Im Hinblick auf Olympia

25. November 2019 17:30; Akt: 25.11.2019 21:57 Print

Paul Estermann nicht mehr im Schweizer Elite-Kader

Nach dem Schuldspruch des Bezirksgerichts Willisau wegen Tierquälerei hat der Springreiter erklärt, auf die Kaderzugehörigkeit zu verzichten.

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Vorerst ausgesprungen: Paul Estermann, hier auf Lord Pepsi. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Paul Estermann verzichtet per sofort auf seine Zugehörigkeit zum Schweizer Elite-Springkader. Dies obschon sein Anwalt die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Willisau angemeldet hat und nach dem Studium der Urteilsbegründung – welche voraussichtlich erst in ein paar Wochen vorliegen wird – mit seinem Mandanten entscheiden wird, ob an der Berufung festgehalten wird und das Urteil an die zweite Instanz weitergezogen wird. In Luzern wäre dies das Kantonsgericht, eine eventuelle dritte und letzte Instanz wäre das Bundesgericht.

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Mit diesem Schritt möchte Estermann dem Pferdesport und dem Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS) helfen und gewährleisten, dass sich die Schweizer Springreitequipe störungsfrei auf die neue Saison vorbereten kann, die im Sommer mit den Olympischen Spielen von Tokio ihren Höhepunkt findet. Der Austritt aus dem Kader bedeutet auch dass Estermann vorläufig nicht mehr für die Schweizer Equipe an Nationenpreisen und Championaten starten wird. Charles Trolliet, der Präsident des SVPS, begrüsst den Entscheid: «Wir sind zufrieden und erleichtert, dass Paul Estermann vorläufig nicht mehr im Kader ist. Dadurch wird die Situation für den Rest des Teams klarer.» Erst im Oktober war Estermann - trotz Verurteilung durch die Staatsanwaltschaft Sursee - ins Olympiakader aufgenommen worden.

An nationalen und internationalen Wettkämpfen kann der 56-Jährige aus Hildisrieden hingegen weiter teilnehmen. Aufgrund der geltenden Unschuldsvermutung sieht der SVPS aktuell von allfälligen verbandsinternen Sanktionen ab. «Wir haben nicht mehr Informationen als die Medien», sagt Trolliet, «wir müssen uns auf die Fakten abstützen und können so den Fall erst später schlüssig beurteilen.»

Paul Estermann hat auch bekannt gegeben, dass er auf eigenen Wunsch nicht am CHI Genf vom 12. bis 15. Dezember 2019 und dem CSI Basel vom 9. bis 12. Januar 2020 teilnehmen wird.

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(mke)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simi am 25.11.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insider

    "Paul Estermann verzichtet per sofort auf seine Zugehörigkeit zum Schweizer Elite-Springkader verzichtet"... Ich würde es begrüssen, wenn er komplett die Finger von diesen wunderschönen und sensieblen Geschöpfen lassen würde. All die geschundenen Kreaturen (Mensch und Tier) würdens Ihm danken.

  • Karin Finger am 25.11.2019 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Aua zu hören..

    Sowas von verlogen! Ihr solltet alle mal hinsehen können wenn die Tiere in verschlossenen Hallen "trainiert" werden! Ja! Sie können halt nicht "aua" sagen. Pferde können nicht schreien ....

  • as Mami am 25.11.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Kontrolle

    es sollten unbedingt mehr Kontrolle geben punkto Misshandlungen bei Pferden.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guggisberg Peter Muri bei Bern am 26.11.2019 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reitsport

    Das Pferd liebt nur gefühlsvolle Menschen auf seinem Rücken. Es würde nur in höchster Not über sich hohe Hindernisse springen. Hört endlich auf mit der Tortour.

  • S.S am 26.11.2019 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Estermann

    Darf Mann so einem Tier quäler überhaupt Pferde geben dem gehören die Pferde weggenommen !!!!

  • Toni am 26.11.2019 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Karma

    Die Pferde werden gefügig gemacht , was an Grausamkeit kaum zu überbieten ist , mit dem Ziel ihren Willen zu brechen , mit scharfen Trensen und Sporen , und weiteren schlimmen Misshandlungen haben sie keine Wahl als aus Angst zu gehorchen , um dann oft schon in jungen Jahren völlig traumatisiert und mit schweren gesundheitlichen Leiden geschlachtet werden , sobald kein Geld mehr an ihnen zu verdienen ist . Dazu gehören auch viele Reitschulen und Ställe . Ebenso Kühe und Rinder die zum reiten vorbereitet werden . Pfui Teufel Mensch !

  • John am 26.11.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Märchenstunde....

    Kein Pferd springt freiwillig 2 Meter hoch mit einem Menschen auf dem Rücken!! Das geht nur mit Zwang.

  • Bärgbur am 26.11.2019 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurige Angelegenheit...

    das ist ganz sicher eine Schmutzkampagnie!