Davis Cup

01. Februar 2014 13:33; Akt: 01.02.2014 19:13 Print

Schweiz steht in Davis-Cup-Viertelfinals

Marco Chiudinelli und Michael Lammer gewinnen die Doppelpartie gegen die Serben Nenad Zimonjic und Filip Krajinovic 7:6, 3:6, 7:6 und 6:2 und bringen die Schweiz ins Viertelfinale.

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Captain Severin Lüthi nominiert für die letzten Einzel Michael Lammer und Marco Chiudinelli. Lammer verliert sein Spiel gegen Dusan Lajovic 3:6, 6:3, 4:6. Der Serbe ist in der Weltrangliste deutlich besser qualifiziert. Auch Marco Chiudinelli verliert. Da der Sieg gegen Serbien aber schon am Samstag feststand, ist dies nicht mehr von Bedeutung. Dank des Sieges des Duos Marco Chiudinelli und Michael Lammer (mit Stirnband) im Doppel gegen Nenad Zimonjic und Filip Krajinovic steht die Schweiz in den Viertelfinals des Davis Cup. Die beiden Eidgenossen gewinnen gegen die Serben 7:6, 3:6, 7:6 und 6:2. Das Schweizer Davis-Cup-Team führt dank des Sieges gegen Serbien 3:0 und trifft im Viertelfinal auf Kasachstan oder Belgien. Stanislas Wawrinka entscheidet auch das zweite schweiz-serbische Duell am Davis Cup zugunsten der Eidgenossen. Allerdings bekundet der Romand grosse Mühe mit seinem Gegner Dusan Lajovic. Er muss einen Satz abgeben und gewinnt den vierten Durchgang erst im Tiebreak 9:7. Am Ende heisst es dann 6:4, 4:6, 6:1 und 7:6 für den Grand-Slam-Sieger. Roger Federer gelingt in der ersten Davis-Cup-Partie gegen Serbien der standesgemässe Sieg. Im zweiten Satz gerät der Basler mit dem Rücken zur Wand und muss einen Satzball abwehren, bevor er selbst den Sack zumachen kann. Nicht immer hat der Maestro das Geschehen im Griff. Aber am Ende reicht es trotz Auszeit zum Dreisatz-Sieg. Stanislas Wawrinka entspannt sich vor dem ersten Einsatz beim Lego spielen. «Daddy's Job», schreibt der Romand über den Twitter-Eintrag. Roger Federer ist bereit für seinen ersten Einsatz im Davis Cup: Der Schweizer postet dieses Foto wenige Stunden vor dem Spiel via Twitter. Roger Federer macht den Auftakt: Der Baselbieter eröffnet das Davis-Cup-Duell mit der Partie gegen Ilija Bozoljac, die serbische Nummer 2. Stanislas Wawrinka trifft im zweiten Einzel vom Freitag auf Dusan Lajovic. Für das Doppel hat Captain Severin Lüthi Marco Chiudinelli (l.) und Michael Lammer nominiert. Sie spielen voraussichtlich gegen Nenad Zimonjic (l.) und Filip Krajinovic. Das komplette serbische Team von links: Nikola Milojevic, Ilija Bozoljac, Nenad Zimonjic, Bogdan Obradovic (Teamcaptain), Dusan Lajovic und Filip Krajinovic. Die serbische Mannschaft und das Team der Schweiz nebeneinander. Stanislas Wawrinka und Roger Federer bereiten sich kurz nach ihrer Ankunft in Novi Sad auf die Davis-Cup-Begegnung mit Serbien vor. Die Schweizer Tennis-Cracks haben sichtlich Spass, wieder einmal zusammen auf dem Platz zu stehen. Das passende Schuhwerk präsentiert Federer seiner Fangemeinde auf Twitter. Gegen Serbien ist ein Sieg Pflicht. Die Südosteuropäer müssen auf Novak Djokovic verzichten und treten ohne einen Spieler aus den Top 100 an. Die frohe Botschaft von Roger Federers Einsatz machte 24 Stunden vor der Auslosung im Internet die Runde: Die offizielle Seite des Davis Cups vermeldete die Neuigkeit auf Twitter. Kurz nachdem bekannt geworden war, dass auch Federer (rechts) gegen Serbien antritt, postete Wawrinka (links) dieses Foto auf Twitter. In der Mitte steht Davis-Cup-Teamcaptain Severin Lüthi.

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Die Schweiz steht zum ersten Mal seit 2004 wieder im Davis-Cup-Viertelfinal. Marco Chiudinelli und Michael Lammer machen gegen Serbien im Doppel das vorentscheidende 3:0 perfekt.

Wie nach den Äusserungen aller Beteiligten am Freitag zu erwarten, schonte der Schweizer Davis-Cup-Captain Severin Lüthi seine Stars Stanislas Wawrinka (ATP 3) und Roger Federer (ATP 8) im Doppel. Mit einer 2:0-Führung im Rücken konnte er sich dieses kleine Risiko leisten. Auch die Serben wechselten nicht an der angekündigten Aufstellung, was eine kleine Überraschung war. Marco Chiudinelli (ATP 180) und Michael Lammer (ATP 441) trafen nicht wie erwartet auf das Duo Nenad Zimonjic (ATP 1355) und Ilija Bozoljac (ATP 268). Zimonjic, die Nummer 12 im Doppel-Ranking, trat stattdessen zusammen mit Davis-Cup-Neuling Filip Kraijnovic (ATP 237) an.

Erstmals seit zehn Jahren wieder in den Viertelfinals

Das Schweizer Doppel setzte sich in 3:13 Stunden mit 7:6, 3:6, 7:6 und 6:2 durch und brachte damit das Team von Captain Severin Lüthi erstmals seit 2004 wieder in die Viertelfinals der Weltgruppe. Bereits am Freitag hatten Roger Federer und Stanislas Wawrinka die ersten beiden Punkte geholt, so dass sie sich im Doppel eine Pause gönnen könnten. Der Dübendorfer Michael Lammer gewann in seinem dritten Davis-Cup-Doppel zum dritten Mal und holte dabei jedes Mal den Punkt zum 3:0 für die Schweiz. Zusammen mit dem Baselbieter Marco Chiudinelli gelang dem Schweizer Duo eine äusserst starke und solide Leistung gegen den siebenfachen Grand-Slam-Champion Zimonjic (im Doppel und Mixed) und den 21-jährigen Davis-Cup-Debütanten Krajinovic.

Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen. Das Duo Chiudinelli/Lammer behielt in den Tiebreaks in den Sätzen 1 und 3 die Nerven und entschied die Kurzentscheidungen beide klar für sich. Den zweiten Satz sicherten sich die Serben dank einem Break gegen den Aufschlag von Lammer. Der vierte Satz wurde zum Schweizer Schaulaufen. Chiudinelli und Lammer spielten stark, breakten die Serben zweimal und sorgten so für den vorzeitigen Einzug in den Davis-Cup-Viertelfinal.

Auch wenn für die abschliessenden beiden Einzel vom Sonntag (ab 13 Uhr) noch Roger Federer und Stanislas Wawrinka gemeldet sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Marco Chiudinelli und Michael Lammer je zu einem zweiten Einsatz kommen. Das definitive Aufgebot muss erst eine Stunde vor dem Spiel bekanntgegeben werden.

Deutschland und Frankreich weiter, Spanien draussen

Spanien scheidet zum zweiten Mal in Folge bereits in der ersten Runde des Davis Cups aus und muss in die Abstiegsrunde. Ohne Nadal und Ferrer unterliegen die Iberer in Deutschland 0:3.

Ohne seine Spitzenleute kommt auch die Tennis-Grossmacht Spanien auf keinen grünen Zweig. Im Doppel verloren Fernando Verdasco und David Marrero in Frankfurt in vier hart umkämpften Sätzen mit drei Tie-Breaks Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas. Damit gingen die Deutschen uneinholbar 3:0 in Führung.

Ebenfalls kurzen Prozess machten die französischen Stars Richard Gasquet und Jo-Wilfried Tsonga mit Australien. Die beiden Top-Ten-Spieler standen im Einzel und Doppel im Einsatz.

Tschechien bereits qualifiziert, Grossbritannien mit guten Chancen

Einen Schritt Richtung Viertelfinals machte Titelverteidiger Tschechien. Das Duo Tomas Berdych/Radek Stepanek gewann gegen die Holländer Robin Haase und Jean-Julien Rojer im 16. gemeinsamen Davis-Cup-Einsatz zum 15. Mal, musste aber vier Sätze lang hart kämpfen. Die Tschechen führen nun vor den letzten beiden Einzeln 2:1.

Einen Meilenstein schaffen könnte Grossbritannien in San Diego. Nach dem ersten Tag führten die Briten gegen die USA 2:0. Selbst wenn sie den entscheidenden dritten Punkt im Doppel gegen die Bryan-Brüder noch nicht holen konnten, standen die Chancen auf den ersten Sieg in einer Weltgruppenpartie seit 1981 (!) sehr gut. Andy Murray ist auf dem Sandplatz im Baseballstadion in Südkalifornien am Sonntag gegen Sam Querrey klarer Favorit. Sam Ward (ATP 175) holte in der Nacht auf Samstag mit einem Fünfsatzsieg über Querrey (ATP 49) überraschend den zweiten Punkt für die Briten.

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Davis Cup, 1. Runde:

In Novi Sad (Halle): Serbien - Schweiz 0:3. - Ilija Bozoljac u. Roger Federer 4:6, 5:7, 2:6. Dusan Lajovic u. Stanislas Wawrinka 4:6, 6:4, 1:6, 6:7 (7:9). Filip Krajinovic/Nenad Zimonjic u. Marco Chiudinelli/Michael Lammer 6:7 (3:7), 6:3, 6:7 (2:7), 2:6. - Sonntag (13.00 Uhr): Lajovic - Federer, Bozoljac - Wawrinka. - Die Aufstellungen für die Einzel vom Sonntag können bis eine Stunde vor Spielbeginn ohne Angabe von Gründen geändert werden.

In Ostrava (Halle): Tschechien - Holland 2:1 (Zwischenstand). - Radek Stepanek u. Robin Haase 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 2:6, 1:6. Tomas Berdych s. Igor Sijsling 6:3, 6:3, 6:0. Berdych/Stepanek - Haase/Jean-Juljen Rojer 7:5, 1:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:4).

In Tokio (Halle): Japan - Kanada 2:1 (Zwischenstand). - Kei Nishikori s. Peter Polansky 6:4, 6:4, 6:4. Go Soeda u. Frank Dancevic 4:6, 6:7 (2:7), 1:6. Nishikori/Yasutaka Uchiyama s. Dancevic/Daniel Nestor 6:3, 7:6 (7:3), 4:6, 6:4.

In Frankfurt (Halle): Deutschland s. Spanien 3:0. - Philipp Kohlschreiber s. Roberto Bautista Agut 6:2, 6:4, 6:2. Florian Mayer s. Feliciano Lopez 7:6 (8:6), 7:6 (7:4), 1:6, 5:7, 6:3. kohlschreiber/Tommy Haas s. Feranando Verdasco/David Marrero 7:6 (7:5), 6:7 (9:11), 7:6 (9:7), 6:3.

In La Roche-sur-Yon (Halle, Sand): Frankreich - Australien 3:0. - Richard Gasquet s. Nick Kyrgios 7:6 (7:3), 6:2, 6:2. Jo-Wilfried Tsonga s. Lleyton Hewitt 6:3, 6:2, 7:6 (7:2). Gasquet/Tsonga s. Hewitt/Chris Guccione 5:7, 7:6 (7:4), 6:2, 7:5.

In San Diego, Kalifornien (Sand): USA - Grossbritannien 0:2 (Zwischenstand). - Donald Young u. Andy Murray 1:6, 2:6, 3:6. Sam Querrey u. James Ward 6:1, 6:7 (3:7), 6:3, 4:6, 1:6.

In Mar del Plata: Argentinien - Italien 1:1 (Zwischenstand). - Carlos Berlocq s. Andreas Seppi 4:6, 6:0, 6:2, 6:1. Juan Monaco u. Fabio Fognini 5:7, 2:6, 2:6.

In Astana (Halle): Kasachstan - Belgien 2:1 (Zwischenstand). - Mikhail Kukushkin s. Ruben Bemelmans 6:4, 6:7 (3:7), 6:2, 6:3. Andrej Golubew s. David Goffin 7:6 (11:9), 3:6, 4:6, 6:2, 12:10. Kukuschkin/Jewgeni Korolew u. Bemelmans/Olivier Rochus 2:6, 7:6 (7:4), 3:6, 6:7 (4:7). - Kasachstan oder Belgien spielen vom 4. bis 6. April gegen den Sieger der Partie Serbien - Schweiz.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • T. Metzler am 01.02.2014 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spanien schon weg

    Spanien ist gegen Deutschland raus. Dieses Jahr könnte es wirklich was werden. Auch die Auslosung sieht recht gut aus. Go Suisse, Allez Stan, Hopp Fedex

  • Philipp am 01.02.2014 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Well played

    Super gemacht von Lammer und Chiudinelli - da sind Wawrinka und Federer sicher nicht unglücklich :)

  • Zögg Gerber am 01.02.2014 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind die Halbfinale? CH oder Ausland?

    Spielen die Schweizer den Halbfinal zu Hause oder in Belgien/Kasachstan?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zögg Gerber am 01.02.2014 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind die Halbfinale? CH oder Ausland?

    Spielen die Schweizer den Halbfinal zu Hause oder in Belgien/Kasachstan?

    • Hügrü am 01.02.2014 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Je nachdem...

      Viertelfinale, nicht Halbfinale... Wenn's gegen Kasachstan geht, hat die CH ein Heimspiel und wenn's gegen Belgien geht, muss die Schweiz auswärts antreten!

    • Zögg Gerber am 01.02.2014 22:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Hügrü: Stimmt! Wieso unterschiedlich?

      Ja, hast Recht. Ist natürlich das Viertelfinale. Aber wieso kommt es beim Austragungsort auf den Gegner an?

    • Hügrü am 02.02.2014 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zögg Gerber: Weil...

      ...es drauf an kommt, WO die letzte DC-Partie der beiden Teams stattgefunden hat! Kasachstan hatte gegen die CH letztes Mal ein Heimspiel, deswegen könnte die CH dieses Mal daheim spielen, gegen Belgien genau umgekehrt! Und wenn die beiden Mannschaften in der Vergangenheit noch nie gegeneinander gespielt haben, dann wird das Heimrecht ausgelost! Tja, bleibt zu hoffen, dass RF und Stan es dieses Jahr durchziehen und immer gemeinsam spielen, dann hat die CH eine wirklich reele Chance, die hässlichste Salatschüssel der Welt zu holen!!! GO FOR IT!!!

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  • T. Metzler am 01.02.2014 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spanien schon weg

    Spanien ist gegen Deutschland raus. Dieses Jahr könnte es wirklich was werden. Auch die Auslosung sieht recht gut aus. Go Suisse, Allez Stan, Hopp Fedex

  • Philipp am 01.02.2014 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Well played

    Super gemacht von Lammer und Chiudinelli - da sind Wawrinka und Federer sicher nicht unglücklich :)

  • lmll, sg am 01.02.2014 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    ha ha

    ach so, der typ da links mit dem schnaus ist ein spieler und kein trainer..:-))) ich schnall das erst jetzt.. jetzt ist mir auch klar warum der fedi da gestern so gegrinst hat...lol

  • dome am 01.02.2014 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fedrinka kings

    Hoffentlich geht das nicht ins Auge, dass Fedrink nicht spielen, imerhon sind die Serben Doppelpaar Weltnummer 9#.

    • serafin maurer am 01.02.2014 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      egal

      wäre wohl kein Problem, Federer und Wawrinka werden Morgen schon gewinnen. Ein Sieg reicht ja.

    • Ana Jeremic am 01.02.2014 17:54 Report Diesen Beitrag melden

      Zimonjic

      Zimonjics Paartner im Doppel ist Daniel Nestor (CAN) mit dem er den 9. Platz belegt und nicht Krajinovic!

    • markus am 01.02.2014 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      nadal

      dank dem doppel und nicht dank federer

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