Mit Greta-Bild

29. Januar 2020 16:34; Akt: 29.01.2020 17:27 Print

Schweizer TV-Journalist bedrängte Federer

von René Stauffer, Melbourne - Am Rand des Australian Open sorgte ein undisziplinierter Fernsehmann für einen Eklat.

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Interviews mit Roger Federer sind begehrt, und er bemüht sich auch, möglichst vielen Wünschen nachzukommen. Dabei sind die Abläufe im Tennis auf die Minute genau geregelt, organisiert und überwacht, insbesondere bei Live-Interviews nach Partien. Schweizer Tennis-Journalisten haben seit jeher einen privilegierten Zugang zu ihm. Sie können vor jedem grösseren Turnier und nach jeder Partie ihre eigenen Fragen stellen.

In Melbourne sorgte nun aber ausgerechnet ein Landsmann Federers für einen Eklat, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Er missachtete beim Benefizabend zugunsten der Opfer der Buschbrände vor dem Australian Open jegliche Regeln und Vorgaben, liess jeden Respekt vermissen und bestürmte Federer, der an diesem Abend einen Satz gegen Nick Kyrgios gespielt hatte. Obwohl der mit einem Tagespass akkreditierte Reporter keine Erlaubnis für ein Interview hatte, bedrängte er den Weltstar auch noch mit einem Bild der Umweltaktivistin Greta Thunberg und filmte die Szenen.

Drohung des Akkreditierungs-Entzugs

Der Fall warf hohe Wellen. Federer war gemäss mehreren Augenzeugen erzürnt wie selten und forderte zusammen mit seinem Manager Tony Godsick, dass die Bilder nicht ausgestrahlt würden. Mehr als eine Bagatelle war das Intermezzo für die Organisatoren von Tennis Australia, wo sich auch Turnierdirektor Craig Tiley und Kommunikationschef Darren Pearce einschalteten und den Fall bis vor die internationale Pressekommission trugen.

Eine Weile stand sogar die Drohung im Raum, dass allen Vertretern des Westschweizer Fernsehens RTS in Melbourne die Akkreditierung entzogen werden sollte. Doch da war Federer dagegen. Er wollte nicht, dass Unschuldige bestraft würden, was dann auch nicht geschah.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alexander E. am 29.01.2020 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ohne Grund haben Journalisten

    den Ruf einer Schmierenzunft anzugehören! Diesere Journi hat das miese Bild der Journis wieder einmal voll bestätigt!

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  • Hüpferli am 29.01.2020 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sucht einen anderen Job wäre besser

    Unmögliche Journalisten. Da kann man nichts anderes mehr dazu sagen.

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  • Bob am 29.01.2020 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht gar nicht

    Ich hoffe, der arbeitet jetzt nicht mehr fürs Schweizer Fernsehen. Schliesslich bezieht er sein Gehalt von allen Schweizern, nicht nur von Greta-Fans.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rosa am 31.01.2020 02:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmierfink

    Typisch CH Journalisten. Nach Australien!!! fliegen, den Saubermann mimen, andere auf Kosten von Zwangsgebühren anfi....en. Diesen selbstgerechten Schmierfinken sollte man ebenfalls blossstellen und ächten.

  • PIPS F am 30.01.2020 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Medienfrass

    Ich bin kein grosser Tennisfan. Und auch kein spezieller Fan von Roger Federer. Aber was interessiert mich Greta mit ihrem Halbwissen. Ihre grössten Fans sind die Jungen unserer Zeit, die nachweislich auch die grössten Energieverschwender sind, seit es Leben auf diesem Planeten gibt. Aber für die Medien ist sie ein gefundenes Fressen.

  • Rodney McKay am 30.01.2020 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Journalist der schäbigen Art

    Bin nicht wirklich Fan vom stetigen überhöhen der Schweizer von Federer (ist auch nur ein Mensch mit Fehlern...siehe Dubai-Wohnung-besitzen ein Land wo Bedienstete wie Tiere behandelt werden). Aber solche Journalisten hat niemand verdient. Und Federer ist bei Gott genug verfügbar für die Medien und seine Fans. In dem Sinne War Federer (putzt den Doofovic fort...obschon es wird schwierig)...

  • Spyy83 am 30.01.2020 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie so oft

    und was war jetzt im detail da los? viel text und wenig infos. ist das fachjournalismus?

  • C.H. am 30.01.2020 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Fan, aber auch kein Gegner

    von Federer. Aber in Australien hat er schon gezeigt, das es hauptsächlich um ihn und Geld geht. Bin sehr entäuscht, das er nicht einmal die Eier hat und hinsteht und nicht am diesjährigen Turnier teilnimmt. Australien hat mit dem Feuer heftige Probleme und das Geld wäre da besser aufgehoben als bei Millionären.

    • Spyy83 am 30.01.2020 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @C.H.

      so ein turnier kurbelt auch die lokale wirtschaft an. und genau in der jetzigen situation ist es wichtig, dass man diese unterstützt und nicht einfach fernbleibt. man sollte in solchen dingen über den tellerrand schauen.

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