Meister-Triple

29. April 2012 18:29; Akt: 29.04.2012 19:35 Print

FCB jetzt ganz, ganz, ganz definitiv Meister

Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Lausanne sichert sich der FC Basel den 15. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Definitiv, CAS hin Proteste her, in Basel kann endlich gefeiert werden.

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Der «Barfi» bebt: Weit über 10 000 Fans feiern am Abend des 29. April ihren FCB. Die Spieler und Trainer Heiko Vogel (im Vordergrund) lassen sich im Licht zahlreicher Leuchtfackeln feiern. Heiko Vogel stemmt den Pokal in die Luft - mangels Original zunächst mal eine Kopie. Präsident Bernhard Heusler posiert zusammen mit Gilles Yapi Yapo und dessen Sohn auf dem Balkon des Casinos hoch über dem Barfüsserplatz. Xherdan Shaqiri lässt es sich nicht nehmen, mit dem Pokal vor den Fans zu stehen, bevor er demnächst nach München weiterziehen wird. Der alte Hase Benjamin Huggel kennt das Gefühl schon gut. Für Trainer Heiko Vogel ist die Meisterfeier allerdings eine Premiere. Die Fans jubeln bis tief in die Nacht. Basel feiert - der 15. Meistertitel der Vereinsgeschichte ist im Trockenen. Die Feier kann beginnen. Marco Streller stemmte schon mal ein Pokal-Dummy in die Höhe, die Basler Feier hat begonnen und endet nicht vor dem 23. Mai, dem letzten Spieltag der Saison - dann gibts auch den echten Pokal. Auch Trainer Heiko Vogel liess sich endlich feiern. FCB-Präsident Bernhard Heusler und seine Freude nach dem 3:1 kurz vor Abpfiff. Shaqiri und Steinhöfer. Beni Huggel und die Freude eines Routinier. Basel feiert - der 15. Meistertitel der Vereinsgeschichte ist im Trockenen. Die Feier kann beginnen. Bereits vor dem Spiel herrschte Hochstimmung im ausverkauften St. Jakobs-Park - es war angerichtet für den FCB. Der FC Basel ging bereits früh in Führung, Marco Streller schob in der 9. Spielminute zum 1:0 gegen Lausanne ein. Alles lief nach Plan, der FCB auf gutem Weg Richtung Titel. Die Lausanner waren nur selten im gegnerischen Strafraum, aber ein Angriff genügte, um die Basler kalt zu erwischen - mit dem 1:1 durch Negrao gings in die Pause. Die Basler taten sich in der Folge etwas schwer, Lausanne hielt wacker dagegen. In der 64. Minute durfte sich Alex Frei von seinen Kollegen feiern lassen. Nach schöner Vorarbeit von Abraham traf der Goalgetter zum 2:1. Das erneute Führungstor brachte auch in der Vorstandetage etwas Lockerheit zurück. In der Nachspielzeit legte Zoua noch einen drauf - 3:1, damit war alles klar. Sion führte zur Halbzeit in Thun mit 1:0, dank Torschütze Ianu. Die Freude über das Tor musste raus. Doch zum Sieg reichte es für Sion nicht, Präsident Constantins (l.) Miene verdüsterte sich entsprechend. Jahmir Hyka trifft spektakulär zum 1:0 für Luzern gegen GC. Die Luzerner haben die Partie im Griff und führen lange mit 2:0. Doch kurz nach der Pause verkürzt GC - und in der 75. Minute gar das 2:2 durch Zuber. Moreno Costanzo (l.) brachte YB gegen Servette 1:0 in Führung. Servette gleicht aber durch einen Elfmeter aus. Am Ende wirds hektisch. Servette trifft zum 2:1, YB hat noch zwei Chancen zum Ausgleich - und dann artet die Partie an der Seitenlinie aus. Weil ein YB-Spieler beim Versuch einen Einwurf auszuführen umgeschubst wird, kommts zu Handgreiflichkeiten. Pascal Doubai (l.) und Daniel Soares sagen sich die Meinung.

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Mit einem 3:1 gegen Lausanne sichert sich Basel in der 31. ASL-Runde vorzeitig den 15. Schweizer Meistertitel - dem dritten in Folge. Im zweiten Spiel vom Sonntag trennen sich Thun und Sion 1:1. Mit fünf verbleibenden Spielen liegen die Basler nun 18 Punkte vor dem ersten Verfolger Luzern und auch wenn dem Sion am grünen Tisch die im Dezember entzogenen 36 Punkte dereinst wieder zugesprochen werden sollten, kann der FCB nun nicht mehr eingeholt werden.

Matchwinner Alex Frei

In der 64. Minute konnte im ausverkauften St.-Jakob-Park zur vorgezogenen, inoffiziellen Meisterfeier gestartet werden. Alex Frei brachte die Basler nach schöner Vorarbeit von David Abraham 2:1 in Führung und machte damit rechnerisch alles klar, weil der FC Sion bis zu diesem Zeitpunkt in Thun 1:0 vorne lag. Fünf Minuten später wäre aber auch dieser Treffer nicht mehr nötig gewesen, Thun glich gegen Sion aus, womit dem FCB bereits ein Remis gegen Lausanne zum Titelgewinn gereicht hätte.

Die Basler gerieten gegen die Romands aber nie in Gefahr, zu straucheln und die Meisterfeier auf nächsten Mittwoch (gegen Thun) verschieben zu müssen. Marco Streller hatte den Gastgeber schon nach neun Minuten und idealer Vorlage seines Sturmkumpels Alex Frei in Führung geschossen. Zwar glichen die Gäste diese Führung in der 20. Minute aus, doch es war ein Zwischenergebnis, das nicht bis zum Schluss Bestand haben konnte. Das Lausanner Tor von Negrao fiel aus heiterem Himmel und entsprang der ersten und einzigen Torchance bis in die Schlussphase, als der eingewechselte Aleksandar Prijovic FCB-Goalie Yann Sommer doch noch einmal prüfte.

Topskorer Alex Frei avancierte mit seinem Treffer zum 2:1 einmal mehr zum Matchwinner und er krönte seine Topleistung in der 91. Minute, als er Jacques Zoua mit einem Musterpass das 3:1 ermöglichte. Für Frei waren es Tor Nummer 22 und die Assists Nummer 10 und 11. Eine unglaubliche Bilanz, die nun mit dem 15. Meistertitel für Basel gekrönt wurde.

«CC» coacht Sion zum Remis in Thun

Unter «Interims-Coach» Christian Constantin holt der FC Sion beim FC Thun ein 1:1. Das Remis in Thun ist für Sion kein gutes und auch kein spektakuläres Ergebnis. Spannender waren die Begleitumstände. Die Walliser traten ohne ihren neuen Coach Rolland Courbis an. Der Südfranzose weilte wegen vertraglicher Pflichten bei einer TV-Station in seiner Heimat. Vertreten (oder ersetzt?) wurde er ausgerechnet vom Präsidenten der Walliser: Christian Constantin coachte das Team nun erstmals auch offiziell.

Dass «CC» gleich selber das Traineramt besetzte, passt irgendwie zum chaotischen Zustand des Vereins. Er müsse sehen, ob die Lösung mit Courbis überhaupt umsetzbar sei, erklärte Constantin gegenüber Westschweizer Journalisten: «Vielleicht müssen wir etwas Neues in Betracht ziehen.» Die Fortsetzung im Walliser Laienstück ist garantiert. Wer am Mittwoch in Lausanne auf der Bank sitzt, ist derzeit unklar - womöglich erneut Constantin, der allerdings die nötigen Papiere gar nicht besitzt.

Die sportlichen Fakten in Kürze. Für Sion traf der Rumäne Cristian Ianu fünf Minuten nach seiner Einwechslung (30.). Nach 261 torlosen Minuten jubelten die Thuner Anhänger wieder. Für den Treffer sorgte aber kein Einheimischer, sondern ein Gast. Aislan lenkte in Bedrängnis einen Querpass ins eigene Tor. Den Matchball vergab Joker Rama solo.

Basel - Lausanne-Sport 3:1 (1:1)
St.-Jakob-Park. - 36'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gremaud.
Tore: 9. Streller (Alex Frei) 1:0. 20. Negrao (Chakhsi) 1:1. 64. Alex Frei (Abraham) 2:1. 91. Zoua (Alex Frei) 3:1.
Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic, Park; Shaqiri (85. Zoua), Xhaka (76. Yapi), Huggel, Fabian Frei (75. Stocker); Alex Frei, Streller.
Lausanne: Favre; Katz, Muslin, Sonnerat, Kamber; Chakhsi, Bah (78. Sanogo), Marazzi (71. Prijovic); Avanzini (65. Khelifi), Susaeta; Negrao.
Bemerkungen: Basel ohne Ajeti, Chipperfield, Jevtic, Pak (alle verletzt) und Voser (rekonvaleszent). Lausanne ohne Pasche (gesperrt), Coltorti, Lang, Moussilou und Page (alle verletzt). Verwarnungen: 40. Chakhsi (Foul), 44. Marazzi (Foul), 56. Sonnerat (Foul), 58. Shaqiri (Foul), 89. Dragovic (Foul).

Thun - Sion 1:1 (0:1)
Arena. - 5703 Zuschauer. - SR Kever.
Tore: 30. Ianu 0:1. 69. Aislan (Eigentor) 1:1.
Thun: Da Costa; Bigler (68. Rama), Schindelholz, Ghezal, Schneider (63. Schirinzi); Bättig; Christian Schneuwly, Hediger, Demiri (88. Volina), Wittwer; Marco Schneuwly.
Sion: Vanins; Vanczak, Back, Dingsdag, Bühler; Wüthrich (77. Yerly), Obradovic, Rodrigo, Crettenand; Margairaz (62. Mutsch), Danilo (25. Ianu).
Bemerkungen: Thun ohne Lüthi, Fabiano, Siegfried, Reinmann (alle verletzt), Sion ohne Serey Die, Basha (beide verletzt). 52. Pfostenschuss von Ianu.

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
11.02.17  Thun - Basel 0:2 (0:0)
11.02.17  Lugano - Grasshoppers 3:0 (2:0)
12.02.17  Sion - Vaduz 4:2 (0:1)
12.02.17  St. Gallen - Lausanne-Sport 2:1 (0:0)
12.02.17  Luzern - Young Boys 4:1 (3:1)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 20 17 2 1 55 : 15 53

2. Young Boys 20 11 5 4 46 : 29 38

3. Luzern 20 10 3 7 44 : 38 33
4. Sion 20 10 2 8 43 : 36 32

5. St. Gallen 20 7 4 9 23 : 29 25
6. Grasshoppers 20 6 4 10 26 : 36 22
7. Lugano 20 5 6 9 26 : 39 21
8. Lausanne-Sport 20 5 4 11 35 : 40 19
9. Thun 20 4 7 9 24 : 36 19

10. Vaduz 20 4 5 11 24 : 48 17

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • denker am 29.04.2012 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    immer wieder nur einer: FCB und Geld

    wer 30 Mio mehr hat als alle andern - der muss ja Meister werden - zudem ist Schweizer Fussball...schlicht nichtssagend und monoton

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  • M. am 29.04.2012 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das isch Macht 

    wie ein gewisser Basler rapper namens Brandhärd schon sagte Rot Blau Basel das isch Macht Dominant passt zu dieser Saison auch wen der Auftakt mehr als schwach wahr.

  • Alex_01 am 29.04.2012 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Saisons zum vergessen

    Was für ein Trauriges Sportjahr. Im Eishockey wird die Meisterschaft durch ein zweifelhaftes Tor entschieden, und im Fussball hatte der aktuelle Meister nur noch die Justiz als Gegner. Hoffe die nächsten Saisons (Fussball und Hockey) werden spannender und fairer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sven E. am 30.04.2012 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Unter den Blinden

    ist der Einäugige König. Was Basel wirklich taugt, hat man ja im letzten CL Spiel gesehen; international gesehen eine bessere Grümpelturniermannschaft. Aber mit dem Geld, das sie haben, reicht es in einem Nicht-Fussball-Land wie der Schweiz halt noch immer zum Titel.

  • M. am 29.04.2012 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das isch Macht 

    wie ein gewisser Basler rapper namens Brandhärd schon sagte Rot Blau Basel das isch Macht Dominant passt zu dieser Saison auch wen der Auftakt mehr als schwach wahr.

  • Dave am 29.04.2012 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar!

    Jetzt, wo Basel die Liga gewinnt, ist es plözlich eine Gurkenliga. Als der FCZ vor 4 Jahren Meister wurde, klang es aber noch ganz anders...Verlierersprüche eben.

  • Regula u. Martin am 29.04.2012 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super FCB

    Gratulation zum verdienten Triple. Die beste Mannschaft hat den Titel geholt. Die ganze Saison war grossartig inkl. Championsleague Danke FCB

  • Toni am 29.04.2012 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Stell dir vor,

    der FCB ist Meister, und niemanden interessierts....

    • Marc C am 29.04.2012 20:06 Report Diesen Beitrag melden

      abgesehen von 300'000

      toni, auch bekannt als der kleinste mann mit Hut!!!

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