Johansson

15. März 2011 23:59; Akt: 15.03.2011 23:16 Print

Langer Weg zurück führt via Fällanden

von Marcel Allemann - 2004 stand Joachim Johansson im Halbfinal des US Open. Nun ist der Schwede noch die Nummer 537 der Welt und kämpft um den Anschluss. Diese Woche am Future-Turnier in Fällanden.

Fehler gesehen?

Joachim Johansson, 2005 waren Sie die Nummer 9 der Welt, danach sind Sie bis auf Rang 1171 abgerutscht. Was ist geschehen?

Joachim Johansson: Ich hatte in der Vergangenheit einige Schulterprobleme, aber das ist inzwischen wieder okay.

Und jetzt sind Sie auf dem Weg zurück?

Ja, durchaus. Aber ich möchte mich ganz auf den jetzigen Moment fokussieren und nicht auf die Vergangenheit und auch nicht auf die Zukunft. Ich bin diese Woche in Fällanden und werde versuchen, meine Matches hier zu gewinnen.

Sie waren 2004 Halbfinalist am US Open. Nun sind Sie nicht mehr in der grossen Tenniswelt, sondern in der Provinz. Fühlen Sie sich nicht wie im falschen Film?

Ich habe nun verschiedene kleine Challenger- und Future-Turniere gespielt, aber ich sehe das nicht so negativ, es gibt nun einmal verschiedene Stufen im Leben.

Auch mit der gleichen Motivation?

Es ist egal, ob an einem grossen oder an einem kleinen Turnier oder auch nur im Training – wenn man ein Wettkämpfer ist, will man nie verlieren. Aber klar, ich würde auch lieber das US Open gewinnen als ein kleines Turnier – wenn ich die Wahl hätte.

Sie sind mit Ihrer Frau und Ihrem Kind hier. Sind Sie der schwedische Roger Federer?

Das kann man so sehen, allerdings hat er zwei Kinder. Und er hat wohl auch mehr Leute in seiner Entourage als ich. Es ist so, dass ich ohne meinen Coach Magnus Norman angereist bin. Deshalb habe ich meine Familie mitgenommen.