eine Ahnung, wenn er von peinlich schreibt, wenn Federer gegen die Nummer 23 mit Mühe gewinnt. Auch die Nummer 23 ist halt Weltklasse!

    einklappen einklappen
  • bvcx am 09.05.2012 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka

    Bin gespannt wie Stan gegen Nole spielt. In Monte Carlo hat er gegen Nadal sehr gut mitgehalten! Bonne Chance

    • Hans Meier am 10.05.2012 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      Für Federer

      Ich habe mein Geld auf Nole gesetzte. Der beklagt sich ständig über irgendwelche Bedingungen (Sand) und gewinnt dann doch.... Hoffe aber trotzdem, dass Wawi gewinnt und Federer dadurch ein paar Punkte gut machen kann....

    einklappen einklappen