Squash

21. Januar 2018 11:57; Akt: 21.01.2018 19:34 Print

Das Spiel seines Lebens

von Alex Kühn - Der Schweizer Squashprofi Nicolas Müller schlägt am Tournament of Champions in New York den Titelverteidiger und Weltmeister von 2016.

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Im gläsernen Squashcourt unter den riesenhaften Kronleuchtern der New Yorker Grand Central Station gelang Nicolas Müller am Samstag der bislang grösste Erfolg eines Schweizer Squashprofis. Der 28-Jährige vom SC Sihltal warf nach hartem Kampf den ägyptischen Titelverteidiger Karim Abdel Gawad aus dem Turnier und trifft in den Viertelfinals nun auf den Deutschen Simon Rösner, seinen Trainingspartner.

Müller führte gegen Gawad, den Weltmeister von 2016, 11:6, 11:6, 11:10, als er einen Matchball vergab. Der Favorit schaffte mit 13:11 und 11:3 den Satzausgleich, ehe sein Schweizer Widersacher bei 10:9 im fünften Durchgang zur zweiten Chance kam, die Partie zu beenden. Und diesmal ging alles auf für Müller: Mit einem präzisen Rückhandball brachte er Gawad aus der Position, um mit der Vorhand den Coup perfekt zu machen.

«Ich bin überglücklich. Den Titelverteidiger hier in der Grand Central Station zu schlagen, ist ziemlich speziell. Es war eine Achterbahnfahrt, aber ich habe mentale Stärke bewiesen», sagte Müller, der mit dem Racket schon lange als einer der Weltbesten gilt, jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Gawad dominierte er mit seinem extrem angriffigen Spiel phasenweise regelrecht. Nicht umsonst bezeichnete ihn der vierfache Weltmeister Amr Shabana einst als «technisch besten Spieler ausserhalb der Top 10».

Obwohl Squash dank Courts mit vier gläsernen Wänden und grossen Fortschritten im Bereich der Kameraführung längst zu einem telegenen Sport geworden ist, sind die Spiele der Besten im Free-TV nicht zu sehen. Mit Eurosport gibt es aber seit einiger Zeit eine Kooperation; der Sender hat Squash ins Angebot seines bezahlpflichtigen Streamingdienstes aufgenommen. Das soll die Chancen erhöhen, endlich den Sprung ins olympische Programm zu schaffen. Mit den Glascourts, die sich überall leicht aufstellen lassen und schon vor den Pyramiden in Ägypten standen, wäre der traditionsreiche Racketsport auf jeden Fall eine Bereicherung für die Sommerspiele.

Mitte März steht für Nicolas Müller der nächste Saisonhöhepunkt an, der Grasshopper Cup in Zürich. Beim mit 100'000 Dollar dotierten Turnier, dem wichtigsten auf dem europäischen Festland, wird auch Gawad wieder dabei sein. Mit Mohammed Elshorbagy, Gregory Gaultier und Ramy Ashour haben zudem der aktuelle Weltmeister, die Nummer 1 des Rankings und der attraktivste Spieler auf der Tour ihr kommen zugesagt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bergkamp am 21.01.2018 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Squash fan...

    Ach .. so ein schöner Sport... einfach nur .... leider kaum in der Wahrnehmung der sportlichen Gesellschaft...

    einklappen einklappen
  • Dominique am 21.01.2018 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow!

    Hey Nici, Wahnsinn, mach weiter so! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen

  • Renie Reuma am 23.01.2018 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Squash!

    ...und wo bleibt die Fortsetzung? Inzwischen wurde bereits weiter gespielt, die weiteren Resultate wären doch auch noch interessant!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Renie Reuma am 23.01.2018 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Squash!

    ...und wo bleibt die Fortsetzung? Inzwischen wurde bereits weiter gespielt, die weiteren Resultate wären doch auch noch interessant!

  • Dominique am 21.01.2018 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow!

    Hey Nici, Wahnsinn, mach weiter so! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen

  • Bergkamp am 21.01.2018 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Squash fan...

    Ach .. so ein schöner Sport... einfach nur .... leider kaum in der Wahrnehmung der sportlichen Gesellschaft...

    • Jethro Binns am 21.01.2018 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ist so

      Und die Athletik, die notwendig ist, um auf hohem Level zu spielen, toppt einige andere Sportarten, wo viel mehr Geld verdient werden kann, die aber wesentlich langweiliger zum zuschauen sind.

    • Renie Reuma am 23.01.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Mehr Squash...

      Genau!!! Ich finde z. B. Fussball todlangweilig zum Zuschauen, vor allem, wenn man Leistung und Verdienst der einzelnen Spieler vergleicht. Einige Grossverdiener sind eindeutig überbezahlt.

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