ATP-Turnier von Rom

14. Mai 2019 14:34; Akt: 14.05.2019 14:34 Print

Teurere Tickets – Federer tadelt Organisatoren

von René Stauffer - Die erhöhten Ticketpreise für sein Startspiel findet er seltsam, will sich die Vorfreude aber nicht nehmen lassen.

In Madrid verlor Roger Federer im Viertelfinal noch gegen Dominic Thiem. Nun will er am Sandturnier von Rom erneut angreifen. (Video: SRF)
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Die spontane Massnahme des italienischen Tennisverbandes, für sein Startspiel am Mittwoch in Rom die Preise der noch nicht verkauften Tickets zu verdoppeln, kommt bei Roger Federer nicht gut an. «Ich habe davon gehört, und auch, dass einige Fans darüber gar nicht glücklich sind. Das ist sehr enttäuschend», kommentierte er am Dienstag das unübliche Vorgehen der Veranstalter. «Sie stellten es so dar, als ob sie jene Fans belohnen wollten, die ihre Tickets vorher gekauft haben, was irgendwie seltsam ist», fügte er an.

Die Frage, ob er einen Teil der Zusatzeinnahmen für sich beanspruche, verneinte er klar. Er hoffe, dass die Geschichte nicht überblende, wie froh er sei, nach drei Jahren wieder in Rom zu spielen. «Ich bin glücklich, hier zu sein, und hoch motiviert, gut zu spielen. Meine Vorfreude könnte nicht grösser sein.» Schon seit seiner Landung am Montag freue er sich darüber, dieses Turnier kurzfristig in seine Planung aufgenommen zu haben. «Ich liebe diese Stadt und mochte es schon immer, in Italien zu spielen.» Italien sei auch das Land, in dem er als Junior am häufigsten angetreten sei, ausserhalb der Schweiz.

Was ihn dazu verleitet habe, auch noch in Rom zu spielen, erklärte der 101-fache Turniersieger so: «Ich dachte, es wäre gut für mich, wieder einmal auf Meereshöhe anzutreten, was in der Schweiz nicht möglich ist. Und auch das Wetter in der Schweiz ist nicht gut. Als ich gestern aufwachte, war es etwa fünf Grad, was zum Trainieren nicht ideal ist.» Zudem habe er nach fünf Wochen Training zwischen den Turnieren von Miami und Madrid nun grosse Lust, Matches zu spielen. Das sei viel aufregender, als in der Schweiz zu trainieren.

Lob für den italienischen Jungstar

Federer widersprach der Theorie, dass ihn die schnellen Spielbedingungen in der erhöhten Lage von Madrid, wo er vergangene Woche nach zwei Matchbällen gegen Dominic Thiem verloren hatte, begünstigt hätten. Der extrem hohe Ballabsprung in der spanischen Hauptstadt sei auch für ihn nicht einfach, dazu machten es Wind und Schatten in Spanien für alle Spieler schwierig. «Egal, was geschieht, es ist für mich gut, dass ich in der jetzigen Phase Matches bestreite», ist er überzeugt. Dabei sei er selber gespannt, wie er in Rom und danach in Paris spielen werde. «In Madrid war es einfacher, ans Netz zu kommen, dafür kann man hier einfacher Stoppbälle und Longline-Bälle mit der Backhand spielen.»

Federer trainierte am Montag und Dienstag mit Italienern, zuerst mit dem 17-jährigen Jannik Sinner, der nach seinem überraschenden Sieg über Steve Johnson am Mittwoch auf Stefanos Tsitsipas trifft, dann mit Andreas Seppi. Mit Sinner (ATP 263) habe er schon vor einem Jahr trainiert, «von ihm können wir noch viel erwarten», sagte Federer.

Der Startgegner des Schweizers wird in der Partie zwischen Frances Tiafoe und João Sousa ermittelt. In Rom ist der Schweizer noch ohne Titel, obwohl er hier seinen ersten Masters-Final in Europa erreicht hatte (2003 gegen den Spanier Felix Mantilla) und 2006 gegen Rafael Nadal in einem Fünfsatz-Marathon zu zwei Matchbällen gekommen war. Weitere Endspiele verlor er im Foro Italico 2013 gegen Rafael Nadal und 2015 gegen Novak Djokovic.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Basler leckerli am 14.05.2019 15:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leicht verdientes leckerli

    was sich wohl hinter den kulissen abspielt und wer das Geld einsackt?

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  • Herr Max Bünzli am 14.05.2019 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    genau auch zu teuer

    Herr Federer kann auch tadelt die Organisatoren Herr Trauffer und Herr Gölä

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  • Samoma Forever am 15.05.2019 04:09 Report Diesen Beitrag melden

    Macht es gut...

    Dann kann man ihm nur ein erfolgreiches Turnier wünschen. Solange er spielt, wird er im Forum weiterhin die Gemüter spalten. Das macht einen Star aus, Licht und Schatten gehen da Hand in Hand.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • dami am 15.05.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Djokovic

    Ach ja. Djokovic gewann in Madrid!!! Darüber wird natürlich nie berichtet!

    • Patrick am 15.05.2019 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dami

      Warum in aller Welt soll darüber berichtet werden?

    • dami am 15.05.2019 21:37 Report Diesen Beitrag melden

      wieso nicht

      Weil er besser ist als Federer!

    • Marti am 16.05.2019 00:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick

      Wenn Federer gewinnt, wird in aller Welt berichtet.

    • Chrissimaus am 16.05.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      @Marti

      Naja, also das stimmt nun so nicht ganz. Er ist nicht in jedem Land wichtig! Aber es ist schon so hier in der CH, wenn Federli gewinnt, werden die Zeitungen vollgekleistert mit Bildern von dem, verliert er, wird gar nicht darüber berichtet, und schon gar nicht vom Gewinner. Schlimm! Zeigt eben den Charakter der CH. Zum Fremdschämen.

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  • Säm s am 15.05.2019 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Woher kommt das Geld?

    Hey Leute, was ich hier schreibe, sollte eigentlich klar sein. Turnierveranstalter bekommen ihr Geld von den Tickets, Sponsoren/Werbung, wahrsch. von Übertragungsrechten&Merchandising. Die Spieler vom Preisgeld, die erfolgreichen (muss nicht unbedingt Ranking bedeuten, sondern zB auch erfolgreichster in einem Land) mehr noch von Werbesponsoring. Wenn ein Turnierdirektor die Preise erhöht, dann kommen mehr Zuschauermagnete, sprich mehr Geld. Aber nachträglich die Ticketspreise erhöhen?

  • Ciao Roma am 15.05.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eisheilige Sofie in Rom

    Aus Rom grüsst die kalte Sofie. Sie hat noch das letzte Ticket ergattert. Gratis, weil das Spiel Federer/Sousa bis jetzt noch nicht statt gefunden hat. Es regnet, kalter Wind , dafür sorgt eben die Eisheilige. Seit 11 Uhr wissen die Zuschauer in Rom nicht, wie lange sie noch warten müssen, bis sie Federer sehen. Schliesslich haben die Besucher für heute gekauften Tickets doppelt soviel bezahlt.

  • die schöne Susie am 15.05.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rom und Regen und mein Feind

    Ist Federer schon weg ? Hoch die Cüplis ....!

  • TennisSport am 15.05.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist hier scheinheilig und Arrogant?

    Echt jetzt. Für die einen: Wenn er "tadelt" ist es arrogant, in die Hand zu beissen die ihn füttert, andere suchen sich die Scheinheiligkeit heraus, ist klar, dass ER kassiert. Wenn er nicht's sagt, ist es auch arrogant und geldgierig. Wenn er aus dem Turnier gehen würde, würdet ihr es als Arrogant gegenüber seinen Fans u. Turniers bezeichnen. "RF wie konntest du nur so arrogant sein und den Beruf Tennis wählen und dann noch so gut und beliebt darin sein. Und dann noch so gierig sein, dabei noch zu verdienen. Bei RN u. ND i.O. aber wie Arrog. von dir." Ironie off