Fedcup gegen Grossbritannien

02. Februar 2011 11:58; Akt: 02.02.2011 15:19 Print

Klare Siege in den Einzeln für die Schweiz

Dem Schweizer Fedcup-Team ist der Auftakt in die Europa-/Afrika-Zone in Eilat (Isr) gelungen. Timea Bacsinszky und Patty Schnyder gaben in den Einzeln zusammen nur sieben Games ab, am Schluss resultierte ein 2:1-Sieg.

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Timea Bacsinszky legte den Grundstein für den Schweizer Sieg gegen Grossbritannien. (Bild: Keystone/AP)

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Bacsinszky (WTA 46) überzeugte gegen die Fedcup-Debütantin Heather Watson (WTA 142), die überraschend zum Einsatz kam, von Beginn weg. Die Lausannerin nahm der anfänglich viel Respekt zeigenden Auckland-Viertelfinalistin im Startsatz den Aufschlag dreimal ab. Watson steigerte sich dann deutlich und ging mit Break 3:2 in Führung, ehe Bacsinszky viele Rhythmuswechsel einstreute und die letzten vier Games für sich entschied. Nachdem Bacsinszky ihre Anhänger noch kurz auf die Folter gespannt hatte - sie verwertete nach 82 Minuten ihren insgesamt 7. Matchball - bilanzierte sie zufrieden: «Ich bin glücklich, den ersten Punkt für die Schweiz geholt zu haben. Anfang des zweiten Satzes habe ich kurz meinen Rhythmus verloren, mich dann aber wieder auf meine Stärken konzentriert und besser gespielt.»

Schnyder (WTA 42) spielte anschliessend nicht gegen die eigentliche Nummer 1, Elena Baltacha, sondern gegen Anne Keothavong (WTA 91). Die Linkshänderin revanchierte sich ohne jegliche Probleme für die Niederlage im bisher einzigen Aufeinandertreffen im letzten Oktober in Luxemburg. Schnyder brauchte trotz eines zu Beginn kassierten Breaks nur 53 Minuten für den klaren Sieg und überzeugte dabei durchwegs. Sie war mit ihrer Leistung beim 31. Sieg in einem Fedcup-Einzel denn auch happy: «Ich bin sehr zufrieden. Meine Gegnerin hat es mir aber auch einfach gemacht, da bei ihr wenig zusammengepasst hat.» Schnyder wurde dann im bedeutungslosen Doppel, welches Bacsinszky/Amra Sadikovic 4:6, 3:6 verloren, nicht eingesetzt. Dies sicher auch schon zur Schonung hinsichtlich der kursweisenden Partie gegen Dänemark.

Trotz der Präsenz der Melbourne-Halbfinalistin Caroline Wozniacki gehen die Schweizerinnen mit absolut intakten Chancen in die Begegnung, welche am Donnerstag wiederum um 9 Uhr Schweizer Zeit beginnt. Das sieht auch Schnyder so, welche die Dänin im Fedcup schon zweimal geschlagen hat und ihr im Vorjahr in Montreal auf der WTA-Tour einen begeisternden Fight lieferte: «Wenn alles zusammenpasst und ich gut serviere und sie ausspielen kann, dann ist vieles möglich. Sonst haben wir aber auch im Doppel gute Chancen, die Partie für uns zu entscheiden.»

Eilat. Fedcup. Europa-/Afrika-Zone. 1. Spieltag. Gruppe A:

Schweiz - Grossbritannien 2:1.

Timea Bacsinszky s. Heather Watson 6:1, 6:3.
Patty Schnyder s. Anne Keothavong 6:1, 6:2.
Bacsinszky/Amra Sadikovic u. Watson/Jocelyn Rae 4:6, 3:6.

Nächstes Spiel der Schweiz. Donnerstag, 10 Uhr (9 Uhr Schweizer Zeit) gegen Dänemark.

(sda)