Unihockey-WM

10. Dezember 2011 18:16; Akt: 10.12.2011 20:56 Print

2:11 - Schweiz verpasst Final deutlich

Schweden war für die Schweizer Unihockeyanerinnen wieder einmal eine Nummer zu gross. Nach einem rabenschwarzen ersten Drittel verloren die Schweizerinnen den WM-Halbfinal mit 2:11.

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Schweden jubelt über den WM-Titel. Im Spiel um die Goldmedaille bezwangen die Schwedinnen ihre finnischen Kolleginnen 4:2. Grenzenlose Enttäuschung bei den Schweizerinnen: Auch die Bronzemedaille ist weg. Dabei fing alles so gut an: Corinne Rüttimann erzielt das 2:0 für ihr Team. Rang drei ist zum Greifen nahe. Bis zum Schlussdrittel. Dann drehen die Tschechinnen auf und gleichen zum 2:2 aus. Die Schweiz vergibt eine Unmenge an Hundertprozentigen und muss zuschauen ... ... wie Tschechien in Führung geht und diese bis zum Schluss nicht mehr abgibt. Die Überraschung ist perfekt: Tschechien gewinnt die Bronzemedaille an der Unihockey-WM 2011. Grosse Enttäuschung für die Schweizerinnen: Nach dem 2:11 gegen Schweden im Halbfinal müssen sie im kleinen Final um Bronze kämpfen. Das Heimteam erwischt einen schlechten Start: Bereits nach 20 Minuten führt Schweden mit 6:1. Die Schwedinnen können am Sonntag ihren WM-Titel verteidigen. Lange Gesichter bei der Schweizer Nationalmannschaft. Nach dem deutlichen Sieg über Tschechien trifft Finnland im WM-Final auf Schweden. Finnland ist das einzige Team, welches Schweden die vergangenen sechs Jahre bezwingen konnte. Diese Affiche verspricht Spannung pur! Die Fans freuen sich auf das skandinavische Endspiel an der Unihockey-WM 2011. Nach der Schweiz und Schweden zieht mit Finnland auch der dritte Titelfavorit souverän in den Halbfinal ein. Verteidigerin Laura Kokko und Keeperin Joanna Mäkelä strahlen nach dem Sieg gegen Polen um die Wette. In einem WM-Viertelfinal reicht es halt nicht, wenn man sich nur hinten reinstellt. Auch Tschechien schafft es in den Halbfinal. Dort geht es am Samstag gegen Finnland. Corin Rüttimann (l.) und Julia Suter freuen sich: Die Schweiz steht im WM-Halbfinal. Priska von Rickenbach teilt ihre Freude darüber mit Mimo. Captain Simone Berner verschiesst zwar in der 6. Spielminute einen Penalty... ...Stürmerin Mirca Anderegg bringt die Schweiz aber danach mit ihren beiden Treffern (2:1 und 4:1) auf Halbfinalkurs. Nun wartet der amtierende Weltmeister aus Schweden. Der skandinavische Viertelfinal geht klar an Schweden. Wenns passt, dann passts! Im Team von Schweden stimmt derzeit alles, auch das Schuhwerk von Karolina Widar. Manchmal muss der Frust einfach raus! Dieser Fan aus Norwegen wird von Mimo getröstet. Die Schweiz gewinnt auch das dritte Gruppenspiel überlegen. Obwohl der Sieg nicht so hoch ausfällt wie erhofft, sind die Fans zufrieden. Nicht zufrieden ist in diesr Situation Natalie Stadelmann. Die Stürmerin ärgert sich über ein aberkanntes Tor. Nun spielt die Nationalmannschaft am Donnerstag gegen Lettland um den Einzug in den Halbfinal. Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen die Schweiz und Polen kommt Russland doch noch zu einem Sieg. Die Bilanz von Holland ist dagegen vernichtend: Drei Spiele, drei Niederlagen. Dennoch vergeht den Oranjes die Lust am Singen nicht. Schweden siegt weiterhin und macht seine mitgereisten Fans glücklich. Eines ist sicher: Der Schiedsrichter muss sich entscheiden, welches Team Recht beh. Im Viertelfinal kommts nun zum skandinavischen Duell zwischen Schweden und Norwegen. Wenn man vom Nachbarland derart deutlich abgefertigt wird, kann man sich ruhig in die Ecke verkriechen und ein wenig heulen. Tschechien qualifiziert sich souverän für den Viertelfinal. Japan scheidet nach der dritten Niederlage vorzeitig aus. Die Freude über diesen Treffer lassen sich die Spielerinnen aber nicht nehmen. Endlich erfolgreich! Die USA kommt im letzten Gruppenspiel zum ersten Sieg. Diese Fans haben was zu feiern. Norwegen sichert sich das Viertelfinal-Ticket. Lässt sich die ungarische Torhüterin diesen Ball noch klauen? Mit 0:30 verlieren die US-Girls gegen Schweden. Diese Fans lassen sich dadurch aber nicht die Stimmung verderben. Der Titelfavorit aus dem Norden gewinnt auch sein zweites Spiel überlegen. Seltenes Bild: Für einmal kann die amerikanische Keeperin einen Schuss abfangen. Erste-Hilfe-Koffer oder Getränkebox? Der finnische Coach erklärt den nächsten Spielzug. Sind das Kän­gu­rus? Bald dürfen sie wieder in Down Under hüpfen. Die Australierinnen scheiden nämlich nach der Vorrunde aus. Diese Tschechin hat sich fürs Einwärmen ein besonderes Tenü ausgesucht. Kurz vor dem Anpfiff streifen sich dann aber alle das richtige Trikot über den Kopf. Für die slowakische Keeperin wird es eng. Ob sie diesen Ball noch erwischt? In dieser Szene hat sie dagegen alles im Griff - allen voran das Gehäuse. Im zweiten Gruppenspiel glänzen die Schweizerinnen erneut mit Offensivpower. Julia Suter (r.) jubelt mit ihren Teamkolleginnen über einen Treffer. Weg da! Stürmerin Tanja Stella scheint der holländischen Torfrau die Sicht zu nehmen. Immerhin: Die tapfer kämpfenden Holländerinnen kommen zum Ehrentreffer. Die zahlreichen Fans freuen sich über das Tor. Nina Bärtschi wird nach der Partie zur besten Schweizerin gekürt. Die Titelverteidigerinnen aus Schweden starten ebenfalls gut ins Turnier. Sie kommen zu einem überlegenen 23:0-Sieg gegen Japan. Wenigstens eine Japanerin kann nach der Klatsche gegen Schweden noch lachen. Die Autogramme der Schwedinnen sind in St. Gallen heiss begehrt. Am zweiten Tag der WM überraschen die Deutschen mit einem neuen Haarband. Der Wechsel zahlt sich aus: Mit den neuen Farben gewinnen sie gegen Australien mit 8:0. Australien muss bisher unten durch (1:13 gegen Finnland und 0:8 gegen Deutschland). Es bleibt den Spielerinnen nichts anderes übrig, als die beiden Niederlagen mit einem kräftigen Schluck runterzuspülen. Der Schiedsrichter sieht sich gezwungen, die Partie USA - Dänemark für einen kurzen Moment zu unterbrechen. Lettland sucht sich vor dem Spiel gegen Finnland ein ruhiges Plätzchen. Bundesrat Ueli Maurer eröffnet die Unihockey-WM der Frauen in St. Gallen. Die Schweiz spielt in der Gruppe A gegen Holland, Russland und Polen. Captain Simone Berner führt ihr Team für das erste Spiel an der Heim-WM aufs Feld. Dies vor einer atemberaubenden Kulisse. 1900 Zuschauer fanden den Weg ins St. Galler Athletik Zentrum. Ein Start nach Mass: Die Schweiz feiert einen 21:1-Kantersieg gegen Russland. Stürmerin Mirca Anderegg (r.) ist mit vier Vorlagen und einem Treffer massgeblich am Erfolg beteiligt. Erfolgreichste Skorerin für die Schweiz ist aber Julia Suter. Sie trifft fünfmal ins Schwarze und gibt drei Vorlagen. Auch wenn die Russinnen nichts vom Spiel haben, kommen sie zum Ehrentreffer. Die erst Sechzehnjährige Svetlana Wiktorowa freut sich über ihr Tor zum zwischenzeitlichen 1:13. Nach dem Spiel erfüllt Captain Simone Berner zahlreiche Autogrammwünsche. Auch unsere nördlichen Nachbarinnen sind bei der WM mit dabei. Die Deutschen tragen an der WM ein spezielles Haarband. Diese Fans aus Lettland mögens ebenfalls haarig. Ob nun mit oder ohne Haarband: Die beliebteste Frisur bei den Spielerinnen sieht so aus (hier die Ungarin Vivien Jetzin). Unihockey ist ein Sport mit reichlich Körperkontakt. Die ungarische Keeperin braucht eine kurze Auszeit. Auch Ungarns Torfrau erwischts im Gesicht. Die Keeperinnen müssen stets wachsam sein (hier die holländische Schlussfrau). Auch diese Unparteiische hat sich eine spezielle Haarpracht ausgedacht. Australien wird in der St. Galler Kreuzbleiche kräftig unterstützt. Das Team aus Down Under ist gegen Finnland aber chancenlos und verliert mit 1:13.

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Den angestrebten zweiten WM-Titel nach 2005 können die Schweizerinnen nach der verlorenen Neuauflage des letzten WM-Finals nicht mehr gewinnen. Im Spiel um Rang 3 treffen sie nun zum Abschluss der WM auf Tschechien.

Die Schwedinnen waren wie erwartet eine Nummer zu gross für die Schweizerinnen. Dazu legte das Team von Trainer Felix Coray einen klassischen Fehlstart hin. Nach knapp acht Minuten lagen die nervösen und fehleranfälligen Schweizerinnen bereits 0:3 zurück. Und wenn Torhüterin Heidi Jud nicht mehrere gute Paraden gezeigt hätte, der Rückstand wäre noch höher ausgefallen. Nach dem ersten Drittel stand es trotzdem bereits 1:6; der erste Sieg gegen Schweden an einer WM lag bereits frühzeitig ausser Reichweite.

In der Folge kamen die Schweizerinnen im mit 2520 Zuschauern ausverkauften St. Galler Athletik Zentrum zwar etwas besser ins Spiel, mehr als Schadensbegrenzung lag gegen den physisch und spielerisch klar überlegenen Titelverteidiger aber nicht drin. Die Schweizer Tore erzielten Silvana Nötzli (zum 1:3) und Ramona Gabathuler (2:6). Überragend auf der Seite Schwedens agierten Sara Kristoffersson mit 6 und Josefina Eiremo mit 5 Skorerpunkten.

Telegramm:

Schweiz - Schweden 2:11 (1:6, 1:2, 0:3)
Athletik Zentrum, St. Gallen. - 2520 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koskinen/Rannikko (Fi).
Tore: 4. Larsson (Karlsson) 0:1. 5. (4:24) Eiremo (Kristoffersson) 0:2. 8. (7:44) Kristoffersson (Eiremo) 0:3. 9. (8:39) Nötzli (Hofstetter) 1:3. 11. Kristoffersson (Larsson) 1:4. 13. Wikström (Widar) 1:5. 20. (19:39) Kristoffersson (Eiremo) 1:6. 25. Gabathuler (Suter) 2:6. 29. Kristoffersson (Lindström) 2:7. 37. Eiremo (Kristoffersson) 2:8. 45. (44:55) Widar (Tjärnström) 2:9. 46. (45:13) Eiremo (Lindström) 2:10. 56. Larsson (Eriksson/Ausschluss Hofstetter) 2:11.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz: Jud; Gabathuler, Berner; Marti, Arpagaus; Rittmeyer, Hofstetter; Zimmermann; Suter, Rüttimann, Anderegg; Vögeli, von Rickenbach, Bärtschi; Stettler, Stadelmann, Nötzli; Wiki.
Schweden: Pettersson; Wibron, Krantz; Samuelsson, Gustafsson; Scheer, Eriksson; Edberg; Tjärnström, Widar, Wikström; Lindström, Eiremo, Kristoffersson; Karlsson, Wijk, Larsson; Strömberg, Lundström.
Bemerkungen: Schweiz ohne Stella (nicht eingesetzt) und Schmid (Ersatztorhüterin). Nötzli verschiesst Penalty (52.).

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • g.Punter am 10.12.2011 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Liga

    zu schlecht!

  • skeptiker am 10.12.2011 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verdient Verloren

    Überhaupt keine Chance gehabt, Schweden ist mehr als nur ein Schuh zu Gross für die Schweiz. Nächstes Mal weniger Sprüche klopfen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • skeptiker am 10.12.2011 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verdient Verloren

    Überhaupt keine Chance gehabt, Schweden ist mehr als nur ein Schuh zu Gross für die Schweiz. Nächstes Mal weniger Sprüche klopfen.

  • g.Punter am 10.12.2011 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Liga

    zu schlecht!