Die magische Marke

11. Juni 2018 17:15; Akt: 11.06.2018 18:58 Print

Rafael Nadal, der 100-Millionen-Mann

Mit seinem elften Sieg in Paris steigt der Spanier in die Sphären von Roger Federer und Novak Djokovic auf.

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Gegen ihn ist an den French Open einfach nichts zu holen. Rafael Nadal zementierte seinen Status als unangefochtener König von Roland Garros erneut. Zum elften Mal holt er den begehrten Titel, niemand hat an einem einzigen Turnier mehr Siege errungen als der Spanier.

Und so blieben Diego Schwartzman, Juan Martin del Potro und Dominic Thiem trotz teils grossartiger Leistungen am Schluss eben doch nur Statisten auf Nadals Weg zum nächsten Triumph. Immerhin: Schwartzman knöpfte dem Stier aus Manacor einen Satz ab. Es war auch dieses Jahr schlicht und einfach das höchste der Gefühle. Mit dem Sieg in Paris kommt die Nummer 1 der Welt nun auf 17 Grand-Slam-Titel, drei fehlen noch, um mit Roger Federer gleichzuziehen.

Nadal knackt die magische Marke

Und noch in einer Statistik ist Nadal Federer nähergerückt. Sein Triumph am Sonntag brachte ihm ganze 2,5 Millionen US-Dollar ein. Damit steigt der Spanier auch finanziell in die nächste Sphäre auf, denn er knackt die 100-Millionen-Dollar-Marke, 100'564'598 US-Dollar hat er in seiner Karriere bisher an Preisgeldern verdient.

Der 32-Jährige ist nicht der erste Spieler, der diese Grenze überschreitet. Zwei Spieler haben das schon vor ihm geschafft. Wenig überraschend sind es auch die zwei grössten Konkurrenten von Nadal: Roger Federer und Novak Djokovic. Der Serbe knackte die Marke als Erster mit seinem Einzug ins Viertelfinal von Roland Garros 2016. Federer folgte im Januar 2017, als er in den Final der Australien Open einzog.

Coric wie Borg

Die Rangliste ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, widerspiegelt sie Erfolge doch nur bedingt. So verdoppelte sich das Preisgeld bei den French Open im Lauf der letzten acht Jahre. Noch deutlicher machen den krassen Unterschied zu früher aber die Preisgelder, die die damaligen Stars des Tennis eingenommen haben. Jimmy Connors, dem dominierenden Spieler der späten 70er und frühen 80er, brachten seine 109 Turniersiege insgesamt 8,6 Millionen Dollar ein. Oder Björn Borg: Der Schwede kommt dank 64 Siegen auf 3,6 Millionen. Zum Vergleich: So viel verdiente bisher der 21-jährige Kroate Borna Coric, Nummer 36 der Welt. Sein einziger Titel: Marrakesch 2017.

Klar, Tennis ist massentauglicher geworden, TV-Stationen und Sponsoren zahlen gutes Geld und tragen zu den horrenden Preisgeldern bei. Dennoch dürften sich nicht wenige Spieler aus den 70ern fragen: Was wäre nur, wenn ich meine Titel 40 Jahre später geholt hätte?

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schämu am 11.06.2018 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einnahmen das eine, Ausgabe das andere

    Jetzt kommt die Frage wo die Herren ihre Millionen ausgeben. Eines ist sicher, Boris Becker gibt sie in der Besenkammer aus.

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  • Rafa am 11.06.2018 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Fx

    "100-Millionen-Euro-Marke, 100'564'598 US-Dollar" Ja genau, möchte bitte soviele EUR wie möglich 1:1 gegen USD kaufen.

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  • Efro am 11.06.2018 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wechselkurs?!

    100 Mio. Dollar gibt meiner Berechnung nach nicht 100 Mio. Euro ?! Oder spielt da der Wechselkurs keine Rolle?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Delphin64 am 13.06.2018 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dss liebe Geld

    Warum verdienen VIP'is, die ja nur zur "unserer Unterhaltung" dienen, viel mehr, als jene Leute die wirklich wichtig sind? Man sollte Heizungs-, Sanitärmonteure, Kehrichtabfuhr etc. etc. mal paar Monate stilllegen! Dann wüsste man entlich, wer wirklich eine wichtige Person (VIP) ist. Oder geht's nur noch ums Geld?

    • Don de Don am 13.06.2018 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Delphin64

      Ja, geht es... Leider. Und nicht nur im Sport.

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  • Leser am 13.06.2018 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Würde mich nicht wundern,

    Wenn in 50Jahren Nadal den 61. Sieg in Paris holen würde.

  • M. Knalltsie am 12.06.2018 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Der Dritte, der dies schaffte

    100.000.000 Dollar und das nur durch Preisgelder. Wahnsinn. Es gibt Spieler, die haben es im Laufe einer 20 jährigen Karriere gerade einmal auf einen Bruchteil gebracht. Respekt!

  • dä52er am 12.06.2018 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    liege ich richtig?

    das sind Brutto Verdiensteinnahmen und nicht Netto! Da geht viel weg an Steuern Traierlöhne usw ich schätze mal Netti bleiben so um die 40 45 % fr den Spieler. wie RF Nadal usw

    • Dismas am 13.06.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dä52er

      40-45 Millionen sind immer noch mehr als genug oder etwa nicht?

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  • Sarawak am 11.06.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Wo bleiben da jetzt die Aufschreie über zu viel Geld, oder wie ein Mensch soviel Geld erhalten darf.. Würde über einen Top- Manager geschrieben, er hätte über 100 Millionen verdient wäre die halbe Schweiz am Schreien

    • SC4 am 12.06.2018 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sarawak

      Wenn dafür auch 30 Jahre Zeit investiert...

    • marty am 12.06.2018 23:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SC4

      jeder Top-Manager investiert weit mehr als 30 Jahre...

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