Miami Open

30. März 2019 02:19; Akt: 01.04.2019 10:13 Print

Federer brilliert und zieht in den Final ein

Der Schweizer zeigt abermals eine überragende Leistung und schlägt im Halbfinal von Miami den jungen Kanadier Denis Shapovalov in zwei Sätzen.

Noch ein Sieg zum Titel: Roger Federer ist im Moment nicht aufzuhalten. (Video: SRF)
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Roger Federer spielt am Sonntag um seinen vierten Titel in Miami. Der Basler bekundete im Halbfinal gegen den 19-jährigen Denis Shapovalov keine Probleme und siegte in 82 Minuten 6:2, 6:4.

Das erste Duell gegen sein grosses Idol verlief für Shapovalov gar nicht nach Wunsch. Der kanadische Teenager, der am Montag zum ersten Mal in die Top 20 der Weltrangliste einziehen wird, spielte zu inkonstant. Immer wieder mal zeigte er, wie viel Druck er mit der Vorhand erzeugen kann. Doch noch öfter reihte er etwas unerklärlich unerzwungene Fehler aneinander, die es Federer leicht machten, den Match zu kontrollieren. Die jeweils ersten Breaks in den beiden Sätzen schenkte Shapovalov mit Fehlern regelrecht her.

Nur einmal hätte die Partie kippen können

Federer spielte allerdings auch konzentriert, präzis und taktisch hervorragend. Er variierte seine Schläge gut, gab Shapovalov wenig Winkel und suchte oft die Rückhand des jungen Linkshänders, dessen klar schwächeren Grundlinienschlag. Nur einmal, ganz zu Beginn des zweiten Satzes, hätte die Partie kippen können, als Federer zwei Breakbälle abwehren musste, die beiden einzigen der gesamten Partie. Ansonsten war Federer bei eigenem Service mit nur acht abgegebenen Punkten unantastbar.

Der Routinier zeigte dem aufstrebenden Teenager klar die Grenzen auf. Im Interview nach dem Match sagte Federer, die Duelle gegen die Jungen seien für ihn speziell motivierend. Er habe seinen Töchtern vor dem Halbfinal erklärt, dass Shapovalov noch nicht mal geboren war, als er auf der Tour sein Debüt gab. Erstmals überhaupt spielte der Schweizer gegen einen Spieler mit Jahrgang 1999 - 20 Jahre nachdem er gegen einen Spieler mit Jahrgang 1965 (Gianluca Pozzi) gewonnen hatte.

Federer brilliert und zieht in den Final

Final gegen den Titelverteidiger

In seinem 50. Masters-1000-Final trifft Federer am Sonntag (19.00 Uhr Schweizer Zeit) wieder auf einen gestandenen Profi, auf den 33-jährigen Titelverteidiger John Isner. Der 2,08 m grosse Amerikaner gewann auf dem Weg in sein 27. ATP-Endspiel alle zehn bestrittenen Sätze, davon neun nach Tiebreak. Auf Federer wartet ein «Servicegewitter», das ihm aber keine Angst macht und ihm auch die Vorfreude auf den Final nicht verdirbt. Er freue sich auf die Partie. Es sei ein bisschen wie im Fussball beim Penaltyschiessen, meinte Federer schmunzelnd: «Ich bin der Goalie und versuche, möglichst viele Bälle zu erreichen.»

Das siebte und bislang letzte Duell mit Isner liegt schon dreieinhalb Jahre zurück. Damals kam der Texaner zu einem von zwei Siegen gegen den Schweizer. Auch den zweiten Erfolg feierte Isner 2012 im Davis Cup in Freiburg in der Halle (auf Sand). Bemerkenswert ist, dass Federer nur in jenem Match ein Break zuliess, ansonsten brachte er in allen Partien gegen Isner seinen Service immer durch, was aber kein Erfolgsgarant ist, wie das 6:7, 6:3, 6:7 im letzten Aufeinandertreffen in Paris beweist.

Tennis

(dho/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lars.K. am 30.03.2019 01:56 Report Diesen Beitrag melden

    super R.F

    manchmal frag ich mich ob dieser Leistung ob da noch ein Mensch auf dem Court spielt! Unglaublich, der Mann wird 38! Wenn er diese Form weiter behält werden wir sein Spiel noch länger geniessen dürfen.

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  • Sam am 30.03.2019 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Weltklasse

    Was Roger da wieder mal zeigt ist einfach Weltklasse. Ein Genuss so zuzuschauen. We love you Roger

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  • FedEx am 30.03.2019 01:54 Report Diesen Beitrag melden

    Von Spiel zu Spiel besser

    Der FedererExpress ist nicht mehr aufzuhalten. Bravo und good luck am Sonntag.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schnevicchen und die sieben Brüder am 31.03.2019 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der gute alte Federer ;-)

    go fedi go go fedi, mach sii alli plaaaaahaaaaatt!!! ;-) ;-) ;-) ja ich kann nicht singen aber die message sollte klar sein... :-)

    • P. Buchegger am 31.03.2019 15:38 Report Diesen Beitrag melden

      Auf dem Boden bleiben

      Sonst geht es aber gut?

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  • Kevin am 31.03.2019 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Federer überbewertet

    was hat RF schon geleistet für die Menschheit, im Gegensatz zu Greta Thunberg zum Beispiel?

    • Patrick am 31.03.2019 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kevin

      Greta ist eine verzogene Göre, die erst mal erwachsen werden muss. Nur ein bisschen Zug fahren reicht da noch nicht.

    • Jan.Debang am 02.04.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kevin bng

      Denke ich auch so. Der Mann aus der Teppichklopfer-Zunft ist mir mit seinem Imponiergehabe ohnehin unsymphatisch

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  • A.Z. am 31.03.2019 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Just do it

    Es sind diese unglaublichen Leistungen gepaart mit einer sympathischen Bescheidenheit, die Federer überall in der Welt zum Publikumsliebling machen. Es ist auffällig wie oft man auf Federer angesprochen wird an irgendeinem Ecken dieser Welt. Ausser in der CH... Krall dir den 101. Titel!

  • chripou am 31.03.2019 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freut Euch liebe Schweizer

    Warum freuen sich denn nicht alle für unseren Weltklassespieler. Warum sind wir Schweizer denn so missmutig und frustriert? Schade! Ich weiss, dass ich zu viel lächle, zu fröhlich bin, zu glücklich bin, mich zu oft freue, ich habe Freude wenn jemandem etwas gelingt! Ich freue mich für ihn, denn ich weiss was es für einen Aufwand braucht, um erfolgreich zu sein.

  • derim am 30.03.2019 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur diese Woche ...

    Nie mehr die Nummer eins ! Und in 14 Monaten ist jemand anderes die längste Nr. 1 nach Wochen

    • FogerRederer am 31.03.2019 04:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @derim

      ich bin Federer fan und traue dem king Maestro vieles zu. aber denke die nr. ist nicht mehr sein ziel. für das müsste er mehr kleine Turniere Spielen und das will er ja nicht

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