Lust auf mehr

19. Juli 2018 20:25; Akt: 20.07.2018 11:10 Print

Schnyder setzt sich ein hohes Ziel

von Adrian Ruch, Gstaad - Die 39-jährige Patty Schnyder ist in Gstaad ausgeschieden. Nun will sie sich für das US Open qualifizieren.

Bildstrecke im Grossformat »
Patty Schnyder (WTA 159) verliert im Achtelfinal: Sie scheidet am Ladies Open in Gstaad am Donnerstag als letzte Schweizerin aus. Die Baselbieterin muss sich Samantha Stosur (WTA 73) 4:6, 1:6 geschlagen geben. Die Australierin schafft in 61 Minuten den Einzug in die Viertelfinals. Schnyder verabschiedet sich nach der Niederlage vom Publikum. Nun will sich die 39-Jährige für das US Open qualifizieren. Auch für Conny Perin aus St-Imier ist im Achtelfinal in Gstaad Endstation. Die Qualifikantin unterliegt der topgesetzten Französin Alizé Cornet (WTA 48) mit 3:6, 3:6. Viktorija Golubic (WTA 110) verpasst den Sprung in die Viertelfinals ebenfalls. Die als Nummer 8 gesetzte Turniersiegerin von 2016 scheitert mit 6:7 (2:7), 6:7 (7:9) an der Kanadierin Eugenie Bouchard (WTA 146). Die 17-jährige Schaffhauserin Leonie Küng (WTA 413) wehrt sich in ihrem ersten WTA-Turnier gegen die Schwedin Johanna Larsson (WTA 77) vorbildlich, muss aber am Mittwoch in der 1. Runde nach 62 Minuten als Verliererin (4:6, 1:6) vom Platz. Ihrer Rolle als Geheimfavoritin in Gstaad wird die Aargauerin Stefanie Vögele (WTA 76) nicht gerecht. Sie spielt in der Erstrundenpartie gegen die Deutsche Tamara Korpatsch (WTA 158) desolat und verliert 2:6, 0:6. Timea Bacsinszky (WTA 146) gelingt das Comeback nach Wadenverletzungen im Berner Oberland nicht. In der 1. Runde muss sie gegen Eugenie Bouchard nach 2:47 Stunden mit 6:4, 6:7 (1:7), 4:6 die Segel streichen. Die 24-jährige Kanadierin Bouchard hat somit gleich zwei Schweizerinnen aus dem Gstaader Open geworfen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Dezember wird Patty Schnyder 40-jährig, doch ihre Lust auf Tennis ist nach wie vor gross. Und das Publikum hat immer noch Spass, der Linkshänderin zuzuschauen. Welche Sympathien Schnyder (WTA 159) nach wie vor geniesst, zeigte sich in den letzten Tagen in Gstaad, wo sie dank einer Wildcard aufschlagen konnte.

Für Schnyders Erstrundenpartie gegen Kathinka von Deichmann begaben sich fast alle auf der Anlage Anwesenden auf die kleine Tribüne von Platz 1 – und sorgten für einen echten Heimvorteil. Und gestern spendeten die Turnierbesucher der einstigen Weltnummer 7 trotz aussichtsloser Lage immer wieder aufmunternden Applaus. Letztlich schied Schnyder gegen die übermächtige Samantha Stosur (WTA 73), 2011 US-Open-Siegerin, mit 4:6, 1:6 aus.

Kurzfristige Planung

Patty Schnyder reist seit ihrem Comeback im Jahr 2015 mit ihrem Partner und der dreieinhalbjährigen Tochter Kim um die Welt. Sie hat heuer bisher an elf Turnieren teilgenommen; die Baselbieterin bestritt sogar die Qualifikation der Championships von Wimbledon, obwohl sie Rasentennis früher verabscheut hatte. «Ich wollte Wimbledon nochmals erleben», sagte sie in Gstaad.

Ihr nächstes Ziel ist die Qualifikation für das US Open in New York. Sie kündete an, sich seriös vorzubereiten – in Hannover, wo sie lebt. Wird Schnyder auch 2019 noch auf der Tour anzutreffen sein? Sie zuckt mit den Schultern und antwortet: «Keine Ahnung, ich plane nicht mehr als zwei Monate voraus.»

Tennis

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benita Bond am 19.07.2018 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu spät

    Sie hätte viel erreichen können. Schade, hat sie nicht früher angefangen mit seriösem Training. Ich sage nur: Orangensaft-Kur.

  • Peter Meier am 20.07.2018 02:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Pätty !

    Spannend dass man sich auch auf einem nicht ganz so hohen WTA Rang noch finanziell über Wasser halten kann und mit seiner Familie um die Welt reisen kann. Patty hatte ja nie die ganz grossen Erfolge und war oft an zweifelhafte Berater und Trainer geraten. Und nun mit 40 Jahren ist der Zug langsam am Abfahren.

  • Balljunge am 19.07.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Good luck

    Gute Idee, zusammen mit Stan die Qualifikation im Einzel und im Mixed bestreiten. Das gibt endlich wieder Matchpraxis für euch beide.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 20.07.2018 02:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Pätty !

    Spannend dass man sich auch auf einem nicht ganz so hohen WTA Rang noch finanziell über Wasser halten kann und mit seiner Familie um die Welt reisen kann. Patty hatte ja nie die ganz grossen Erfolge und war oft an zweifelhafte Berater und Trainer geraten. Und nun mit 40 Jahren ist der Zug langsam am Abfahren.

  • Balljunge am 19.07.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Good luck

    Gute Idee, zusammen mit Stan die Qualifikation im Einzel und im Mixed bestreiten. Das gibt endlich wieder Matchpraxis für euch beide.

  • Benita Bond am 19.07.2018 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu spät

    Sie hätte viel erreichen können. Schade, hat sie nicht früher angefangen mit seriösem Training. Ich sage nur: Orangensaft-Kur.