USA-Einreise

09. Oktober 2019 13:54; Akt: 09.10.2019 13:54 Print

«Mit arabischem Namen komm ich nicht ins Land»

Patrick Lange muss an der Ironman-Weltmeisterschaft seinen Titel alleine verteidigen. Der Visumantrag seines Trainers Faris Al-Sultan wurde abgelehnt.

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Knapp 4 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen. Das erwartet die Triathleten am kommenden Samstag an der Ironman-Weltmeisterschaft in Kailua-Kona, Hawaii. Geprägt wurde diese in den beiden vergangenen Jahren vom Deutschen Patrick Lange, der die WM jeweils für sich entscheiden konnte. Im vergangenen Jahr konnte er gar als Erster die magische 8-Stunden-Marke mit einer Zeit von 7:52:39 Stunden knacken.

Doch der Ausnahmeathlet muss dieses Jahr ohne seinen Trainer Faris al-Sultan seinen dritten Titel in Folge anstreben. Sultan, der seit 2015 Lange trainiert und 2005 selbst Weltmeister wurde, habe kein Einreisevisum erhalten, wie das Magazin «Triathlon» auf seiner Homepage verkündete. Kurz darauf wurde der Bericht auch von der Deutschen Triathlon-Union, bei welcher Sultan als Bundestrainer arbeitet, bestätigt.

«Ein bisschen doof gelaufen»

Wie weit das Lange für seinen dritten Titel in Folge beeinträchtigt, ist unklar. Schliesslich dürfen Trainer ihre Schützlinge ohnehin nicht über die Strecke begleiten und coachen. Trotzdem könne das Fehlen von Sultan zu einem Problem werden. Die Einzigen, die von dieser Entscheidung beeinflusst werden würden, seien er selbst, Weltmeister Lange und seine Frau, welcher er jetzt zu Hause auf den Geist gehe, wie er gegenüber dem Portal tri-mag.de sagt. Den Entscheid muss er akzeptieren. «Man kann mit arabischem Namen halt nicht einreisen.» Sultan ist zwar in Deutschland geboren, sein Vater stammte aber aus dem Irak.

Auch Sultans Schützling Lange bedauert das Zurückbleiben des Coaches. «Es ist sehr schade, aber man kann es nicht ändern», wie er gegenüber der «Welt» sagt. Sultan habe relativ spät bemerkt, dass sein Visum nicht mehr gültig war. «Es ist ein bisschen doof gelaufen.»

Augenmerk auf die Olympischen Spiele 2020

Bei den beiden vergangenen Erfolgen Langes war Sultan vor Ort. Damals besass der inzwischen 41-Jährige noch ein Amerika-Visum. Dieses ist nun nach zehn Jahren abgelaufen, und der erneuerte Antrag wurde abgelehnt. Nun wird sich Langes Coach auf seine zweite Aufgabe als Bundestrainer konzentrieren müssen – nämlich auf die Olympischen Spiele 2020.

Resultate und Tabellen

(dpa/uek)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobi am 09.10.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Mal wieder reisserisch verfasst...

    liest sich für mich eher so, als hätte der Trainer vergessen sein Visum zu erneuern und durfte deswegen nicht einreisen. Als Deutscher mit entsprechender Staatsbürgerschaft sollte es kein Problem sein, sofern mann sich frühzeitig darum bemüht, ein Visum zu bekommen. Aber klar, gibt halt mehr Klicks mit dieser Überschrift. ;-)

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  • Janson Mc Gregor am 09.10.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Also, es war nicht der Name, sondern administratives Versagen. Falsche Schlagzeile.

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  • Vato am 09.10.2019 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage?

    Wenn es an denn Namen liegt wiso hatte er dann bereits ein visum oder hatte er damals kein arabische name?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zonny am 10.10.2019 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Unwissen

    Wir wissen nicht, ob er wegen des Namens abgelehnt wurde. Aber das man direkt zu den Medien rennt und "Rassismus!" schreib, gibt mir zu denken. Es scheint fast, das, solange man selbst kein weisser Mann ist, alles Rassismus und Sexismus ist.

  • Typhoeus am 10.10.2019 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Namen kann man nun mal

    nicht jeden Tag wechseln

  • Maximilian am 10.10.2019 04:42 Report Diesen Beitrag melden

    Klare Sache

    ...Sultan habe relativ spät bemerkt, dass sein Visum nicht mehr gültig war. «Es ist ein bisschen doof gelaufen.» Klingt fast so als ob er selber schuld war, aber nur fast.

  • Nico am 09.10.2019 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Lesen und verstehen...

    Nein, einfach mal richtig lesen, verstehen, denken und dann, noch nochmaligen denken, evtl etwas antworten bzw kommentieren. Er hat ein neues Visum beantragt und es wurde abgelehnt, nun ist keine Zeit mehr für einen Einspruch!

  • Buddy2001 am 09.10.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie dramatisch?!

    "Hat vergessen das sein Visum abgelaufen ist"?! Also schlicht und einfach ein bisserl doof von ihm selber und nicht die "bösen" Amis schuld, die keine arabischen Namen möchten...

    • Maja am 09.10.2019 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Buddy2001

      Da steht aber auch, dass der erneute Antrag angewiesen wurde.

    • Reto am 09.10.2019 23:32 Report Diesen Beitrag melden

      @maja

      Weil die WM bald anfängt und die nicht genügend Zeit haben die Sicherheitschecks zu machen. Grund der Einreise ? WM ! Selber Schuld.

    • Jo Blocher am 10.10.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Buddy

      Manche können nicht mal einen simplen Text lesen....bedenklich!

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