Nationalcoach Rolf Kern

14. Dezember 2019 22:47; Akt: 15.12.2019 09:27 Print

«Dass es so aufgeht, ist nicht alltäglich»

Die Schweizer Unihockeyanerinnen stehen nach einem Halbfinal-Krimi am Sonntag im WM-Endspiel. Nationaltrainer Rolf Kern ist vorbereitet auf die Schwedinnen.

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Was für eine verrückte Wende! Das Schweizer Unihockey-Frauen-Nationalteam schafft an der Heim-WM ein Wunder, macht in den letzten zwei Minuten des Spiels einen 2:6-Rückstand gegen Tschechien wett, gewinnt in der Overtime 7:6 und steht erstmals seit zehn Jahren wieder in einem WM-Final, der am Sonntag um 16.30 Uhr angepfiffen wird. Die Stimmen zum «Wunder von Neuenburg».

«Wir haben uns einmal gesagt: Wenn der Tag X da ist, an dem wir die Chance haben, in den Final zu kommen, werden wir alles geben. Ich glaube, es hat niemand daran gezweifelt, dass wir das Spiel nicht noch kehren können», sagte eine überglückliche Corin Rüttimann. «Vor allem glaube ich, dass niemand auf die Uhr geschaut hat, sondern nur gegangen und gegangen und gegangen ist – und schlussendlich ist es aufgegangen. Das ist unglaublich cool!», so die Topskorerin des Nationalteams.

Dank vier Toren von Julia Suter (2), Seraina Ulber und Michelle Wiki konnte die Schweiz von innerhalb nur 79 Sekunden zum 6:6 ausgleichen und erzwang die Verlängerung. Spätestens da sei der mentale Vorteil beim Heimteam gelegen, sagte Torhüterin Monika Schmid, die einen Penalty hielt. Die Tschechinnen hätten danach keinen Fuss mehr vor den anderen gebracht.

Startphase total verschlafen

«Das Thema war schon: Egal was passiert, wir spielen immer weiter und weiter bis wir nicht mehr können», sagt Nationaltrainer Rolf Kern, «dass es dann so aufgeht, ist sicher nicht alltäglich.» Wie erklärte sich Kern aber die schwache Startphase seiner Mannschaft?

«Wenn sie uns brechen wollen, müssen sie von der ersten Minute an Vollgas gehen und das haben sie dann auch gemacht», sagt der Schweizer Nationaltrainer zu den Gründen, warum sein Team den Start verschlafen hat. «Sie haben uns hoch den Ball abgenommen, in den ersten zehn Minuten alle Zweikämpfe gewonnen und wir standen neben den Schuhen. Nach dem 0:3 wurde es natürlich schwierig, zudem hatten sie das Momentum auf ihrer Seite. Umso mehr war es danach der Verdienst der Mannschaft, dass wir bis am Schluss gefightet haben.»

«Als Underdog gegen Schweden»

Der Gold-Traum lebt. Am Sonntag treffen die Schweizerinnen im Final auf die Schwedinnen, die sich gegen Finnland durchsetzten. Die Equipe von Trainer Rolf Kern startet als Underdog in die Begegnung. Der bisher einzige Sieg der Schweizerinnen gegen Schweden liegt fast 15 Jahr zurück.

«Wir gehen sicher nicht in einen Final und denken, dass wir schon zufrieden sind mit dem bisher Erreichten. Unser Ziel war immer, dass wir Spiel für Spiel nehmen und versuchen, unseren Gameplan umzusetzen. Das werden wir auch am Sonntag versuchen.» Und wie sieht dieser aus? «Gut starten, die Zweikämpfe aggressiv bestreiten. Ihre Stärke liegt sicher im Spiel mit dem Ball und weniger im Spiel ohne den Ball. Das heisst: Unsere Chance geduldig herausspielen und entsprechend den Killerinstinkt an den Tag legen und skoren.»

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(ete/erh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rey27 am 15.12.2019 00:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Let's Go

    Mit Schweden haben wir noch ein paar offene Rechnungen, Zeit diese zu begleichen, let's go Mädels, holt das Ding! :)

  • Roy am 15.12.2019 01:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heldinnen

    Es ist einfach der Hammer euch zu zuschauen! Ihr habt definitiv einen neuen Fan! Für mich seid ihr so oder so alles Heldinnen!

  • Bünzli am 15.12.2019 00:02 Report Diesen Beitrag melden

    Adler

    Da können sich die Doppeladler etwas davon abschauen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • alfmir am 15.12.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    ..nur im Angeben Weltklasse...

    Erst die Eishockey Nati, jetzt die Unihockeyanerinnen in einem WM Endspiel.. Wann endlich die überbezahlten Fussball "Stars"..? Mit diesem Trainer wohl eh ein Ding der Unmöglichkeit.. Mit dem waren sie schon beim Turnier um die "Goldene Ananas" im Sommer chancenlos..

  • Boris am 15.12.2019 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, was für eine unglaubliche Leistung.

    Meine Mutter ist sportlicher, jetzt wirklich ohne Witz, und sie ist über siebzig Jahre alt.

    • Leser am 15.12.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      Sie trauern dem Patriarchismus nach

      Wenn ich Ihre Beiträge lese, entziffere ich nur negatives zur Leistung der Damen. Besser wäre es, das Sie sich still in ihr Kämmerlein zurückziehen würden.

    • Dubist Lustig am 15.12.2019 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leser

      Das sollten dann wohl doch eher die erwachsenen Unihockeyler, sich verdrücken. :)

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  • C.H. am 15.12.2019 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur WOW!!!

    Schon lange nicht mehr soviel Kampfgeist von SchweizerInnen gesehen. Diese Mannschaft ist jetzt schon der Gewinner des Jahres!

    • Ehm Sorry am 15.12.2019 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @C.H.

      Ich sehe keine Mannschaft, nur einen Sexisten. Ob er wohl bei jeder schon mal.. du weisst schon was, oder? Sieht so aus auf den Fötelis.

    • Bruce am 15.12.2019 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      Ich auch nicht.

      Das letze Mal 1191.

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  • a.meyer am 15.12.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Was was für Mädels

    Ich bin Sprach los. Wow was für Mädels. Und weiter so.

  • Boris am 15.12.2019 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit

    Die Tschechinnen hatten Pech aber eigentlich besser gespielt, die Schweizerinnen hatten einfach nur Glück, Bravo.