Porträt

20. Juni 2019 05:50; Akt: 20.06.2019 05:56 Print

Der Denker, der manchmal besser nicht denken würde

von Herbie Egli, Einsiedeln - Matteo Badilatti überlässt nichts dem Zufall. Der Bündner stolperte bei einem Rennen dennoch über seine Eigenart.

Matteo Badilatti ist ein akribischer Planer. (Video: Tamedia)
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Bei Matteo Badilatti ist alles genaustens durchgeplant. Habe ich alles? Ist alles am richtigen Ort? Habe ich doch nicht etwas vergessen? Der 26-jährige Bündner ist ein akribischer Planer. Dennoch unterläuft ihm zwischendurch auch einmal ein Fehler wie Anfang dieses Jahres. «Bei einem Zeitfahren an der Tour Colombia haben wir die Brille und den Zeitcomputer vergessen. Wir mussten dann rasch improvisieren», sagt Badilatti. Solche Fehler gehören aber zu den Ausnahmen.

Wegen seiner Eigenart wir Badilatti vom sportlichen Leiter des Swiss-Cycling-Teams, Marcello Albasini, als «Denker» bezeichnet. «Das ist sicher nicht falsch. Ich denke viel über das Vorher und Nachher», sagt der Bündner. Er kommt aber zur Einsicht, dass es manchmal besser wäre, nicht zu denken und einfach zu fahren.

Für Badilatti, der seit diesem Jahr für das Team Israel Cycling Academy fährt, geht es 2019 Schlag auf Schlag. Nach der Tour Columbia bestritt er die Tour of Rwanda, die er auf dem 3. Gesamtrang abschloss. Danach folgten auf höchster Stufe im Radrennsport die Tour de Romandie, die Kalifornien-Rundfahrt und nun die Tour de Suisse. «Es ist eine grosse Ehre, hier starten zu dürfen.» Dass der Bündner beim Auftakt Letzter des Zeitfahrens wurde, beschäftigt ihn nicht gross. Diese Disziplin gehört nicht zu seinen Besten. Vielleicht ändert sich dies in Zukunft. «Ich will mich stetig weiter entwickeln und überall besser werden.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 20.06.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    An die nächsten Generationen denken

    Wenn Autofahrer denken würden, wären sie Velofahrer...

  • Roland am 20.06.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    An die nächsten Generationen denken!

    Wenn Autofahrer denken würden, wären sie Velofahrer... und würden damit der eigenen Gesundheit, der Umwelt und dem Klima etwas gutes tun. Nebenbei gäbe es viel weniger Probleme im Strassenverkehr durch das "Ego" mancher Leute, sobald sie am Steuer ihres PKWs sitzen.

  • Fritz H. am 20.06.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bidon

    Ich hätte da mal eine Frage an einen Denker: Wen ich pro Fahrer 5 Bidon rechne, so kommen auf das TdS Feld ca. 800 Trinkfaschen pro Tag. Mindestens 500 davon werden achtlos weggeworfen und das vor laufender TV Kamera, hunderte bleiben in der Natur liegen als Plastikmüll. So schafft man sich auch keine Freunde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix am 21.06.2019 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    danke schön

    rad rennfahrer und denken? danke für den lacher des tages

  • Fritz H. am 20.06.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bidon

    Ich hätte da mal eine Frage an einen Denker: Wen ich pro Fahrer 5 Bidon rechne, so kommen auf das TdS Feld ca. 800 Trinkfaschen pro Tag. Mindestens 500 davon werden achtlos weggeworfen und das vor laufender TV Kamera, hunderte bleiben in der Natur liegen als Plastikmüll. So schafft man sich auch keine Freunde.

    • DocCroc am 20.06.2019 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz H.

      Jepp das mag richtig sein... aber viele bleiben nicht liegen ... Souvenirjäger, Reinigungsteams u.s.w sammeln diese auf. Habe heute 30 km von der 4ten Etappe nachgefahren in der Hoffnung noch ein Bidon zu finden. Bis auf 4 - 5 Leergedrückte Energiegels (wobei diese auch von anderen Radfahreren sein könnten als vom Peleton) habe ich nichts gefunden.

    • Fritz H. am 20.06.2019 16:02 Report Diesen Beitrag melden

      DocCroc

      Da mögen Sie Recht haben, aber es bleiben immer ein paar Bidon liegen, in Feldern ohne Zuschauer, oder Wiesen mit hohem Gras. Auch schon in Flüssen. Heute, wo so ein Geschrei um den Plastikmüll gemacht wird, zu Recht, wie ich meine und dann der Umweltschutz, der sich plötzlich für ein Durchfahrtsverbot stak machen könnte, wenn das nicht eingedämmt wird. Ich bin auch ein Radsportfan und fahre selber auch tausende von Kilometern mit dem Rennrad.

    • PaddyAhlemann am 20.06.2019 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz H.

      Die werden tatsächlich aufgesammelt. Wirklich

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  • Roland am 20.06.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    An die nächsten Generationen denken!

    Wenn Autofahrer denken würden, wären sie Velofahrer... und würden damit der eigenen Gesundheit, der Umwelt und dem Klima etwas gutes tun. Nebenbei gäbe es viel weniger Probleme im Strassenverkehr durch das "Ego" mancher Leute, sobald sie am Steuer ihres PKWs sitzen.

  • Roland am 20.06.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    An die nächsten Generationen denken

    Wenn Autofahrer denken würden, wären sie Velofahrer...

  • Felix am 20.06.2019 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denken wäre von Vorteil

    würden Velorennfahrer etwas denken würden sie sich anders im Strassenverkehr verhalten

    • bruro am 20.06.2019 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Felix

      ...und insbesondere Autofahrer im Kreisverkehr...

    • Beat Freudig am 20.06.2019 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Felix

      und schon geht es wieder los :-)

    • Trainer am 20.06.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

      Nie gehört.

      Badilatti, ein unbeschriebenes Blatt. Er muss nicht denken, sondern einfach schnell fahren. Und vielleicht hat er auch nicht den richtigen Arzt!

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