Handicap für Olympia

29. Januar 2010 15:37; Akt: 29.01.2010 18:14 Print

Didier Cuches Daumen ist gebrochen

15 Tage vor Beginn der Olympia-Abfahrt in Whistler Mountain brach sich Didier Cuche bei seinem Sturz im Weltcup-Riesenslalom von Kranjska Gora den Daumen der rechten Hand. Bereits am Samstag wird Cuche in der Zürcher Schulthess-Klinik operiert.

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Cuche stürzte in Kranjska Gora.

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Die Weltcup-Rennen in Slowenien nahmen somit für Cuche ein abruptes Ende. Der Start an den Olympischen Spielen in Vancouver/Whistler scheint nicht in Gefahr, aber natürlich ist jetzt schon klar, dass Cuche in Kanada mit einem erheblichen Handicap antreten muss. Am Start wird ihn die Verletzung mit Sicherheit stark behindern. Die Favoritenrolle gehört ihm wohl nicht mehr.

«Glücklicherweise ist der Start zur Olympia-Abfahrt nicht allzu flach», machte Cheftrainer Martin Rufener in Zweckoptimismus. «Mit Schmerzmitteln sollte es schon gehen. Man wird jetzt aber zunächst einmal sehen müssen, wie kompliziert der Bruch wirklich ist. Das lässt sich erst nach der Operation sagen.»

Röntgenbilder gaben Aufschluss

Cuche, in der Vorwoche noch umjubelter Doppelsieger in Kitzbühel, war bereits unmittelbar nach seinem Sturz bewusst, dass er sich beim Aufprall erheblich verletzt hatte: «Ich glaube, ich habe mir etwas gebrochen», sagte er auf dem Weg nach Jesenice, wohin er sich zum Röntgen begab. Dort bestätigte der Untersuch die Befürchtung von Cuche, der sich danach umgehend auf die Heimreise in die Schweiz machte.

Der Neuenburger, der in diesem Winter bereits vier Weltcuprennen gewonnen hat (so viele wie noch nie in seiner Karriere), wurde Opfer der exakt gleichen Verletzung, wie sie Teamkollege Didier Défago Anfang Oktober im Training in Zermatt erlitten hatte. Auch Défago brach sich damals den rechten Daumen. Er allerdings hatte das Glück, dass bis zum Auftakt der Speed-Saison genügend Zeit blieb, die Blessur auszukurieren.

Cuche wird beissen müssen

Cuche wird in Whistler auf die Zähne beissen müssen. Doch das ist eine Qualität, die der gelernte Metzger gewiss mitbringt. Mitte Dezember in Val d'Isère hatte sich der Romand bei einem Trainingssturz eine Rippe gebrochen und zudem eine Hirnerschütterung erlitten. Das hinderte ihn nicht daran, wenige Tage später in Val Gardena wieder an den Start zu gehen.

Durch den Sturz und dem Verpassen des Rennen am Samstag dürfte Cuche auch aus der Entscheidung um den Gesamtweltcup gefallen sein. Aktuell liegt er mit 746 Zähler auf Rang drei. Der Leader Benjamin Raich weist schon 927 Punkte aus, Carlo Janka auf Rang 2 deren 865.

Didier Cuches Sturz in Kranjska Gora

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(Quelle: Eurosport)

(fox)