den Weltcup-Springen in Engelberg

18. Dezember 2008 23:01; Akt: 18.12.2008 20:36 Print

Überflieger Ammann will jetzt auch den Heimsieg

Simon Ammann (27) ist in einer Traumform. An den Weltcup-Springen in Engelberg möchte der Weltcup-Leader ein Jahr nach Andreas Küttel für den zweiten Schweizer Sieg sorgen.

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Die Grossschanze in Engelberg ist nach dem Titlis benannt. Ammann schwebt derzeit auf einer Wolke weit über dem 3238 m hohen Touristen-Magneten. Als er sich auf YouTube seine zwei Traumsprünge von letzter Woche in Pragelato anschaute, geriet Ammann selber ins Staunen. «Solche Sprünge beschäftigen einen auch zwei Tage später noch», sagt er. «Wenn man sogar Gregor Schlierenzauer meterweise überflügelt, versucht man das irgendwie einzuordnen.»

Auch die Betreuer schwärmen. «Ich habe noch selten jemanden so gut springen sehen», sagt Ammanns Trainer Martin Künzle. Swiss-Ski-Disziplinenchef Gary Furrer spricht von einem «Flow-Zustand» wie in der Zeit um Salt Lake City 2002, als Ammann Doppel-Olympiasieger wurde. Furrer schätzt seine momentanen Leistungen sogar höher ein: «Damals kamen Simon die Umstände entgegen. Sein jetziges Hoch hat er sich hingegen minutiös erarbeitet.»

Die «Machtdemonstration» (so Furrer) von Pragelato kam im Lager der Österreicher einigen in den falschen Hals. Vor allem ÖSV-Trainer Alexander Pointner haderte über Gebühr, weil die Punktrichter übersahen, dass Ammann bei einer Landung leicht in den Schnee gegriffen hatte. «Da herrscht anscheinend eine gewisse Nervosität», kommentiert Ammann die Scharmützel mit der Gelassenheit eines Siegers.

(si)