Erik Zabel

28. Januar 2009 11:42; Akt: 28.01.2009 13:32 Print

«Bruno hat mir so viele Schmerzen bereitet»

von Herbie Egli - Mit dem Sieg beim Berliner Sechstagerennen ging die Karriere des erfolgreichsten deutschen Radprofis Erik Zabel zu Ende. Der gebürtige Ostdeutsche fuhr in seiner Laufbahn über 200 Siege ein und mit dem Schweizer Sixdays-Fahrer Bruno Risi verbindet ihn eine besondere Beziehung.

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Erik Zabel wechselte 1993 von den Amateuren ins Profilager. Ein Jahr später gelang ihm beim Rennen Paris-Tours der erste internationale Sieg und unzählige weitere folgten. An der Tour de France gewann Zabel sechsmal das grüne Trikot als bester Punktefahrer - 1996 allerdings unter fadem Beigeschmack von Dopingmissbrauch, den er 2007 gestand.

«Bruno hat mir so viele Schmerzen bereitet»

Erik Zabel wollte sein letztes Rennen unbedingt gewinnen und er setzte seinen Wunsch in die Tat um. Zusammen mit seinem Partner Robert Bartko verwies er das Schweizer Duo Risi/Marvulli auf Platz zwei. Bei den Strassenrennen duellierte sich Erik Zabel vor allem mit anderen Sprintgrössen - bei den Sechstagerennen hiess sein Gegner über die Jahre Bruno Risi.

«Bruno hat mir so viele Schmerzen bereitet», wird Zabel in einem Interview mit der «Berliner Morgenpost» zitiert. «Normalerweise hasst man so einen Mann bis ins nächste Leben hinein, aber gerade, weil er mir auf dem Rennrad so viele Schmerzen bereitet hat, habe ich riesigen Respekt vor ihm. Er ist einer von denen, die ich später auch noch privat anrufen werde», so Zabel weiter.

Rücktritt nach 16 Profi-Jahren

Für Erik Zabel ist nun definitiv Schluss mit Profi-Radsport. Über eine mögliche Rückkehr für ein Profirennen meint der 38-Jährige: «Ich würde das ausschliessen.» Seine über 200 Siege kann ihm jedenfalls keiner mehr nehmen und auf etwas während seiner Aktiv-Karriere ist Erik Zabel besonders stolz. «Vielleicht auf die für die Öffentlichkeit unbekannteste Tatsache. Ich war 107 Wochen lang Weltranglistenerster. In dieses Ziel habe ich wohl am meisten investiert. Das war super.»