Transsportler

06. November 2018 08:03; Akt: 06.11.2018 08:15 Print

«Testosteron macht einen Sportler nicht trainierter»

von Herbie Egli - Für Janna Kraus von Transgender Network Switzerland sollen Transmenschen im Sport in Zukunft kein Tabuthema mehr sein.

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Frau Kraus, Transmenschen machen vermehrt Schlagzeilen im Sport. Nehmen solche Meldungen in Zukunft zu?
Idealerweise würde es Berichte mit Fokus auf Transition und Identität gar nicht mehr brauchen. Ziel ist es, dass das Individuum und die sportliche Leistung gewürdigt werden.

Ist es für Transmenschen einfach, beim Verband eine neue Lizenz zu erhalten?
Das ist sehr unterschiedlich. Die Richtlinien des IOC und der Welt-Anti-Doping-Agentur geben eine Vorgehensweise vor, sind aber für die Verbände nicht direkt verpflichtend. Diese erweitern allerdings ihre eigenen Reglemente, sodass in Zukunft Sicherheit und Transparenz bestehen.

Ist die Körperbelastung für einen Transmenschen im Sport grösser, wenn er sich einer Hormonbehandlung unterzieht?
Einzelne Phasen der Hormonbehandlung haben natürlich einen Einfluss auf die körperliche Fitness. Testosteronblocker können phasenweise Gefühle von Schlappheit auslösen. Aber genauso unterliegen Cis-Sportler und -Sportlerinnen Schwankungen aufgrund ihres Hormonspiegels.

Verstehen Sie die Kritik der Cis-Sportler und -Sportlerinnen, die sich benachteiligt fühlen?
Die meisten Befürchtungen basieren auf der Vorstellung, dass Testosteron verherrlicht und als Erfolgsgarantie gesehen wird. Weder Hormonstatus noch Chromosomen oder Genitalien machen einen Menschen geschickter oder trainierter in einer Sportart.

Ist ein Transmensch im Sport konkurrenzfähig?
Das entscheidet nicht das Geschlecht. Man muss auch bedenken, wie absurd die Situation werden kann, wenn man die Geburtsurkunde als letzte Instanz sieht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dk10 am 06.11.2018 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Testosteron erhöht die leistung eines sportlers fertig schluss da gibt es millionen von beispielen einfach mal ehrlich sein und dazu stehen!

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  • Ehrlicher Typ am 06.11.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlechts-Dysphorie

    Männer und Frauen unterscheiden sich anatomisch in Körpergröße, Gewicht, Muskelmasse und Körperbau. Männer sind im Schnitt 12 cm größer und 10 bis 20 kg schwerer als Frauen. Während der Körperbau bei Frauen rumpfbetont ist, sind bei Männern die Extremitäten betont. Frauen haben kleinere Atemwege, und auch ihre Herzen und Lungen sind relativ kleiner, die Herzfrequenz relativ höher, die Blutmenge und der Wert des Sauerstofftransporteurs Hämoglobin sind relativ niedriger als bei Männern. Somit hat ein Mann, der in der Frauen-Eishockey-Liga spielt, überproportional mehr Vorteile.

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  • Zwicki am 06.11.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    die Ausgangsbasis ist anders

    Die Hormone machen einen Menschen schon nicht trainierter, trainieren muss er immer noch selber. Aber die Ausgangsbasis ist eine ganz andere. Sonst könnte man die Paralympics und die Frauenkategorien sofort abschaffen, wenn die höchstmögliche erzielbare Leistung nur vom Trainingsumfang abhängen würde und nicht von körperlichen Voraussetzungen (wozu das Geschlecht gehört) und Talent inklusive Leistungsbereitschaft (grossteils in den Genen begründet).

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs am 06.11.2018 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fair

    Man sollte alle Transgender bei sportlichen Wettkämpfen entsprechend ihrem genetischen Code antreten lassen und bei einer Therapie mit Testosteron sperren. Ich habe nichts gegen diese Menschen, aber ein genetisch definierter Mann, dem hohe Leistungen leichter fallen, darf nicht bei Frauenwettkämpfen die Medallien abräumen.

  • Amerigo C. Goldstein am 06.11.2018 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Handicap

    Ich bin voll dafür, dass Transmenschen ihre gewählte Identität leben können. Aber beim Sport kann man nicht darüber hinwegsehen, dass sie aufgrund ihres ursprünglichen Geschlechts Vor- und Nachteile gegenüber ihren gewählten Geschlechtsgenoss(en)innen haben. Diesen Umstand einfach auszublenden ist unsportlich. Eine Lösung ist schwierig, ich würde sowas wie das Handicap im Golf einführen. Erreicht eine Transfrau Leistungswerte, wie sie eine festzulegende Referenzgruppe der Männer erreicht, soll sie als Frau bei den Männern antreten müssen und umgekehrt.

  • Gibt es das? am 06.11.2018 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt

    Männer , die früher Frauen waren. Auch im Männersport erfolreich?

  • Wendyyyy am 06.11.2018 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Intolerant

    Wieso sind hier so viele die absolut keine medizinische ahnung haben und dazu noch sehr intolerant sind ? Es gibt keinen vorteil weil Transfrauen keinen Testosteron produzieren entweder wegen den Test Blockern oder nach der Ope. Ohne Hoden kein Testo. Und es gibt auch kein körperlicher Vorteil. Bin gerade mal 170 und nicht breit gebaut und durch hormone gehen auch die muskeln weg. Wenn man estrogen nimmt dann kommen die Gene der Mutter ins Spiel und vorhin waren es noch die gene des Vaters.

  • Lemone am 06.11.2018 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wissen sie es?

    Ich bin mir nicht sicher ob diese Trans-Sportler ungebildet sind. Oser ob sie die Wahrheit nicht eekennen wollen. Logisch macht es einen Unterschied ob du als Mann oder Frau geboren bist.