ATP-Turnier in Madrid

11. Mai 2012 20:45; Akt: 11.05.2012 23:20 Print

Nach Nadal erwischt es auch Djokovic

Novak Djokovic verliert den Viertelfinal von Madrid gegen seinen Landsmann Janko Tipsarevic überraschend mit 6:7 und 3:6. Für den Serben ist klar: Bleibt der blaue Sand, kommt er nicht mehr nach Madrid.

storybild

Überraschendes Aus in Madrid: Novak Djokovic. (Bild: AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie am Donnerstag Nadal gegen Fernando Verdasco unterlag auch Djokovic beim 6:7 (2:7), 3:6 gegen Janko Tipsarevic einem guten Kumpel, was den Ärger über die Niederlage und die Verhältnisse wenigstens marginal schmälerte. «Janko spielt eines seiner besten Turniere überhaupt und ich traue ihm zu, dass er das Turnier gewinnen kann.» Für sich selber fand er nur einen Ansatzpunkt. «Ich will diese Woche so schnell wie möglich vergessen», so Djokovic, «und freue mich, dass ich nun endlich auf richtigen Sand zurück kann.»

Djokovic hatte durchaus seine Möglichkeiten, konnte aber keine der sieben Breakchancen nutzen,war im Tiebreak zu fehlerhaft und danach phasenweise demotiviert. Die Unterlage, über die er sich schon die ganze Woche enerviert hatte, war diesmal zu viel. «Die ganze Zeit herrscht dieser Druck auf den Muskeln und ich musste immer Angst haben,mich bei den abrupten Bewegungen zu verletzen,welche sich auf dieser Unterlage ergeben. So macht es keinen Sinn hier zu spielen.»

Djokovic verliert viele Punkte

Wie Nadal liess er keine Zweifel offen, dass er dies unter diesen Umständen auch nicht mehr zu tun gedenkt: «Für mich ist es ganz klar: Kein blauer Sand mehr oder ich spiele nicht mehr hier.» Der Hinweis, dass sich Turniermacher Ion Tiriac mit dem Gedanken trägt, bald mit fluoreszierenden Bällen zu spielen, trug auch nicht zu einer Verbesserung seiner Laune bei: «Das Turnier kann machen, was es will, aber man darf ihnen einfach die Erlaubnis nicht geben. Diese Woche war ein klassischer Fall, wie das System aus der Sicht der Spieler nicht funktioniert.»

Am kommenden Montag wird sich Djokovic sicher noch einmal ärgern, wenn er das Ranking blau auf weiss-grau sieht. Da aufgrund einer Kalenderverschiebung die Punkte von Rom wegfallen, verliert der Serbe netto 820 Zähler. Da auch Rafael Nadal 510 Punkte verliert, beträgt sein Vorsprung auf den Spanier immer noch mehr als den Gegenwert eines Major-Titels. Roger Federer hingegen macht minimal,dasheisst, wenn er im Halbfinal verliert, 1090 Zähler gut, im Maximum holt er fast die Hälfte des gesamten Rückstandes auf.

Madrid. ATP-Masters-1000 und WTA-Turnier (6,845 Mio. Dollar/Sand). Männer. Viertelfinals:
Roger Federer (Sz/3) s. David Ferrer (Sp/5) 6:4,6:4. Janko Tipsarevic (Ser/7) s. Novak Djokovic (Ser/1) 7:6 (7:2), 6:3. Tomas Berdych (Tsch/6) s. Fernando Verdasco (Sp/15) 6:1,6:2. Juan Martin del Potro (Arg/10) s. Alexander Dolgopolow (Ukr/16) 6:3,6:4.

Halbfinal-Tableau: Tipsarevic (7) - Federer (3); Del Potro (10) - Berdych (6).

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Bärtsch am 11.05.2012 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gut fürs Tennis

    Jetzt ist RFs Aufholjagd zur erneuten Nr. 1 lanciert; wird ein spannendes Wochenende, nachdem die Nummern 1 und 2 draussen sind!

    einklappen einklappen
  • Jorge Nadal am 12.05.2012 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unantastbar

    Wären die verschiedenen beläge immer noch so schnell wie 2006 wäre roger unantastbar! Oder hat man früher in wimbledon eine rückhand umlaufen können?

    einklappen einklappen
  • Daniel am 12.05.2012 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Djokovic/Nadal = schlechte Verlierer

    wie unfassbar lächerlich von Djokovic und Nadal, dem Sand Schuld zu geben und mit Boykott zu drohen. Vor allem dann sehr interessant, dass der beste Spieler aller Zeiten aka Federer damit irgendwie keine Probleme hat und man von ihm in seiner ganzen Karriere noch bei keinem verlorenen Spiel so eine lahme Ausrede gehört hat. So was nennt man dann wohl "schlechte Verlierer".

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • pablo am 12.05.2012 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Tipsarevic

    nur ein tipsarevic kann einem djoker das wasser reichen ...... an sonsten liegen die niderlagen djokovics nicht am gegner sondern an djoker selber.

  • Jorge Nadal am 12.05.2012 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unantastbar

    Wären die verschiedenen beläge immer noch so schnell wie 2006 wäre roger unantastbar! Oder hat man früher in wimbledon eine rückhand umlaufen können?

    • RF-Fan /selbst Wettkampfspieler am 12.05.2012 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Endlich ein Kenner

      Das sage ich auch immer. Zu Sampras Zeiten z.B. hätte das Spiel von Nadal allerhöchstens gereicht, um auf Sand ein paar Siege einzufahren (analog T. Muster), aber weder auf Rasen- noch auf Hartplätzen. Seit Jahren werden Bälle und Beläge langsamer gemacht (was RF das Leben schwer macht).

    • Mats Wilander am 12.05.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

      Roger simply the best!

      Wenn die Bälle immer noch gleich schnell wären wie 2006 wäre es nur noch eine Service-Schlacht, nicht nur zum Vorteil für R.F. ! Roger beweisst nur wieder, wie schnell er sich auf neue Situationen einstellen kann(in diesem Fall ist es der Belag) und das macht ihn zum Superstar!

    • Gin Tonic am 12.05.2012 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur die Beläge..

      Es liegt nicht nur an der Veränderung der Beläge, sondern auch daran das Nadal, Nole und Murray nicht mehr 20 Jahre alt sind.. Federer war mit 20 auch noch nicht spielerisch dort wo er dan mit 24, 25 war.. Vorallem Nadal, er besiegte schon 2004 Federer auf Hartplatz..

    einklappen einklappen
  • Daniel am 12.05.2012 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Djokovic/Nadal = schlechte Verlierer

    wie unfassbar lächerlich von Djokovic und Nadal, dem Sand Schuld zu geben und mit Boykott zu drohen. Vor allem dann sehr interessant, dass der beste Spieler aller Zeiten aka Federer damit irgendwie keine Probleme hat und man von ihm in seiner ganzen Karriere noch bei keinem verlorenen Spiel so eine lahme Ausrede gehört hat. So was nennt man dann wohl "schlechte Verlierer".

    • Adrian am 12.05.2012 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      treffend

      sehr zutreffend formuliert...gibt's nichts mehr hinzuzufügen ;-)

    • Marko am 14.05.2012 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      Lächerlich.

      Wenn sie richtig recherchiert hätten, dann hätten sie mitbekommen das Roger Federer auch über den Sand gemotzt hat!!! Ja sogar auch er motzt über den Platz. Also bitte, weniger Sportler fertig machen und mal selber lernen zu recherchieren ;-)

    einklappen einklappen
  • Susanne M am 12.05.2012 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Für alle gleich

    Es haben doch alle Spieler die gleichen Bedingungen, deshalb verstehe ich den Aufruhr um den blauen Sand nicht...

  • Dragan am 11.05.2012 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nole 

    Eigentlich ist es durchaus positiv, dass Nole rausgeflogen ist, klar der Vorsprung schmilzt, aber ist immer noch gewaltig. Lieber früh rausfliegen, anstatt sich zu verletzen und den Rest der Saison zu verpassen.

    • Beat Sutter am 12.05.2012 01:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gewaltig?

      Gewaltig? Du hast wohl keine ahnung wie schnell 2000punkte weg sind. Es wahren mal 4000 auf roger anfangs jahr. Ich bin mir ganz sicher nole wird dieses jahr nicht als nr1 beenden. 1oo% nicht

    • Chrigu am 12.05.2012 08:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ojeee Verletzungsängste

      grins, das ist wohl eher "Selbstberuhigung". Oje, hast du so Angst, dass sich Nole verletzen könnte. Blöderers hat man doch selten gelesen. Nole wird auch ohne Verletzungen die GS nicht verteidigen können, dies zeichnet sich nicht erst nach Madrid so ab, das war schon früher zu erkennen. 2011 war sein Jahr und das wars, am besten ihr findet euch damit ab, dann wird's für euch Nole-Hochjubler nicht ganz so schwer im Sommer 2012

    • markus am 12.05.2012 09:56 Report Diesen Beitrag melden

      zzzzzzz

      @ Beat; der alte federer wird es abe auch nicht als nr.1 beenden.

    einklappen einklappen