ATP Gstaad

23. Juli 2014 19:10; Akt: 23.07.2014 19:32 Print

Marti gescheitert, Laaksonen weiter

Die zweite Schweizer Garnitur gefällt am Crédit Agricole Suisse Open Gstaad. Yann Marti scheitert zwar in den Achtelfinals, Henri Laaksonens Sieg bleibt aber im Turnier.

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Pablo Andujar heisst der neue Gstaad-Sieger. Der Spanier besiegte im Final den Argentinier Juan Monaco in zwei Sätzen 6:3, 7:5. Juan Monaco hatte das Nachsehen. Im zweiten Satz war er bereits auf dem Weg zum Ausgleich, lag mit Break vorne, als Andujar massiv aufdrehte, er selbst etwas abbaute und der Gstaad-Final nach zwei Sätzen zu seinen Ungunsten entschieden war. Pablo Andujar besiegte im rein spanischen zweiten Halbfinal in Gstaad Fernando Verdasco und zog in den Final ein, den er gegen Juan Monaco austragen wird. Verdasco vermochte Andujar über drei Sätze Paroli zu bieten, aber letztlich reichte es für den besser klassierten Akteur nicht. Andujar setzte sich 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 in zwei Stunden und 15 Minuten durch. Juan Monaco ist der erste Finalist in Gstaad. Der 30-jährige Argentinier musste sich aber in Geduld üben. Denn die Partie begann wegen Regens mit vier Stunden Verspätung. Letztlich setzte sich der Gaucho aber gegen den holländischen Vorjahresfinalisten Robin Haase in 104 Minuten 6:3, 7:6 (7:4) durch. Der Russe Michail Juschni kann seinen Titel in Gstaad nicht verteidigen. Juschni scheitert heuer bereits im Viertelfinal. Der Holländer Robin Haase bedeutet für Juschni Endstation. Haase gewinnt die Partie in drei Sätzen. Leider reichte es Henri Laaksonen nicht zu seinem grössten Sieg. Die Schweizer Nummer fünf schied im Achtelfinal von Gstaad knapp aus. Laaksonen scheiterte in drei Sätzen am Holländer Robin Haase. Henri Laaksonen schafft dank seinem ersten ATP-Sieg in diesem Jahr den Sprung in die zweite Runde. Yann Marti ballt die Siegerfaust. Der 26-jährige Schweizer gewinnt sein Erstrundenspiel gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver 5:7, 7:6, 7:6. Das Wetter im Berner Oberland lässt am Dienstag zu wünschen übrig. Viktor Troicki übersteht die Startrunde in Gstaad. Der Serbe gewinnt nach seiner einjährigen Dopingsperre gegen den Österreicher Dominic Thiem 7:6, 6:4. Alles Strecken nützte dem Österreicher nichts. Der deutsche Dustin Brown scheitert ebenfalls in der 1. Runde. Ob ihm bei der 3:6, 3:6-Niederlage gegen den Argentinier Federico Delbonis seine Haare in den Weg kamen?

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Das erste Aufeinandertreffen zwischen dem mit einer Wildcard bedachten Laaksonen und dem französischen Qualifikanten Gianni Mina hatte am Vortag wegen Dunkelheit nach acht Games im zweiten Satz unterbrochen werden müssen.

Laaksonen mit erstem Sieg im dritten Anlauf

Nach der Wiederaufnahme dauerte es noch rund 20 Minuten, bis Laaksonen, der als Nummer 319 im Ranking um 80 Plätze vor Mina liegt, seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour in der laufenden Saison unter Dach und Fach gebracht hatte. Seine vorangegangenen zwei Teilnahmen im Hauptfeld hatten in der ersten Runde geendet - an Silvester in Chennai (Ind) und vor zwei Wochen in Stuttgart, als er als Lucky Loser dem Walliser Yann Marti unterlegen war.

Derweil Laaksonen im Achtelfinal auf den als Nummer 7 gesetzten Holländer Robin Haase trifft, geht für Mina das Warten auf den ersten Vollerfolg an einem ATP-Event weiter. Der auf Guadeloupe geborene 22-Jährige steht auf dieser Ebene nun mit 0:3 Siegen zu Buch.

Marti gegen Granollers chancenlos

Dem 26-jährigen Walliser Yann Marti wurden von Marcel Granollers (ATP 28) die Limiten aufgezeigt. Marti unterlag dem Gstaader Turniersieger von 2011 in 74 Minuten mit 1:6, 4:6. Im ersten Satz, der nur 24 Minuten dauerte, verlor Marti zweimal bei eigenem Aufschlag vier Ballwechsel hintereinander und kassierte so die Breaks zum 0:2 und 1:5. Marti verschlug einfache Schmetterbälle und verlor nicht nur den Satz, sondern zwischenzeitlich auch die Nerven. Erst im zweiten Satz fand er besser ins Spiel, er führte sogar 2:0 und realisierte zwei Aufschlagdurchbrüche, in ernsthafte Bedrängnis vermochte er Granollers aber nicht mehr zu bringen.

Marcel Granollers, die Nummer 2 des Turniers, erreichte als erster und vorerst einziger Gesetzter die Viertelfinals. Guillermo Garcia-Lopez (Nummer 3) und Federico Delbonis (Nummer 5) schieden in den Achtelfinals aus, beide allerdings gegen starke Gegner. Garcia-Lopez unterlag Juan Monaco, der vor zwei Jahren noch als Nummer 10 der Welt grüsste, Delbonis scheiterte an Thomaz Bellucci, der das Gstaader Turnier schon 2009 und 2012 gewonnen hat und in der Höhenlage stets zu Höchstform aufläuft.

(sda)