Neuer Ausrüster

10. Juni 2018 15:01; Akt: 10.06.2018 15:04 Print

Wechselt Federer von Nike zu Uniqlo?

von Simon Graf - Der Vertrag mit Nike ist ausgelaufen, und weil die Verhandlungen stocken, könnte die japanische Kleidermarke zum Nutzniesser werden.

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Was würde mit dem RF-Logo passieren, falls Federer Nike verlassen sollte? (Bild: Keystone)

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Es wäre ein Erdbeben in der Branche der Tennisbekleidung. Eigentlich undenkbar. Roger Federer gehört zu Nike wie der «Swoosh», beim US-Sportartikelhersteller hat er die eigene «RF»-Linie. Und sein Manager Tony Godsick ist ja einer, der mit treuen Partnern lebenslange Verträge anstrebt. Doch offenbar ist die Verlängerung des ausgelaufenen Kontrakts mit Nike ins Stocken geraten und könnte nun die japanische Kleidermarke Uniqlo einspringen. Dies berichtet der italienische Journalist Vincenzo Martucci auf der Webseite «Sportsenators.it». Gemäss dem langjährigen Redaktor der «Gazzetta dello Sport» werde Federer bereits in Wimbledon in Uniqlo-Kleidern auftreten.

Ein ähnlicher Coup mit Djokovic

Uniqlo orchestierte 2012 ja schon einen ähnlichen Coup, als es Novak Djokovic von Adidas weglockte. Im vergangenen Jahr beendeten die Japaner, die auch Kei Nishikori unter Vertrag haben, die Partnerschaft mit Djokovic, und der wechselte zu Lacoste. Im Zentrum steht wohl die Frage, ob Nike anstrebt, wie mit Michael Jordan auch über die Aktivkarriere Federers hinaus diesen und dessen Marke zu pushen. Oder ob das Tennis dazu in den USA einen zu geringen Stellenwert hat. Der Zehnjahres-Vertrag, den Federer 2008 mit Nike unterschrieb, war geschätzte 100 Millionen Dollar wert.

In Japan fast omnipräsent, expandierte Uniqlo in den vergangenen Jahren immer mehr ins Ausland. In Paris betreibt es mehrere Filialen, in der Schweiz sind die Kleider noch nicht erhältlich. Nebst Nishikori hat Uniqlo auch den australischen Golfer Adam Scott, 2013 Sieger am US-Masters in Augusta, unter Vertrag. Uniqlo ist in einem anderen Segment als Nike, bietet preislich günstige Kleidung, vergleichbar mit Zara oder H&M. Federers Manager Tony Godsick reagierte nicht auf die Anfrage per Mail, ob der Wechsel zu Uniqlo ein Thema sei.

Welche Schuhe würde er tragen?

Sollte der Wechsel Tatsache werden, würde sich dem 20-fachen Grand-Slam-Champion noch ein Problem stellen: Uniqlo stellt keine Tennisschuhe her. Djokovic spielte deshalb weiter mit Adidas-Schuhen, ehe er zu Beginn dieses Jahres zu Asics wechselte. Und es fragt sich auch, was mit dem RF-Logo geschehen würde, ob der Baselbieter dieses zum neuen Ausrüster mitnehmen könnte. Federer startet am Mittwoch ins Rasenturnier von Stuttgart, gegen den deutschen Mischa Zverev oder einen Qualifikanten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ricardo am 10.06.2018 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Reich und reicher

    Hier geht es doch gar nicht um den Sport, sondern lediglich um Marketing, ergo sponsored Content. Anders gesagt. Man soll dem Umstand huldigen, wie reiche Menschen reicher werden. Und nein, es geht nicht um Neid, sondern um journalistische Inhalte.

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  • frenck z. am 10.06.2018 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nike optik

    nike macht meiner meinung nach, zumindest optisch, attraktivere tennisbekleidung als uniqlo. mir hat bislang noch kein outfit von djokovics uniqlo kollektion so zugesagt wie jene von federer.

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  • Aber Ja doch am 10.06.2018 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ja bitte!

    Wär doch gut und würde die Chancen erhöhen das Uniqlo endlich in der Schweiz Fuss fasst! Top-Produkte zu Top-Preisen (wenigstens im Ausland...).

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hurra hip hip am 11.06.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hurra

    Von der Tennis-Legende abgestiegen zur Geld-Legende.

  • Alexander am 11.06.2018 04:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reputation tschüss

    Der Reputation Schaden wäre gross. Einerseits weil er vom Primus zum ??? wechseln würde. Nike war und ist Teil seines Images. Andererseits transportiert das in die Köpfe der Massen genau das was jetzt umhergeht. Vom Gentleman mit Stil zum Geldgeilen ohne Werte. Ein Wechsel is ja nicht ausgeschlossen aber dieser Wechsel wäre fatal. Mit seinen gelebten gespielten Werten könnte er vielleicht zu Tom Ford und den Laufsteg Wimbledon auf die Spitze treiben ;)

  • Heikel Mr. am 10.06.2018 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch unsympathischer

    Da wird mir diese Person mit Uniqlo noch unsympathischer.

    • Paul Tamakloe am 11.06.2018 03:35 Report Diesen Beitrag melden

      Rächt hesch - schwiige setsch

      Psst. Kein böses Wort über everybodys Darling ... dafür kann man in der Schweiz verhaftet werden :-)

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  • Josep am 10.06.2018 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gier

    Neeein..er ist doch so anders unser Darling. Er rennt nicht dem Geld nach. Nur dem Meistbietenden

  • Dario am 10.06.2018 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uniklo

    Will er wirklich zu Uniklo wechseln? Bei diesem Namen, würde ich es mir nochmal gut überlegen. ;)

    • Lilly Wolf am 10.06.2018 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dario

      Von mir aus , kann er auch zu den Charles Vögele wechseln??? Ist das rede wert?? Wem interessiert das! Können sie alle RF Sponsoren ?? NEIN dann lassen Sie sein! Ist sein Geld

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