Showkampf in Buenos Aires

21. November 2019 09:40; Akt: 21.11.2019 17:20 Print

Maradonas Worte rühren Federer zu Tränen

Beim emotionalen zweiten Schaukampf gegen Zverev wird der Rekord-Grand-Slam-Sieger stürmisch gefeiert.

Diego Maradonas Worte rühren Roger Federer zu Tränen. (Video: Twitter/canal_tennis)
Zum Thema
Fehler gesehen?

An diesem argentinischen Frühsommer-Abend liess Roger Federer alles mit sich machen, war locker, tänzelte und scherzte. Und als aus dem Publikum jemand rief, er solle doch, bitte, stehen bleiben für ein Foto, tat er nicht nur dies, sondern verharrte gleich in verschiedenen Posen – Aufschlag, Vorhand, Rückhand. Dann fragte er auch noch nach, ob das so okay gewesen sei.

Showpartien sind sportlich zwar bedeutungslos und das Resultat zweitrangig. Dass dafür der Unterhaltungswert für die Zuschauer oft sogar grösser ist, zeigte sich auch in Buenos Aires. Allein die Präsenz Federers sorgte für Ovationen, er wurde mit ausgelassenen «Olé, Olé»-Fussballgesängen von vollen Rängen im riesigen Mehrzweck-Stadion Parque Roqua begrüsst. Mit Trickschlägen wie Tweenern oder extremen Stopbällen ernteten er und Alexander Zverev dann in ihrem Match, den der Deutsche knapp gewann, immer wieder stürmischen Applaus

Zverev war eingesprungen für den weiterhin rekonvaleszenten Argentinier Juan Martin Del Potro, der als Ehrengast auf den Court kam. Per Video zugeschaltet wurde auch ein anderer argentinischer Sportstar, Diego Maradona. Der gesundheitlich sichtlich angeschlagene 59-jährige frühere Weltmeister wandte sich direkt an Federer, nannte ihn «Maschine» und sagte: «Du warst, bist und wirst immer der Grösste bleiben.» Er könne sich bei ihm melden, wenn er in Argentinien ein Problem habe und grüsse auch seine Frau (Video oben).

Federer verfolgte die Video-Botschaft mit wässrigen Augen. Er wandte sich selber mit emotionalen Worten ans Publikum, das ihn ebenfalls zu Tränen rührte. Er werde irgendwann nach Buenos Aires zurückkommen, wenn vielleicht auch nicht als Tennisspieler, sagte er. Zverev und er hatten am Dienstag schon in Santiago de Chile gespielt. Ihre Showtournee führt sie noch weiter nach Bogota, Mexiko City und Quito, wo von Freitag bis Sonntag drei weitere Auftritte anstehen.

Tennis

(rst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EBAF am 21.11.2019 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The GOAT

    Auf dem Platz unbestritten der Beste aller Zeiten. Und nein, darüber muss man wirklich nicht diskutieren, zumal sogar seine langjährigen, direkten Konkurrenten auf der Tour diese Meinung teilen. Und wenn es jemand wissen muss, dann wohl diese Herren. Zudem neben dem Platz ein riesen Sympathieträger und das weltweit! - All den Neidern zum Trotz.

    einklappen einklappen
  • Weder Fan Noch Keiner am 21.11.2019 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werdet locker

    Schade, pflegt man in der Schweiz vielerorts so eine Neidkultur und kann diesen sympathischen Superstar nicht genauso locker und unvoreingenommen genießen und feiern wie in Argentinien. Es muss immer alles so verbissen kritisiert werden. Keep cool.

    einklappen einklappen
  • Ich am 21.11.2019 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Liebling aller Nationen

    Er ist und bleibt der Publikumsliebling egal ob er die Sprache deren beherrscht oder nicht. Roger Federer wird in allen Länder gern gesehen. So sollte es immer sein.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jaws am 21.11.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D10s

    Der Zustand des Fussballgottes hat ihn zu tränen gerührt....schade

  • Hevo am 21.11.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wimbledon Massaker 2019 ...

    Und wann hat er den letzten GS Titel gewonnen ??

  • Lasstunsin Ruhekorkens am 21.11.2019 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Federer und Nadal

    So sind die ganzen Stars. Haben nette Worte und Huldigungen für einander übrig. Was Erfolg, Effizienz und Beliebtheit angeht, gibt es derzeit im Tennis nur Federer und Nadal. Djokovic ist aus mir nicht bekannten Gründen bei vielen Zuschauern verhasst. Dabei ist er ein begnadeter Spieler.

  • jonas am 21.11.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zuviel ist zuviel

    Ein ganzes leben als star über 30 jahre das ist zuviel für einen sportler nie mehr freiheit ohne erkannt zu werden nie mehr ohne bodygard immer unter beobachtung ein ganzes leben schrecklich die vorstellung darum ein paar jahre kasse machen und dann abtauchen ins leben ohne sorgen

  • Ingo Wippi am 21.11.2019 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bester Mann

    Bester Botschafter der Schweiz. Ein einzigartiger Sportler.