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14. Juli 2019 13:38; Akt: 14.07.2019 13:38 Print

So muss Federer gegen Djokovic spielen

von Simon Graf - Diese fünf Punkte muss der Schweizer im Wimbledon-Final beherzigen, will er den Serben bezwingen.

Vor zwei Jahren feierte Roger Federer gegen Marin Cilic seinen letzten Wimbledon-Triumph. (Video: SRF)
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1. Gut aufschlagen
Natürlich, ein guter Aufschlag ist gegen jeden Gegner von Vorteil. Aber besonders gegen Novak Djokovic, den besten Returnspieler, ist Federer auf eine eine möglichst hohe Quote an Aufschlägen angewiesen, die der Serbe nicht zurück ins Feld spielen kann. Mindestens zwei, besser drei Aufschläge pro Game. Weil sein Service gegen Rafael Nadal so gut funktionierte, konnte Federer auch bei den Returngames freier aufspielen. Entscheidend ist beim Aufschlag, dass er Djokovic immer wieder überraschen kann. Sein Gegner hat auf dem Weg in den Final 73 Prozent aller Aufschläge zurück ins Feld gebracht - gegen Federer muss diese Quote unter 70 Prozent sinken.

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2. Slice spielen
Gegen Linkshänder Rafael Nadal war es wichtig, dass Federer die Rückhand möglichst oft mit Topsin spielte, um sich in den Crosscourt-Duellen nicht nach hinten drücken zu lassen. Denn keiner versteht es so gut wie Nadal, den Ball mit der Vorhand «auszugraben», auf den Slice zu attackieren. Bei Djokovic ist das anders: Er hat den Slice nicht so gerne, spielt bei den Rückhand-Duellen viel lieber Topsin. Und mit dem Slice kann Federer auch einmal das Tempo aus den Ballwechseln herausnehmen und kurz durchschnaufen, um dann wieder zu beschleunigen.

3. Angreifen
Klar ist: Federer wird diesen Final nicht von der Grundlinie aus gewinnen. Das ist die Domäne von Djokovic. Er spielt den Ball auch 50 Mal übers Netz, wenn er muss. Interessant sind die Statistiken aus den beiden Wimbledon-Finals der beiden. 2014 gewann Djokovic 93 Grundlinenduelle, Federer 65. 2015 stand es von der Grundlinie aus 72 zu 50 für den Serben. Die Kunst ist es für Federer zu spüren, wann er angreifen soll. Was gut ist: Djokovic spielt nicht ganz so gute Passierbälle wie Nadal.

4. Kurze Bälle einstreuen
Nicht umsonst bezeichnet man Djokovic, wenn er in Form ist (wie jetzt), als «Djokomachine». Denn er liebt es, im Rhythmus zu sein, hin und her zu wetzen an der Grundlinie, immer wieder den gleichen Ball zu spielen. Es wird nicht zu vermeiden sein, dass sich viele Ballwechsel nach seinem Gusto abspielen. Aber Federer muss versuchen, immer mal wieder den Rhythmus des Serben zu brechen. Dazu eignen sich kurze Bälle, um ihn ans Netz zu locken. Denn dort fühlt sich Djokovic nicht so wohl.

5. Das Publikum anfeuern
Mal eine geballte Faust mehr als sonst oder ein zusätzliches «Chumm jetzä» von Federer können in diesem Final nicht schaden. Er muss das Publikum, das zur Mehrheit hinter ihm stehen wird, dazu animieren, eine Rolle zu spielen, seine Sympathien für ihn lautstark zu äussern. Djokovic, der so gerne von allen geliebt würde, wird das wahrnehmen - und es wird ihn nerven. Im Halbfinal legte er sich sogar mit den Zuschauern an, als diese nach dem zweiten, von Roberto Bautista Agut gewonnen Satz applaudierten. Im verlorenen Paris-Halbfinal gegen Dominic Thiem wirkte er äuserst genervt. Man hat das Gefühl, es brodelt im Serben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • IchDuWir am 14.07.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Theorie ist gut aber....

    Hätte hätte Fahradkette.... Die beiden kennen sich gut und wissen, was sie tun müssen. Vorteile sehe ich auf beiden Seiten. Der heutig Bessere, wird gewinnen. Mein Herz schlägt für Federer... Ich wünsche es ihm so sehr... Habe jetzt schon Schnappatmung. Nocht etwas mehr als 1h,dann geht es los. Habe vor nervosität jeden Winkel meiner Wohnung geputzt;)

  • xxl-bmw am 14.07.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gugus

    weder djokovic noch federer muss was beweisen, geniesst einfach den match und gut ist, die tagesform wird den match entscheiden.

  • Wojekowski am 14.07.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Mensch vs. Hampelmann

    Djokovic wird heute mehrmals aggressiv Frust entladen weil er merken wird, wie viele im Stadion für RF sind. Ich hoffe er bekommt heute mal wieder so richtig eine auf die Kappe!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cristal am 14.07.2019 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Roger machts!

    Nole ist zu verbissen und zu verkrampft um den lockeren Roger zu bezwingen.

  • Edgar Rüdisüli am 14.07.2019 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Haben Rogers Kinder eigentlich den Schweizerpass? Weil er ist Südafrikaner uns sie Albanerin, beide haben sicher nur den B-Blätz. Weiss jemand mehr?

  • boka am 14.07.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der Ungeliebte

    Dlokr der ungeliebte Sieger wird immer ein Schattenmann bleiben, der kaum Respekt erntet, ausser bei seinem Clan in der Heimat. Die Welt kennt nur 2 Götter und einen der einer sein möchte, der mit seinem Herzen-Getue die Leute eher befremdet als befreundet. Da kann er 50 GS gewinnen, er wird ein Schattiger bleiben, Statistiken hin oder her. Auf YouTube kann man sehen wo die realen Bedeutungen liegen. Djokr 96K, Nadal 483K, RF 477K, so sad;)

  • Hugo Hugentobler am 14.07.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hymnensänger

    Hat Fedi eigentlich die RS gemacht? Echte Schweizer gehen ins Militär und singen die Hymne!

    • FataMorgana am 14.07.2019 14:57 Report Diesen Beitrag melden

      Hr. Hugendubbel

      ....und Sie gehn besser wieder auf die Alp zurück, wo Sie hergekommen sind.

    • Simon am 14.07.2019 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hugo Hugentobler

      Hätte er sie gemacht , hätte er gewonnen.

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  • Tom - Bern am 14.07.2019 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    es kommt nur auf eines an

    Und zwar darauf, wer den letzten Ballwechsel gewinnt. Denn derjenige hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass er auch den Final gewinnt. Das Einzige, was ihn nach dem letzten gewonnenen Ballwechsel noch von einem Final-Gewinn abhalten kann ist, dass nach dem Ballgewinn das Spiel aufgegeben wird.