Wimbledon

07. Juli 2018 23:35; Akt: 07.07.2018 23:37 Print

Nadal problemlos, Zverev erneut früh out

Während Rafael Nadal in Wimbledon ohne Probleme die Achtelfinals erreichte, setzte es für Alexander Zverev die nächste Enttäuschung ab.

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Alexander Zverev soll einmal in die Fussstapfen von Boris Becker oder wenigstens Michael Stich treten. Und der 21-jährige Hamburger hat alle Anlagen dazu. Dreimal hat er schon bei Masters-1000-Turnieren, den grössten Events auf der ATP Tour, triumphiert und dabei in den Finals die Grössen Novak Djokovic, Roger Federer und Dominic Thiem bezwungen. Bei den Grand Slams hingegen passt wenig zusammen.

Vor gut einem Monat erreichte Zverev in Paris erstmals überhaupt einen Viertelfinal - und in Wimbledon folgte nun aber wieder eine arge Enttäuschung. Nachdem er bereits in der 2. Runde fünf Sätze gebraucht hatte, scheiterte der Deutsche am Samstag in fünf Sätzen am lettischen Qualifikanten Ernests Gulbis, der Nummer 138 der Welt, Nun ist dieser Gulbis nicht irgendwer, sondern ein ebenso talentierter wie eigenwilliger ehemaliger Top-Ten-Spieler, der im besten wie im schlechtesten Sinn zu allem fähig ist.

Nadal marschiert souverän

In Wimbledon war es wieder einmal alles. Nachdem er bereits im dritten Satz klar geführt hatte, deklassierte er den favorisierten Zverev in den Sätzen 4 und 5 geradezu. Beim 0:6 zum Abschluss gewann der Deutsche gerade noch sechs Punkte. Er hatte zuletzt unter einem Magenvirus gelitten, sodass ihm am Ende die Kraft ausging.

Ähnlich souverän wie Roger Federer marschiert hingegen Rafael Nadal durch das Tableau. In der 3. Runde gewann der als Nummer 2 gesetzte Spanier gegen den australischen Teenager Alex de Minaur (ATP 80) locker 6:1, 6:2, 6:4. In seinen ersten drei Partien hat die Weltnummer 1 damit nur 26 Games abgegeben, eines weniger als Federer.

Djokovic schlägt Edmund

Damit steht Nadal zum achten Mal in einem Wimbledon-Achtelfinal. Weiter ist er seit der Finalniederlage gegen Novak Djokovic 2011 nie mehr gekommen. Diesmal sieht es allerdings gut aus für den 32-jährigen Mallorquiner. Er ist im Achtelfinal gegen den Tschechen Jiri Vesely (ATP 93), Linkshänder wie er, klarer Favorit. Ein Ziel hat Nadal schon mal erreicht: Er bleibt auch nach Wimbledon die Nummer 1. «Das ist natürlich positiv», meinte der Spanier. «In erster Linie ist mir aber wichtig, dass ich drei Matches gewonnen habe und in der zweiten Woche stehe.»

Seinen ersten Härtetest bestand Novak Djokovic. Der dreifache Champion setzte nach Startschwierigkeiten 4:6, 6:3, 6:2, 6:4 gegen Kyle Edmund durch. Der in Johannesburg geborene Brite und Australian-Open-Halbfinalist ist einer der Aufsteiger des Jahres und verbesserte sich von Platz 50 in die Top Ten. Am Ende setzte sich die grössere Klasse des als Nummer 12 gesetzten ehemaligen Weltranglistenersten aber durch. Djokovic trifft nun im Achtelfinal auf den aufschlagstarken, 1,98 m grossen Russen Karen Chatschanow (ATP 40).

Ausgeschieden ist hingegen der Geheimfavorit Nick Kyrgios. Der Australier unterlag kurz vor Einbruch der Dunkelheit dem Japaner Kei Nishikori in drei Sätzen.

Tennis

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Müller am 08.07.2018 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da weiß man, was man hat

    Wäre ein schönes Duell, Rafa vs. Roger im Finale, 10 Jahre nach dem Match der Matche. Man darf ja träumen oder? Da weiß man, was man hat.

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  • Alex10 am 08.07.2018 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Final

    Final Federer vs. Nadal, what else

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  • Sara Clutter am 08.07.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig!

    Die Niederlage Zverev's war unnötig. Gulbis hat zwar schon den Maestro auf Asche geärgert aber zuletzt war er auf der Challenger Tour unterwegs. Sascha sollte sich Lendl oder ähnliches nehmen, die Power und das Händchen hat er nämlich.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom A. am 08.07.2018 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    kein Final Nadal - Federer

    Nadal-Federer wäre ein Traumfinal. Federer wird tendentiell gewinnen, Nadal spielt Sandtennis und schafft es nicht, umzustellen (flache schnelle Schläge statt soviel uneffektiven Topspin). ABER: Raffael wird eher nicht an del Potro vorbei kommen. Ich tippe auf ein Finale Federer: del Potro

    • Friede.W. am 09.07.2018 00:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom A.

      Ich verstehe nicht, weshalb diese Prognosen. Es kann soviel passieren und Überraschungen geben. Da ich ohnehin jeden Tag Tee ohne Zucker trinke, warte ich ab und trinke weiter Tee. Der bessere wird gewinnen!

    • Pirmin Meier am 09.07.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      Schwerer Weg ins Finale

      Schlägt Nadal del Potro, muss er sich noch an Djokovic weiterquälen, bis zum Finale, falls er es erreicht, könnte er mit zwei Fünfsätzern einigermassen erschöpft sein. Federers Programm ist diesmal klar einfacher.

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  • Sara Clutter am 08.07.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig!

    Die Niederlage Zverev's war unnötig. Gulbis hat zwar schon den Maestro auf Asche geärgert aber zuletzt war er auf der Challenger Tour unterwegs. Sascha sollte sich Lendl oder ähnliches nehmen, die Power und das Händchen hat er nämlich.

    • Mcnroe the 2 am 10.07.2018 07:23 Report Diesen Beitrag melden

      der Russe wird nie ein großer

      Zverev ist total überschätzt.

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  • Swissman am 08.07.2018 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Federer und Nadal

    Alles andere ist Beilage.

  • Raul am 08.07.2018 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überschätzt

    Zverev mag vielleicht an Turniere wo eine Woche dauern gut sein. Aber bei 2 Wochen Turnieren muss er sofort was gehen sonst beendet er die Karriere mit 0 GS.

  • B. Müller am 08.07.2018 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da weiß man, was man hat

    Wäre ein schönes Duell, Rafa vs. Roger im Finale, 10 Jahre nach dem Match der Matche. Man darf ja träumen oder? Da weiß man, was man hat.

    • S. Schmiegelt am 09.07.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht das Wasser reichen

      Das stimmt durchaus. Habe niemals wieder ein Match in dieser Güte gesehen. Da kam höchstens das ATP WM Finale von 1996 dran von Sampras gegen Becker. Das waren Spiele zum Träumen. Alle Anderen können nicht mal ansatzweise das Wasser reichen.

    • B. Kammer am 10.07.2018 00:13 Report Diesen Beitrag melden

      @S. Schmiegelt

      Becker und Tennis in hoher Güte in einem Satz? Das war doch kein Tennis im Vergleich mit anderen Alleskönnern. Er konnte ja nur Bumm bumm (Aufschlag)! Und vielleicht mal ins Leere hechten. Nicht wirklich hübsch anzusehen.

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