Teurer Vorstoss

05. Januar 2016 22:13; Akt: 05.01.2016 22:35 Print

Cricket-Star macht Reporterin an – gebüsst

Während eines Live-Interviews geht Chris Gayle von den Melbourne Renegades in die Offensive. Das kostet ihn über 7000 Franken.

Chris Gayle gibt TV-Frau Melanie McLaughlin ein Interview mit Folgen. (Quelle: YouTube/Brown Mongoose)
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Scheu ist dieser Mann definitiv nicht. Chris Gayle wird während des Cricket-Matchs seiner Melbourne Renegades gegen die Hobart Hurricanes in der australischen Big Bash League zum Interview mit Ten Sports gebeten. Reporterin Melanie McLaughlin scheint dem 36-jährigen Draufgänger so sehr zu gefallen, dass er das Frage-Antwort-Spiel kurzerhand nach seinen Vorstellungen gestaltet. «Deine Augen zum ersten Mal zu sehen, ist schön. Hoffentlich gewinnen wir das Spiel und wir beide können danach zusammen einen Drink nehmen. Nicht rot werden, Baby!»

Der spontane Vorstoss kam nicht gut an, Gayle wurde in der Öffentlichkeit schnell als Sexist gebrandmarkt. Die Betroffene zeigte sich enttäuscht vom Date-Angebot und sagte: «Ich will nicht Thema solcher Gespräche sein.» Gayles Entschuldigung liess nicht lange auf sich warten (Video unten). «Ich wollte nicht respektlos oder beleidigend sein. Wenn Mel das so empfunden hat, tut es mir leid», sagte er und stellte klar: «Das Ganze war nur ein Witz.»

(Quelle: YouTube/Brown Mongoose)

«Sein Verhalten ist eklig»

Nur lachte niemand darüber. James Sutherland, CEO von Cricket Australia, sagte, Gayles Äusserungen könne man durchaus mit Belästigung am Arbeitsplatz gleichsetzen. Chris Rogers, einst Gayles Captain bei Sydney Thunder, offenbarte: «Das ist ein bekanntes Verhaltensmuster bei ihm. Wenn du ihn kennst, siehst du solche Dinge immer wieder. Er hatte schon damals schlechten Einfluss auf die jungen Spieler.» Und die für Cricket zuständige Fox-Sports-Journalistin Neroli Meadows legte nach: «Er macht das konstant. Sein Verhalten ist eklig.»

Auch Gayles Club war wenig angetan von der verwegenen Aktion, büsste ihn wegen «unangemessenen Verhaltens» mit umgerechnet rund 7220 Franken und entschuldigte sich via Website bei der TV-Frau. Der Betrag fliesst an die McGrath Foundation, die sich im Kampf gegen Brustkrebs engagiert.

(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 05.01.2016 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witzig

    Die Anmache kommt doch charmant rüber. Finde ich zu kleinlich wegen so etwas jemanden zu bestrafen.

  • jons am 05.01.2016 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    prüde gesellschaft

    na ich hab mich an silvester bestimmt nicht besser verhalten...

  • Roman Rebitz am 05.01.2016 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aussehen

    Spass scheint heutzutage auch verboten zu sein. Weshalb spielt denn bei den Reporterinnen das Aussehen so eine grosse Rolle ? ...aber das ist natürlich etwas anderes.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bird22 am 06.01.2016 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So Engstirnig

    Für mich ist dieser Spruch absolut nicht schlimm, im Gegenteil.

  • Cherokee am 06.01.2016 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einbildung ist KEINE Bildung

    Mann-o-Mann (oder ist das auch zu sexistisch?). Und da fragen sich Frauen, warum Mann sie nicht genug beachtet und/oder keine Komplimente mehr macht, wenn eine solche Äusserung schon sexistisch sein soll. Hat die Reporterin ernsthaft geglaubt, der Mann hätte sie wirklich zu einem Drink eingeladen?

  • Jane38 am 06.01.2016 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    flirt

    er hat nur geflirtet. eine reporterin sollte mit sowas umgehen können

  • Geissenpeter am 06.01.2016 02:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Belästigung am Arbeitsplatz?

    ohjee... nach dieser Show müsste ich wohl längstens in den Knast.

  • Paunki23 am 05.01.2016 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    halb so wild 

    ich finde es zwar witzig aber nicht gerade professionel die ganze aktion...