ATP Gstaad

26. Juli 2014 20:06; Akt: 26.07.2014 20:06 Print

Monaco fordert Andujar im Final heraus

Der Argentinier Juan Monaco (ATP 105) und der Spanier Pablo Andujar (ATP 71) bestreiten am Sonntagmittag, so das Wetter will, den Final des Crédit Agricole Suisse Open in Gstaad.

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Pablo Andujar heisst der neue Gstaad-Sieger. Der Spanier besiegte im Final den Argentinier Juan Monaco in zwei Sätzen 6:3, 7:5. Juan Monaco hatte das Nachsehen. Im zweiten Satz war er bereits auf dem Weg zum Ausgleich, lag mit Break vorne, als Andujar massiv aufdrehte, er selbst etwas abbaute und der Gstaad-Final nach zwei Sätzen zu seinen Ungunsten entschieden war. Pablo Andujar besiegte im rein spanischen zweiten Halbfinal in Gstaad Fernando Verdasco und zog in den Final ein, den er gegen Juan Monaco austragen wird. Verdasco vermochte Andujar über drei Sätze Paroli zu bieten, aber letztlich reichte es für den besser klassierten Akteur nicht. Andujar setzte sich 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 in zwei Stunden und 15 Minuten durch. Juan Monaco ist der erste Finalist in Gstaad. Der 30-jährige Argentinier musste sich aber in Geduld üben. Denn die Partie begann wegen Regens mit vier Stunden Verspätung. Letztlich setzte sich der Gaucho aber gegen den holländischen Vorjahresfinalisten Robin Haase in 104 Minuten 6:3, 7:6 (7:4) durch. Der Russe Michail Juschni kann seinen Titel in Gstaad nicht verteidigen. Juschni scheitert heuer bereits im Viertelfinal. Der Holländer Robin Haase bedeutet für Juschni Endstation. Haase gewinnt die Partie in drei Sätzen. Leider reichte es Henri Laaksonen nicht zu seinem grössten Sieg. Die Schweizer Nummer fünf schied im Achtelfinal von Gstaad knapp aus. Laaksonen scheiterte in drei Sätzen am Holländer Robin Haase. Henri Laaksonen schafft dank seinem ersten ATP-Sieg in diesem Jahr den Sprung in die zweite Runde. Yann Marti ballt die Siegerfaust. Der 26-jährige Schweizer gewinnt sein Erstrundenspiel gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver 5:7, 7:6, 7:6. Das Wetter im Berner Oberland lässt am Dienstag zu wünschen übrig. Viktor Troicki übersteht die Startrunde in Gstaad. Der Serbe gewinnt nach seiner einjährigen Dopingsperre gegen den Österreicher Dominic Thiem 7:6, 6:4. Alles Strecken nützte dem Österreicher nichts. Der deutsche Dustin Brown scheitert ebenfalls in der 1. Runde. Ob ihm bei der 3:6, 3:6-Niederlage gegen den Argentinier Federico Delbonis seine Haare in den Weg kamen?

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Auch am Samstag spielte starker Regen wieder eine Hauptrolle. Die beiden Halbfinals verzögerten sich um vier Stunden. Nur am Mittwoch und Freitag hatte der Regen das Turnier verschont. Für den Final-Sonntag ist von neuem wechselhaftes Wetter angekündigt. Erschwert wurde die Spielplangestaltung, weil drei der vier Halbfinalisten auch im Doppel in den Halbfinals standen.

Beide Finalisten erlebten in ihrer Karriere schon bessere Zeiten. Juan Monaco gehörte vor zwei Jahren als Nummer 10 noch dem exklusiven Zirkel der Top-Ten an. Der 30-jährige Argentinier aus Tandil blickt aber auf schwierige letzte zwölf Monate zurück. Vor einem Jahr in Kitzbühel hatte er letztmals drei Einzel hintereinander gewinnen können. Heuer handicapierten ihn Hüftprobleme, weshalb er vor einem Monat auf Wimbledon hatte verzichten müssen.

Namhafte Spieler besiegt

Dank der Finalqualifikation in Gstaad wird Juan Monaco zumindest wieder unter die Top-100 zurückkehren. Im Saanenland besiegte er nach dem ehemaligen Turniersieger Victor Hanescu (6:4, 7:5), dem als Nummer 3 gesetzten Spanier Guillermo Garcia-Lopez (6:2, 2:6, 6:4) und dem zweimaligen Turniersieger Thomaz Bellucci (7:6, 6:1) auch Vorjahresfinalist Robin Haase erst nach hartem Kampf. Der Holländer führte im ersten Satz mit 3:0 und im zweiten Durchgang mit 2:0. Monaco setzte sich aber in 104 Minuten mit 6:3, 7:6 (7:4) durch.

Auch Monacos Finalgegner Pablo Andujar kam in dieser Saison noch nicht richtig auf Touren. Vor anderthalb Jahren schnupperte Andujar als Nummer 33 der Welt noch am erstmaligen Aufstieg unter die Top-30. Seither wurde es um den 28-jährigen Spanier ruhiger. Bloss zweimal glänzte er noch: Im Mai 2013 erreichte er am Masters-1000-Turnier von Madrid den Halbfinal, in dem er Rafael Nadal unterlag. Und im Februar 2014 qualifizierte sich Andujar in Rio de Jañeiro für den Halbfinal, in dem er (nach zwei vergebenen Matchbällen) wiederum Nadal unterlag. Vor Gstaad wies Andujar auf der Tour sogar eine negative Match-Bilanz aus (9:14).

Gegen Fernando Verdasco gelang Andujar eines der besten Spiele seit langem. Das 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 in zwei Stunden und 15 Minuten widerspiegelte am Ende das Geschehen bloss schlecht. Andujar hätte die Partie in zwei Sätzen gewinnen müssen, er leistete sich aber nach einer 6:3, 5:3-Führung 20 schwache Minuten. Zu Beginn des Entscheidungssatzes sorgte Andujar mit zwei Breaks zum 4:1 aber sofort wieder für klare Verhältnisse.

Gstaad. Crédit Agricole Suisse Open. ATP-Turnier (485'670 Euro/Sand). Einzel, Halbfinals: Pablo Andujar (Sp) s. Fernando Verdasco (Sp/4) 6:3, 6:7 (2:7), 6:1. Juan Monaco (Arg) s. Robin Haase (Ho/7) 6:3, 7:6 (7:4). Final am Sonntag (11.30 Uhr).

Doppel, Halbfinals: Andre Begemann/Robin Haase (De/Ho/3) s. Facundo Bagnis/Federico Delbonis (Arg) 6:3, 6:4.

(sda)