Triathlon in Zürich

26. Juli 2014 16:11; Akt: 26.07.2014 16:17 Print

EM-Titel für Ryf und Wild

An der EM über die Olympische Distanz verteidigte die Solothurnerin Daniela Ryf ihren Vorjahrestitel. Bei den Männern ging der EM-Titel an Ruedi Wild, Silber holte Sven Riederer.

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Einen Tag vor ihrem Debüt über die Ironman-Distanz machte Ryf an den Kontinentalmeisterschaften mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren (ohne Windschattenfahren) und 10 km Laufen mit einer überragenden Leistung auf dem Rad ihren Rückstand von der Schwimmstrecke schnell wett. Auf den drei Runden um Kilchberg fuhr sie einen Vorsprung von 3:48 Minuten heraus. Diesen konnte sie auf der abschliessenden Laufstrecke verwalten. Auf den Rängen zwei und drei folgten die Deutschen Ricarda Lisk (1:16 zurück) und Svenja Bazlen (2:35), die Olympiazweite Lisa Norden (Sd, 3:12) wurde Vierte.

«Ich bin erstaunt von meiner Leistung im Vergleich zu den anderen, es zeigt, dass ich in Form bin», sagte Ryf. «Mir ist das heutige Rennen wichtiger, der Ironman-Start am Sonntag ist nur ein Test», erklärte die 27-Jährige.

EM-Titel trotz Zeitstrafe

Bei den Männern sicherte sich Ruedi Wild den EM-Titel trotz einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in einer der Abfahrten, da er den Aerolenker benützte. Der Zürcher konnte aber wieder aufschliessen, enteilt war lediglich der nicht titelberechtigte Brasilianer Reinaldo Colucci, der wie Ryf von Brett Sutton betreut wird. «Ich bin glücklich über den EM-Titel, es ist mein Format», freute sich Wild. «Ich hatte allerdings kurz überlegt, aufzuhören.»

Der zweitplatzierte Sven Riederer zeigte sich nicht enttäuscht. «Das Wettkampfformat entspricht Ruedi, ich mag ihm den Titel gönnen», sagte Riederer, der Wild am vergangenen Sonntag beim Europacup in Genf im Laufen noch geschlagen hatte. «Ich zeigte zwar heute eine meiner besten Radleistungen, aber ermüdet zu laufen ist anders», verglich Riederer das 5150-Wettkampfformat mit den ITU-Rennen im Weltcup oder der World Triathlon Series, in denen das Windschattenfahren erlaubt ist.

Zürich. 5150EM (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). Männer: 1. Reinaldo Colucci (Br) 1:47:23. 2. (1. EM) Ruedi Wild (Sz) 0:23 Minuten zurück. 3. (2. EM) Sven Riederer (Sz) 0:43. 4. (3. EM) Pieter Heemeryck (Be) 0:50. 5. Giulio Molinari (It) 1:19. 6. Todd Skipworth (Au) 1:23. Ferner: 9. Andrea Salvisberg (Sz) 2:18.

Frauen: 1. Daniela Ryf (Sz) 1:58:08. 2. Ricarda Lisk (De) 1:26. 3. Svenja Bazlen (De) 2:35. 4. Lisa Norden (Sd) 3:12. 5. Catherine Jameson (Gb)10:43. 6. Anna Halasz (Un) 15:05.

(sda)