ESAF 2019

24. August 2019 18:22; Akt: 24.08.2019 18:23 Print

«Es ist eine Riesen-Geschichte hier in Zug»

Die Hälfte des Pensums am ESAF ist absolviert. Das sagen nach dem ersten Tag die grössten Anwärter auf den Königstitel und weitere Protagonisten.

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150 Kilogramm Jubel: Schwingerkönig Christian Stucki. Fassungslosigkeit beim neuen Champion Christian Stucki. Verständlich, die Enttäuschung beim Innerschweizer Schlussgangverlierer Joel Wicki. Der Königskuss mit Frau Cécile. Grosser Jubel: Christian Stucki ist Schwingerkönig 2019. Der 34-Jährige besiegt im Final Joel Wicki. Fast synchron sind Sven Schurtenberger (links) und Armon Orlik im 7. Gang. Siegermuni Kolin, das Objekt der Begierde, mischt sich unters Volk. Da konnten sie noch jubeln: Nach dem 4. Sieg im 4. Gang waren Joel Wicki und die Innerschweizer im Hoch. Entspannt lassen sich die Geschehnisse im Public Viewing verfolgen. Geballte Faust bei Armon Orlik: Auch der Bündner war lange makellos unterwegs. Freudenschrei auch bei Christian Stucki: Der Berner gewann die vier ersten Gänge. Einer der Favoriten, der die Erwartungen nicht erfüllen konnte: Samuel Giger zieht nach der zweiten Niederlage von dannen. Joel Wicki machte mit seinen Gegner jeweils kurzen Prozess. Nach vier Gängen hatte er kaum eineinhalb Minuten geschwungen. Werner Suppiger bekam Klasse und Kilos von Christian Stucki zu spüren. Die Schulter macht nicht mehr mit. Das Transportmittel erscheint ungewohnt, doch auch Schwinger müssen mit Verletzungen vom Platz gebracht werden. Die Kampfrichter sind bereit. Ein grossartiger Blick über ein noch grossartigeres Festgelände. Das Objekt der Begierde in Zug: Der Sieger kann zwischen Muni Kolin oder 30'000 Franken Prämie wählen. Pirmin Reichmuth kühlt sich nach der Niederlage gegen Christian Stucki im Anschwingen ab. Sie müssen sehr viel aushalten: Die Schwinghosen. Schwinghemden allenthalben in Zug. 56'500 Zuschauer kamen gestern in die Arena Früh übt sich, wer beim Anschwingen dabei sein will. Die leere Arena am frühen Samstagmorgen. Der grosse Sieg im Anschwingen: Christian Stucki hat Pirmin Reichmuth bezwungen. Einmarsch der Gladiatoren. Michael Bless ist ebenfalls ein Sieger am frühen Morgen in Zug. Imposant auch bei der Vorbereitung: Christian Stucki. Nicht ganz stilrein: Nick Alpiger (links) und Samuel Giger im 1. Gang. In der Schwingarena in Zug wird bis am Sonntag, 25. August 2019, der Schwingerkönig gesucht. Am Freitag wurde das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest eröffnet. OK-Präsident Heinz Tännler sticht das erste Fass Bier an. Dann können bereits die ersten Biere ausgeschenkt werden. Das Schweizer Fernsehen sendet über 18 Stunden live vom Schwingfest unter der Regie von Beni Giger. Der traditionelle Fahnenempfangang fand auf dem Landsgemeindeplatz in Zug statt. Am anschliessenden Festumzug grüssten die Jungschwinger... ...die Trachtenleute... ...ob gross oder klein. ...und natürlich die Fahnenträger. Blasmusik wird den Zuschauern beim Festumzug ebenfalls geboten. Ein Jungschwinger hat sich mit Enzian-Haarschnitt besonders herausgeputzt. Tausende verfolgen den Festumzug durch die Stadt. Der Feldschlösschen-Sechsspänner ist ein Blickfang. Petrus ist den Organisatoren gut gesinnt, der Umzug findet bei perfekten Wetterbedingungen statt. Bundespräsident Ueli Mauer (M.), der hier neben OK-Präsident Tännler (l.) dem Volk zuwinkt, lässt sich diesen besonderen Anlass als Ehrengast natürlich nicht entgehen. Der ehemalige Schwingerkönig von 1986, Harry Knüsel, ist als offizieller Botschafter des ESAF 2019 zugegen. Das ESAF prägt die Stadt Zug. Ein Schaufenster mit der Aufschrift «Id' Hose Manne!» macht auf den Grossevent aufmerksam. In Cham sind eingekleidete Schwinger-Bären aus Holz zu bewundern. Mittagspause: Die Zuschauer geniessen die Käse- und Fleischplatte. Impressionen von Festakt mit Männern ... ... und Frauen. Auch das Alphorn darf dabei nicht fehlen. Einer der Stars des Wochenendes: Kolin wird auch den Zuschauern beim Public Viewing präsentiert. Der Auftritt des Bundespräsidenten: Ueli Maurer und seine Rede während des Festakts. 2019 gibt es auch Stromgitarren am Eidgenössischen: Gölä (links) und Trauffer (rechts) rocken die Arena Das Steinstossen, eine weitere Attraktion am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Hier ein Athlet von vorne ... ... und einer von hinten.

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Joel Wicki:

«Zum Glück habe ich heute noch nicht so viel Energie verloren, das wird mir enorm helfen morgen. Morgen muss ich fighten, alles geben, morgen gehts um den Titel. Es ist eine Riesengeschichte hier in Zug, fast unglaublich. Als Athlet darf man nicht zu viele Emotionen zeigen, aber das Publikum reisst mich unglaublich mit. Für mich kommt es nicht drauf an, ob ich am Sonntagmorgen gegen Armon Orlik oder Christian Stucki antreten muss.»


Wieder schnell: Wicki bodigt Schneider im 4. Gang. Quelle: SRF

Christian Stucki:

«Ich bin sehr zufrieden. Morgen ist aber auch noch ein Tag. Es war wichtig, zwischen den Gängen den Fokus wieder runterzufahren und wenn man weiss, gegen wen man kommt, dann wieder fokussieren. Man muss versuchen, jeden Gegner zu schlagen, aber der Sieg gegen Pirmin Reichmuth zum Auftakt des Festes war schon ein Zückerli.»

Armon Orlik:

«Alle Gänge waren Herausforderungen, aber von der Spannung her war der erste Gang der Schwierigste. Ich habe nicht das Gefühl, dass der ganze Druck meines Teilverbandes auf mir lastet, wir haben noch andere Waffen im Köcher. Gegen wen ich am Sonntagmorgen schwinge, ist egal. Meine Form passt eigentlich.»

Kilian Wenger:

«Ich bin zufrieden mit dem ersten Tag. Ich bin neun Jahre älter als bei meinem Sieg in Frauenfeld, aber sonst hat sich nicht so viel verändert, vom Fest und dem ganzen Drumherum. Mein Fahrplan stimmt, auch wenn ich einen Gestellten auf dem Notenblatt habe. Jetzt will ich mich gut erholen und dann morgen Gang für Gang nehmen.»

Marcel Bieri:

«Es war ein megaschöner Tag, der mit zwei Siegen gegen starke Gegner schon optimal begann. Wenn man einen Tag mit einem Sieg abschliessen kann, gibt das immer ein gutes Gefühl für die Fortsetzung. Ich habe heute gesehen, dass mich das Zuger Heimpublikum pusht, und nicht hemmt. Wenn ich morgen meinen ersten eidgenössischen Kranz hole, bin ich auf jeden Fall zufrieden, alles andere wäre dann Zugabe.»

Resultate und Tabellen

(mke)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • esaf am 24.08.2019 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    60 000 zushacher und nicht ein negativer zwischenfall. das esaf ist als würde man die zeit zurück drehen, wo hier noch alles in ordnung war!

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  • Samuel Müller am 24.08.2019 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Alle haben es verdient, aber....

    Dem Stucki würde ich es gönnen. Sympatischer gehts schon gar nicht.

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  • Jacka am 24.08.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..und am Ende..

    ..sind alle liebe Böse.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 25.08.2019 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwingfest

    Als Anwohner stören mich eigentlich nur die vielen Helikopter. Ist das nötig?

  • H. Uligan am 25.08.2019 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    17 Pers. im Spital?

    UI neeeeein, doch nicht am urchigen Schwingfest wo nur echte anständige Schweizer hingehen. Das muss ein Irrtum sein, waren wohl betrunkene FCZ Hools auf dem Heimweg aus Bern. Mit kleinem Umweg.

    • Tinu am 25.08.2019 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H. Uligan

      17:200000 Leuten an einem Abend. Na,hat es klick gemacht? Ihr Vergleich ist sehr Lustig,sorry.

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  • Volley am 25.08.2019 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schön wärs

    Sonntag morgen,17 Verletzte nach streitereien...ich glaube,wenn man gar nichts mehr will,dann an einem Volleyball Turnier.

  • gu. z am 25.08.2019 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kann man ernst nehmen

    bei allen denen die hier was von freidlich posaunen, 220 behandlungen, 17 im kh und das sind nur zahlen für die öffentlichkeit sind. die def zahlen dürften weitaus höher sein. selbst wenn es 60 zuschauer gewesen sind wäre es nicht frei von prügeleien und saufbrüdern. 60000 waren es nie, wo ihr immer solche zahlen hernehmt ist mir ein rätsel

    • Minerspeed am 25.08.2019 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gu. z

      Warst Du vor Ort??? Wenn nicht lass einfach das schreiben sein.

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  • Marc Kembu am 25.08.2019 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grundwerte pflegen

    Endlich wird wieder einmal unsere Schweiz gepflegt und gezeigt. Das sind unsere echten Werte. Man sollte alles moderne endlich verbieten und sich mehr diesem tollen Sport zuwenden.

    • Gimsby am 25.08.2019 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Kembu

      Genau, alles moderne Verbannen und leben wie vor ein paar hundert Jahren... Gohts no??

    • kilian k. am 25.08.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

      Genau, während sage und schreibe

      3 Tagen! Und sonst helfen auch die in Zug anwesenden Zeitgenossen grossmehrheitlich kräftig mit, die Schweiz an die Wand zu fahren.

    • H.B. am 25.08.2019 07:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Kembu

      Was meinen Sie genau mit modern?

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