T. J. Yates

12. Dezember 2011 20:41; Akt: 12.12.2011 20:49 Print

Ein Rookie schreibt Geschichte

von Sandro Compagno - Die Houston Texans stehen erstmals in der Teamgeschichte in den NFL-Playoffs. Möglich gemacht hat es ein Rookie: T. J. Yates, der Quarterback Nummer 3 der Texaner.

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T. J. heisst eigentlich Taylor Jonathan Yates. (Key)

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«Houston, wir haben ein Problem!» hiess es noch vor kurzem. Erst brach sich Quarterback Matt Schaub gegen die Tampa Bay Buccaneers den Fuss. Vor zwei Wochen erwischte es Ersatzmann Matt Leinart: Schlüsselbeinbruch. Nun also war die Reihe an T. J. Yates. Der 24-Jährige war im Sommer in der fünften Runde gedraftet worden – als Nummer 3 und mit minimen Chancen, eingesetzt zu werden.

Doch am Sonntag gegen die Cincinnati Bengals gelang ihm der wichtigste Drive in der Geschichte der erst 2002 gegründeten Franchise. 2:33 vor Schluss kamen die Texans 20 Yards vor der eigenen Endzone an den Ball. Was folgte, war ein 80-Yard-Drive – Yates lief 17 Yards, um einen neuen ersten Versuch zu sichern – und schliesslich ein Touchdown-Pass auf Wide Receiver Kevin Walter zwei Sekunden vor Schluss! Kicker Neil ­Rackers sicherte mit dem Extrapunkt den 20:19-Sieg.

Wenige Minuten später ­erreichte das Team um Yates die Kunde von der 17:22-­Niederlage der Tennessee Titans gegen die New Orleans Saints – damit können die Texans nicht mehr von Platz 1 ihrer Division (AFC South) verdrängt werden. Die Playoff-Qualifikation war Tatsache. «Es war kein gutes Spiel von uns», grantelte Head­coach Gary Kubiak. «Aber am Schluss passte das Resultat.» Und dann wand er seinem Yates ein Kränzchen: «Wir haben einen jungen Quarterback, der an das glaubt, was er tut.»