Lustig, Hassdenteufel und Co.

30. März 2011 14:37; Akt: 30.03.2011 14:59 Print

Die lustigsten Sportler-Namen

von Herbie Egli - In erster Linie jubeln Sportler über grosse Erfolge. Viel weniger Freude haben einige davon an ihren Vor- oder Nachnamen. Ausser man heisst Lustig und schiesst ein Tor.

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(l.) Der Name des Fussballers wird erst zum Problem, als der Rumäne einen Vertrag in Spanien unterschreibt. «Marica» heisst auf Spanisch nämlich «Schwuchtel». Ich glaub, mich laust ein Affe: Z.Z. OO heisst eigentlich Zaw Zaw Oo und ist Nationalspieler von Myanmar. (r.) Sein Vater war ein grosser Fan des deutschen Fussballs der 70-er Jahre, trägt er doch die Namen zweier Helden der WM '74 (Wolfgang Overath und Paul Breitner). «Tuut-Tuut» machts, wenn der Kanadier anbraust. (r.) Geht für die schwedische Fussball-Nati auf Torejagd. Liebt seinen Job als Stürmer des türkischen Clubs Aytemiz Alanyaspor. (l.) Der Franzose erntete oft Gelächter wegen seinem Nachnamen. (hinterste Reihe, links) Hat nichts mit Brasiliens Ronaldinho zu tun. Er ist Physiotherapeut bei Duisburgs U19. (r., ausgesprochen Papagei) Der Spieler des russischen Vereins FK Rostov plappert nicht alles nach. Wirbelt seit Juli 2015 für den deutschen FC Anadolu München. Der deutsche Schwimmer taucht wegen seinem Nachnamen nicht ab. (vorderste Reihe, Nr. 12) Der ehemalige Schweizer U21-Goalie spielt beim FC Sion. Sein Name haut den Österreicher nicht um. Der Brasilianer hat viel mit der grünen Titelfigur des gleichnamigen Comics zu tun. Er war in die Bücher vernarrt und nennt sich deshalb so. Ob er wirklich so ist, wie sein Nachname lautet? (r.) Der ehemalige Basler hat auf portugiesisch einen ganz schlimmen Namen: «umsonst Geschlechtsverkehr». (l.) Der ehemalige Spieler der portugiesischen Vereine Porto oder Vitória Setúbal ist ganz zahm und gar nicht wild. Aktuell besitzt der 34-Jährige Brasilianer keinen Vertrag mit einem Profi-Verein. Gegen seinen Willen machte der ehemalige Spieler von Fortuna Düsseldorf seinem Namen schon alle Ehre. Er erlitt einen Hodenriss. (l.) Einst Eishockeyspieler bei Karlovy Vary (Tsch). Ehemalige deutsche Wasserspringerin. Ehemaliger österreichischer Fussballspieler. Schweizer Skirennfahrerin. Ehemaliger Baseball-Spieler der Minnesota Twins, New York Yankees und Kansas City Royals. Ehemaliger amerikanischer Motorrad-Pilot. (l.) Der Schweizer spielt mittlerweile für den EHC Winterthur. (l.) Der 32-Jährige ist der Captain von Bayern München. Ehemaliger österreichischer Skispringer. Slowakische Tennisspielerin. Ehemalige deutsche Skirennfahrerin. Die Schweizer Skirennfahrerin macht ihrem Nachnamen alle Ehre. Fast wie Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut, nur modern auf Englisch. Good war Allrounderin, gab ihren Rücktritt vom Spitzensport bereits mit 25 Jahren. (r.) Eishockeyspieler, unter anderem einst bei Karlovy Vary (Tsch). Ihr Mädchenname schmeichelt der ehemaligen Schweizer Top-OL-Läuferin nicht unbedingt. Ehemaliger Trainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. (r.) Der 35-jährige Mittelfeldspieler läuft für den tschechischen Club FK Jablonec auf. Ehemaliger österreichischer Fussballer. (r.) Ehemaliger Slowakischer Nationalspieler und Gewinner des Stanley Cups mit den Pittsburgh Penguins. (r.) Ehemaliger FCZ-Stürmer. Schweizer Ex-Skirennfahrerin. (r.) Tschechischer Fussballer bei SK Benatky nad Jizerou. Ehemalige deutsche Schwimmerin. Ehemaliger österreichischer Fussballer.

Fehler gesehen?

Mal ganz ehrlich: Möchten Sie Mikael Lustig, Lucien Hassdenteufel oder Bekim Kastrati heissen? Wohl eher nicht. Denn solche Namen werden oft ins Lächerliche gezogen. Wenn man nun aber so heisst, kann man dies im Normalfall nicht ändern und muss damit umgehen können. Lustig schoss am Dienstag für Schweden im EM-Qualifikationsspiel gegen Moldawien ein Tor und fand dies sicher auch lustig. Ganz anders der deutsche Fussballer Kastrati. Er sorgte schon für Schlagzeilen, weil sein Nachname unfreiwillig und quasi stellvertretend für einen Unfall stand. Er erlitt einen Hodenriss.

Auch in der Schweiz gaben schon Sportlernamen zu reden. In den 80er-Jahren spielte ein gewisser Mongi Ben Brahim bei mehreren welschen Fussballvereinen. Von 1996 bis 1997 verpflichtete der FC Basel den deutschen Franco Foda. Sein Name heisst in portugiesischer Sprache nett ausgedrückt «umsonst Geschlechtsverkehr». Welche lustigen Sportlernamen es sonst noch gibt, sehen Sie in der Bildstrecke oben.