Handball-EM

14. Januar 2020 19:53; Akt: 14.01.2020 20:55 Print

Schweizer Handballer ausgeschieden

Eine respektable Leistung reichte gegen starke Slowenen nicht zu einer Überraschung, für die Schweiz ist das EM-Abenteuer nach einer 25:29-Niederlage vorbei.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Ausgangslage war klar. Für den Einzug in die Hauptrunde hätten die Schweizer gegen Slowenien in Göteborg einen Sieg mit mindestens acht Toren Differenz gebraucht. Darauf zu hoffen, dass Polen den Schweden mindestens einen Punkt abnimmt, war keine Option. Also hätte es für das Team von Michael Suter einen perfekten Abend gebraucht. Dies war jedoch nicht der Fall.

Die Schweiz lag von Beginn weg im Hintertreffen. Schon nach 23 Minuten und einem 6:12-Rückstand war klar, dass das erhoffte Handballwunder nicht eintreffen würde. Zu fehleranfällig agierten die Schweizer, es fehlte an Genauigkeit und Überzeugung. Und sie profitierten nicht von einem harzigen Beginn der Slowenen, die sich im Verlauf der ersten Halbzeit mächtig steigerten.

Starker Goalie, mangelnde Effizienz

Einer stach besonders heraus: Torhüter Klemen Ferlin. Die Schweizer scheiterten ein ums andere Mal am überragenden Schlussmann, der in der ersten Halbzeit eine unglaubliche Quote von 50 Prozent abgewehrter Bälle aufwies.

Ferlins Klasse war der eine, die mangelnde Effizienz der Schweizer der andere Grund, weshalb die Schweizer chancenlos waren. Und auch ein Andy Schmid, der beim 31:24 gegen Polen 15 Treffer erzielt hatte, kann es nicht jedes Mal richten. Mit acht Treffern war er erneut bester Schweizer Schütze. Die taktische Massnahme, ohne Torhüter und mit sieben Feldspielern, funktionierte im Schweizer Team nur selten. Zu oft ging der Ball im Angriff verloren, wodurch die Slowenen zu zahlreichen geschenkten Toren kamen.

Immerhin gestalteten die Schweizer die zweite Halbzeit ausgeglichen. Zehn Minuten vor Schluss kam sogar noch einmal kurz Hoffnung, als der Rückstand nur noch vier Tore betrug. Doch mehr war gegen das slowenische Weltklasse-Team nicht möglich. Ljubomir Vranjes, der schwedische Trainer Sloweniens, konnte es sich sogar erlauben, einige bewährte Stammkräfte wie Dean Bombac zu schonen.

Auch wenn die zweite Halbzeit versöhnlich war, ist die Schweiz letztendlich deutlich gescheitert. Für den Traum von der Hauptrunde hätte es eben den perfekten Abend gebraucht. Mit Schweden und Slowenien kommen die stärksten Teams der Gruppe F weiter.

Schweiz - Slowenien 25:29 (10:16) Göteborg. – 6731 Zuschauer. - SR Pavicevic/Raznatovic (MNE). Torfolge:0:1, 2:1, 2:3, 4:4, 4:6, 5:6, 5:8, 6:8 (19.), 6:13 (24.), 10:16; 12:16, 13:17, 13:19, 16:21, 16:23, 17:24, 19:24, 19:25, 21:25, 21:27, 23:27, 25:29. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2-mal 2 Minuten gegen Slowenien. Schweiz: Portner (7 Paraden)/Bringolf (für 1 Penalty); Schmid (8/3), Meister (2), Rubin (3), Svajlen, Lier (3), Sidorowicz, Raemy (1), Röthlisberger, Küttel (2), Maros (4), Tominec, Gerbl (1), Milosevic (1). Slowenien: Ferlin/Kastelic (ab 49.); Blagotinsek (1), Henigman (4), Janc (4), Dolenec (4/3), Cehte (2), Kodrin (1), Zarabec (6), Sostaric (3), Zabic (2), Ovnicek (1), Mackovsek (1). Bemerkungen: Schweiz ohne von Deschwanden (nicht eingesetzt) und Novak (überzählig). Schmid verschiesst Penalty (55./22:27), verwandelt Nachschuss.

Resultate und Tabellen

(rom)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.G. am 14.01.2020 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation der Mannschaft

    Auch wenns nicht gereicht hat, darf man stolz auf die Mannschaft sein. Endlich wieder mal an einer EM und dazu einen souveränen Sieg gegen Polen. Weiter so!

    einklappen einklappen
  • Kreisläufer am 14.01.2020 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Was überlegt sich der Trainer

    Also die Taktik des Trainers ist fraglich, ich habe eine verunsicherte Mannschaft und lasse dann immer wieder 7:6 spielen obwohl man so nicht wirklich Druck erzeugt aber viele dumme Goale bekommt. Und die Spieler werden bei den Pässen so noch unsicherer.

    einklappen einklappen
  • SRG am 14.01.2020 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Trainer

    In meinen Augen ist leider der Trainer das Problem. Diese komischen Taktiken mit 7 gegen 6 funktionieren einfach kaum und so werden Tore um Tore einkassiert... schade!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Allpma am 15.01.2020 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich als Österreicher hätte es Schweiz gegönnt trotzdem bravo

  • Mäxli am 15.01.2020 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An ALLE die eine grosse Klappe haben...

    .... nehmt den Ball in die Hand und reisst das Ruder herum. Grosse Klappe vom Stubensofa aus halten kann nun wirklich jeder!

    • Röbi am 15.01.2020 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mäxli

      Dann hoffe ich doch, sie kritisieren nur, was sie selber besser können. Da wird dann wohl Funkstille herrschen, nicht wahr ?

    einklappen einklappen
  • D.Bohli am 15.01.2020 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bubis

    Jetzt dachte ich, dass nach der Gesanglichen Topleistung, eine Horde entschlossener Männer über die Gegner rollt.

  • Lukas am 15.01.2020 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Gerannt

    Text und Tonlage wurde richtig gesungen. Das ist doch wichtig, danach sind sie ein bisschen in der Halle rumgerannt.

  • Mike am 15.01.2020 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Egal....

    ....spätestens bei Deutschland als Gegner wäre eh Schluss gewesen!

    • roger am 15.01.2020 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Deutschland?

      ja die machen mir im Moment gerade so richtig Angst.

    einklappen einklappen