Spektakel

14. März 2019 08:58; Akt: 14.03.2019 16:21 Print

Die Rad-WM kommt nach Zürich

von Emil Bischofberger - 2024 findet die Strassen-Weltmeisterschaft in der grössten Schweizer Stadt statt. Zürich stach bei der Ausmarchung Bern aus.

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Es ist ein grosser Tag für Zürich. Oder sagen wir: zumindest für Velo-Zürich. Am Donnerstagmorgen wurde bekannt, dass der Vorstand von Swiss Cycling die Strassenrad-WM 2024 an die Limmat vergibt. Konkurrent Bern bleibt damit das Nachsehen.

Zürich kann somit beginnen, sich auf den nächsten sportlichen Grossanlass vorzubereiten, nach der Fussball-EM 2008 und der Leichtathletik-EM 2014. Anders als bei den letzten beiden Events wird die Stadt viel stärker involviert sein. Während Fussball und Leichtathletik primär das Stadion Letzigrund beschäftigten – und dessen Renovation –, wird bei der Rad-WM tatsächlich die ganze Stadt einbezogen sein.

Strecke mit Passage durch die Altstadt

Das Herz der Rad-WM soll am Sechseläutenplatz schlagen, dort wird auch die Ziellinie aller Wettkämpfe sein. Genaue Streckendetails sind noch nicht öffentlich. Aber zur Schlussrunde, die bei den Strassenrennen mehrfach befahren wird, sind einige Eckpfeiler bekannt. Diese geben dem Rennen den Charakter eines Frühjahrsklassikers – einfach im September. So soll die Fahrt vom Sechseläutenplatz durch die Altstadt gehen, inklusive Pavé-Passage, ehe das Rennen in einer Schlaufe über das Stadtgebiet hinaus und via rechtes Seeufer wieder zurück zum Ziel am Sechseläutenplatz führen wird. Die Starts der Rennen plant das OK über den Kanton zu verteilen, damit dieser ebenfalls eingebunden wird.

Für die im Bewerbungsdossier skizzierte Streckenführung holte sich Zürich Radsport-Knowhow von aussen: Sie wurden bei der Routenplanung von David Loosli und Olivier Senn beraten, dem aktuellen und dem ehemaligen Direktor der Tour de Suisse, dazu von Thomas Peter von Swiss Cycling.

Von politischer Seite hatte die Rad-WM-Kandidatur von Anfang an nur Rückenwind: Zuletzt stimmte der Gemeinderat Anfang Februar einem Kredit von knapp acht Millionen Franken ohne Gegenstimme zu. Davor hatten sich bereits die Stadtregierung und der Regierungsrat klar für die Rad-WM ausgesprochen. Ausstehend ist noch eine Unterstützungszusage des Bundes. Von dieser gehen Swiss Cycling und die Zürcher Bewerbung aber fest aus, nachdem Bundesbern diese dem bereits definitiven Rad-WM-Projekt 2020 in Aigle/Martigny zugesichert hat. Das aufgestellte Budget sieht vor, dass 12,7 der 19 Millionen Franken von Stadt, Kanton und Bund beigesteuert werden.

Vierte Titelkämpfe in Zürich

Besonders für die Schweizer Strassenradszene sind die beiden Titelkämpfe von grosser Bedeutung. Swiss Cycling will die Zeit bis 2024 nützen, um neue Nachwuchsprojekte zu initiieren. Am Verbandshauptsitz in Grenchen träumt man von einen Entwicklungsschub, wie ihn die EM 2014 in Zürich den Leichtathleten brachte. Zugleich wird Zürich 2024 für die aufstrebende Generation, welche Marc Hirschi vergangenen Herbst in Innsbruck zum U-23-WM-Titel verhalf, ein grosser Antrieb sein. 2024 werden sie im besten Rennfahreralter sein und im Idealfall um Weltmeisterehren fahren können.

Nach 1923, 1929 und 1946 findet die Rad-WM bereits zum vierten Mal in Zürich statt. Auch nächstes Jahr wird in der Schweiz um die Medaillen gefahren. Die Rad-WM findet vom 20. bis 27. September 2020 in Aigle und Martigny statt.

Radsport

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P. Meier am 14.03.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich freue mich

    Es wird sicher lustig, wenn die armen Anwohner dann wieder medienwirksam über die unangebrachten Einschränkungen wegen der Rennen klagen!

    einklappen einklappen
  • Saalwart Mägge am 14.03.2019 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    ich war noch ein kind als sie in zürich die saatlenstrasse runter fuhren vor unserer wohnung das war ein erlebnis

  • Dino am 14.03.2019 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waaaaas?

    kaum zu glauben dass sowas in zürich bewiligt wird. schon wegen den schweiss-emissionen. mit sicherheit wird da noch eine einspracheflut folgen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • grlücklicher Berner am 14.03.2019 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur Glücklich

    ZH ich gratuliere euch, denn dieses geschäftsschädigendes Event brauchen wir in Bern nicht.

  • Fabian am 14.03.2019 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Leute Sport

    Passt schon, bin als Kind auch mal Fahrrad gefahren habe aber den Absprung noch rechtzeitig geschafft.

    • Arton am 14.03.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fabian

      Hey Mann stimmt fahre lieber mit dem Maserati Ghilbi an die Zürcher WM strampeln sollen die armen

    einklappen einklappen
  • Ludo Moblet am 14.03.2019 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gäste

    Wenigstens wollen wir gute Gäste sein unsere Radfenossen haben nicht das Niveau vorne mitzufahren

  • Wello Weeler am 14.03.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Riesiges Velo Fest

    Endlich kommt die Rad WM nach Zürich, nach Zürich in die (zukünftige) Velo Hauptstadt der Welt!! Endlich kann der leider nicht so grosse Kanton während den trainings und natürlich währends des Rennens generell für den Autoverkehr zu sperren! Die Stadt Zürich kann so weitläufig abgesperrt und Autofrei werden! Ebenso müssen Bauliche Massnahmen getroffen werden, wie Fussgänger Inseln entfernt werden, ebenso bei Bahn Barrieren ist der Zugsverkehr generell zu stoppen, um die Veranstaltung sicher zu machen und die Vorfahrt der Rennfahrer zu garantieren! Zürich macht diese WM zum grössten Velo Fest!

  • Dino am 14.03.2019 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waaaaas?

    kaum zu glauben dass sowas in zürich bewiligt wird. schon wegen den schweiss-emissionen. mit sicherheit wird da noch eine einspracheflut folgen.