ATP Finals

08. November 2019 16:51; Akt: 08.11.2019 23:39 Print

Federers Familie zieht Tokio Sydney vor

von Adrian Ruch - Vor dem ATP-Finale in London ist Roger Federer guten Mutes. Er muss nicht nur Fragen zu seinen Gegnern, sondern auch zu seiner Planung der Saison 2020 beantworten.

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Ein starker Stefanos Tsitsipas schlägt Alexander Zverev 6:3, 6:2 und steht als zweiter Halbfinal-Teilnehmer nach Dominic Thiem fest. Nach einer spektakulären Aufholjagd gewinnt Rafael Nadal gegen Daniil Medvedev 6:7, 6:3, 7:6 und bleibt im Rennen um den Einzug in den Halbfinal. King Roger unter Druck: Nach der Auftakt-Niederlage gegen Dominic Thiem hiess es gegen Matteo Berrettini schon alles oder nichts für die Schweizer Tennis-Legende. Das Spiel war geprägt vom starken Aufschlagspiel beider Akteure, im Eiltempo rasten sie im ersten Satz durch die Games. Folgerichtig kam es zum Tiebreak, mit dem besseren Ende für Federer. Matteo Berrettini zeigte, warum der Aufschlag als seine grosse Stärke gilt. Allerdings hatte der Italiener besonders im zweiten Satz Probleme, sobald der Ball im Spiel war. Am Ende gewann Federer 7:6, 6:3 und hält damit seine Halbfinal-Chancen intakt. Ob der Schweizer die Gruppenphase übersteht, wird das wegweisende dritte Spiel gegen einen starken Novak Djokovic zeigen. Ein ratloser Rafael Nadal bei seinem ersten Einsatz in London. Er unterliegt Alexander Zverev in zwei Sätzen. Titelverteidiger Zverev zeigt beim 6:2, 6:4-Sieg gegen Nadal eine starke Leistung. Stefanos Tsitsipas jubelt nach seinem Sieg gegen Daniil Medwedew. Die beiden sind nicht die besten Freunde. Ratlos: Trotz ansprechender Leistung fand Federer gegen Dominic Thiel kein Mittel und verlor das Auftaktspiel 5:7, 5:7. Der Österreicher schraubte durch den Sieg seine Bilanz gegen Federer auf 5 zu 2, im Jahr 2019 steht es sogar 3 zu 0 zu Gunsten von Thiem. Noch ist ein Überstehen der Gruppenphase für Federer nicht ausgeschlossen, der Schweizer steht nach der Niederlage allerdings mächtig unter Druck. Ein Selfie auf dem Boot vor dem Londoner Riesenrad: Alexander Zverev, Dominic Thiem, Matteo Berrettini, Novak Djokovic, Rafael Nadal, Daniil Medwedew, Roger Federer und Stefanos Tsitsipas posieren zusammen vor dem Turnierbeginn. Federer ist auch für Selfies mit Fans zu haben. Der Schweizer diskutiert mit dem Österreicher Thiem. Federer ist ein gefragter Interviewpartner. Nadal zeigt sich gut gelaunt. Der Schweizer hat sich für das letzte Turnier des Jahres die Haare geschnitten und lässt den Bart wachsen.

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Es ist die erste Frage, die im Bauch der imposanten O2-Arena aus dem Plenum an Roger Federer gerichtet wird: Warum hat er die Teilnahme am ATP-Cup abgesagt, obwohl er kurz zuvor einen Showkampf in China bestreitet? Die Frage kommt für den Tennisstar und Medienprofi nicht unerwartet, er ist darauf vorbereitet. Er sagt einleitend sogar, er sei froh, sich erklären zu dürfen. «Als ich mich einschrieb, das war nach Wimbledon, da dachte ich, ich würde in Sydney spielen. Als ich dann erfuhr, dass Stan (Wawrinka, die Redaktion) nicht spielen und meine Familie nicht mitkommen würde, hatte der ATP-Cup für mich nicht mehr die gleiche Priorität.»

Diese habe er zunächst auf die Exhibitions in Südamerika legen wollen: «Dort wollte ich schon lange wieder mal spielen.» Aber es ging nie – mal wegen seines Knies, mal wegen der Kinder. «Dann ist logischerweise das Australian Open wichtig, zudem mein Traummatch in Südafrika gegen Rafa (Nadal), dann Wimbledon und schliesslich Olympia in Tokio. Etwas musste bei dem Programm einfach dran glauben», so Federer weiter.

Die Familie reist mit

Die Entscheidung hatte einen Zusammenhang mit Federers Beschluss, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Seine Familie werde mit nach Japan reisen, erzählte er. «Ich besprach alles mit Mirka (seiner Frau), und wir kamen zum Schluss, dass es für die Kinder wichtiger ist, länger an einem Ort zu sein. Nach dem Showkampf in China werde ich wieder zurück nach Dubai fliegen, wo zu diesem Zeitpunkt meine Basis ist. Immerhin bleiben da nochmals zwei Wochen mit der Familie - und das ist viel.»

Derzeit zählt für den Baselbieter freilich die Gegenwart, und die heisst ATP-Finals in London. Der sechsmalige Gewinner erzählt, sein Gefühl sei gut. «Den Belag empfinde ich als angenehm, ich habe keine Probleme mit dem Körper, bin sehr motiviert und hoffe, dass 2019 noch ein gutes Turnier in mir steckt.» Gleichzeitig ist er sich bewusst, dass auf ihn eine schwierige Aufgabe wartet, schon am Sonntagabend gegen Dominic Thiem. «Das ist nicht eine normale erste Runde wie in Basel oder an einem Grand-Slam-Turnier. Du trittst nicht gegen jemanden an, der nicht zu den Top 50 gehört, sondern gleich gegen die Nummer 5 der Welt. Thiem hat eine wunderbare Saison gespielt und mich zweimal geschlagen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mary am 08.11.2019 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zum wegrennen

    Neid ist doch was schönes unglaublich wie einige ticken.

    einklappen einklappen
  • Marco C. am 08.11.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation zur Wahl

    Tokyo strahlt auch mehr als Sydney, sehr empfehlenswert...

  • Steff am 08.11.2019 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Mich interessiert nur Sport nicht sein Privatleben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto am 10.11.2019 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Röggelchen, ich mag deinen Pelz

    Bitte lass den Rücken wieder streiken bei Röggelchen und die Brusthaare sprießen.

  • Mork vom Ork am 10.11.2019 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Federer kann nur Service

    Eine Stunde noch, dann werden die Weichen in Richtung Federers Vorrunden Niederlage gestellt. Thiem, einfach so spielen, wie gegen Nadal und dann passt das schon. Federer kann nur Aufschlag.

  • Nole Fan Nr. 1 am 10.11.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dominic, do it like Indian Wells!

    Nole ist fit, wie ein Turnschuh. Er deklassiert gerade den Italiener. Heute muss Thiem dann gegen den möchtegern Maestro gewinnen und dann als nächstes gegen den Italiener und dann sagt Nole zu Federchen abschließend, da ist die Türe und tschüss. 2019 ist in der Vorrunde Feierabend für Greisen Federchen.

  • Eine schockierte Mutter am 10.11.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Reto bitte anderes Forum suchen

    Hiermit fordere ich den User Reto auf, seinen obskuren Neigungen (Liebe zu Haaren) woanders nachzugehen. Hier geht es um Tennis und nicht um Fetische.

  • Mac Intosh am 10.11.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    der ewige Dauergrinser

    Aber Tennis spielen kann er, das muss man ihm lassen.