Unihockey-WM

05. Dezember 2011 23:23; Akt: 05.12.2011 23:24 Print

«Das ist noch kein Triumph»

von Alexandra Stäuble - Mit zwei Siegen und einem Gesamtskore von 40:2 steht die Schweiz vorzeitig im Viertelfinale. Verteidigerin Sabrina Arpagaus drückt aber dennoch auf die Euphoriebremse.

Sabrina Arpagaus hat hohe Erwartungen an ihr Team. (Video: 20 Minuten Online)
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Das Offensivfeuerwerk liess gegen Holland vergleichsweise lange auf sich warten. Obwohl die Schweizerinnen von Beginn weg enormen Druck aufs gegnerische Tor ausübten, wollte der Ball einfach nicht rein. Während im ersten Gruppenspiel gegen Russland alles klappte, scheiterten die Angreiferinnen in der Startphase reihenweise an Sijke Verburg im Tor von Holland.

Das Heimteam liess sich aber nicht von seinem Abschlusspech beirren. Nach zehn Minuten war der Bann gebrochen und die Schweiz zog mit einem Doppelschlag innert zwei Minuten auf 2:0 davon. Verteidigerin Sabrina Arpagaus glänzte bei den ersten beiden Treffern als Assist-Geberin. Nun ging es Schlag auf Schlag: Das Heimteam legte seine Ladehemmungen ab. Bis zum Schlusspfiff folgten siebzehn weitere Treffer. Der Triumph gegen Holland darf laut Arpagaus aber nicht überbewertet werden. «Ich glaube, zu hoch darf man den Sieg nicht einschätzen», so die Verteidigerin. «Wichtig ist, dass wir die Ziele, die wir uns vor dem Spiel gesetzt hatten, zu 70 bis 80 Prozent erreichen konnten.» Wenn man derart überlegen spiele, sei es schwierig, die eigenen Stärken und Schwächen zu anaylsieren. Die Verteidigerin von «Piranha Chur» weiss aber haargenau, was man aus solchen Partien mitnehmen muss. «Wichtig ist, dass man ein gutes Gefühl tankt für die Partien, welche noch kommen.»

Die Defensive wurde noch nicht geprüft

Das Toreschiessen klappt nach Belieben. Die Gruppengegner aus Holland und Russland hatten der Offensivpower der Schweiz nicht viel entgegenzusetzen. Doch wie sieht es hinten aus? Auch im zweiten WM-Spiel wurde die Defensive kaum gefordert. Fazit: Wenn es nichts zu verteidigen gibt, so wird auch Arpagaus zur Stürmerin. «In solchen Spielen ist es wichtig, dass wir uns als Verteidigerinnen ins Spiel nach vorne miteinbinden», so die 30 Jährige. Das habe gegen Holland gut geklappt.

Auf dem Papier ist das letzte Vorrundenspiel vom Mittwoch erneut eine klare Angelegenheit. Gegen Polen werden sich die Angreiferinnen erneut in Szene setzen können und das Visier im Hinblick auf die K.o.-Phase einstellen. Die Verteidigung rund um Arpagaus wird ihr Potenzial dann abrufen müssen, wenn es um die Wurst geht.

«Polen ist ein stärkerer Gegner»

Läuft alles nach Plan, wird sich die Schweiz mit einem Triumph gegen Polen den ersten Platz in der Gruppe sichern. Arpagaus drückt aber vor dem letzten Spiel in der Vorrunde auf die Euphoriebremse. «Polen ist sicherlich ein stärkerer Gegner als Holland und Russland, aber wir machen es nicht vom Gegner abhängig. Wir wollen unseren Plan einhalten und so Schritt für Schritt weitergehen.» Geht es nach dem Gusto der Schweizerinnen, so ist der letzte Schritt derjenige, welcher dem Team nächsten Sonntag die Goldmedaille einbringt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter Gartmann am 05.12.2011 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Super das 20 Minuten Unihockey entdeckt hat. Bitte mehr davon. Auch nach der WM!

  • Hogo Play am 06.12.2011 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Im Halbfinal ists aus.

    Im Halbfinal warten die Schweden, dann war es mit den Finalträumen. Sorry das Team erreicht nicht mehr als Platz 3. Ich hoffe die Zeit mit Coray findet mal ein Ende. Schön wärs gewesen mit einem Titel in der CH. Aber die Schwedinnen sind stärker.

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  • F. Müller am 06.12.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Modus!!! m

    die gruppenphase ist langweillig. Am besten würde die schweiz ihr spiel gegen polen verlieren und das viertelfinal gegen die finnen nehmen und dafür spätestens im final auf schweden zu treffen. Im Alten modus haate die gruppenphase wenigstens den Sinn Schweden(oder finnland wenn man mit schweden in der gruppe war) im Halbfinal auszuweichen. Nationen wie holland, japan und co. gehören nicht an eine WM.

Die neusten Leser-Kommentare

  • F. Müller am 06.12.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Modus!!! m

    die gruppenphase ist langweillig. Am besten würde die schweiz ihr spiel gegen polen verlieren und das viertelfinal gegen die finnen nehmen und dafür spätestens im final auf schweden zu treffen. Im Alten modus haate die gruppenphase wenigstens den Sinn Schweden(oder finnland wenn man mit schweden in der gruppe war) im Halbfinal auszuweichen. Nationen wie holland, japan und co. gehören nicht an eine WM.

  • the famewayne am 06.12.2011 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    staar

    edle sieg, aber d Simone Berner het üs viel zviel gg ufzgi geh>. witerhin viel erfolg Frau Berner Klass 4e Im Lee;-)

  • Hogo Play am 06.12.2011 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Im Halbfinal ists aus.

    Im Halbfinal warten die Schweden, dann war es mit den Finalträumen. Sorry das Team erreicht nicht mehr als Platz 3. Ich hoffe die Zeit mit Coray findet mal ein Ende. Schön wärs gewesen mit einem Titel in der CH. Aber die Schwedinnen sind stärker.

    • skeptiker und kritiker am 06.12.2011 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      hoffentlich früher

      @hogo play die Skandinavierinnen sind sehr stark, schnell und effizient

    • F. Müller am 06.12.2011 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Verliert gegen polen

      Darum sollten sie das spiel gegen polen verliern um nicht gegen die schweden im halbfinal antretten zu müssen. Es besteht zwar das risiko das man keine medallie holt. jedoch falls man die finnen schlägt(was ihnen ja in schon mal gelungen ist) sollte dafür der weg ins finale frei sein.

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  • skeptiker am 05.12.2011 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz nicht überzeugend

    Gegen Holland hatten die Schweizerinnen mehr probleme, die Holländerinnen hatten 2 gute Torhüterinnen, was man auf der Schweizer seite nicht sagen kann, im verhältniss hatten die Schweizerinnen mehr Tor chancen als die Holländerinnen hatten, dafür konnten sie die sie hatte verwerten. Hopp Polen

    • Optimist am 07.12.2011 06:42 Report Diesen Beitrag melden

      Musste lachen

      Skeptizismus in allen Ehren aber dein Kommentar ist ein Witz. Du behauptest die holländischen Stürmerinnen sind effizienter und ihre Torhüterinnen besser. Bei einer 19:1 Niederlage? Come on...

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  • Walter Gartmann am 05.12.2011 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Super das 20 Minuten Unihockey entdeckt hat. Bitte mehr davon. Auch nach der WM!