Sport kompakt

13. Dezember 2018 20:45; Akt: 14.12.2018 13:27 Print

Robben fällt für den Rest der Hinrunde aus

Mamié schwimmt erneut Schweizer Rekord +++ Jani zurück in die Formel E +++ Neuer Trainer für Frey +++ Niederreiter und Meier mit Doppelpack +++

Bildstrecke im Grossformat »
Bayern München muss in den letzten drei Bundesliga-Partien in diesem Jahr auf Arjen Robben verzichten. Der 34-jährige Holländer laboriert an muskulären Problemen und muss pausieren. Trainer Niko Kovac hofft, dass Robben bis zum Trainingsauftakt für die Rückrunde am 4. Januar wieder fit ist. Lisa Mamié übersteht am vierten Tag der Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Hangzhou als erste Schweizerin den Vorlauf. Die 20-jährige Zürcherin schwimmt über 100 m Brust Schweizer Rekord. Mamié verbesserte über 100 m Brust mit 1:05,87 Minuten die zehnjährige nationale Bestleistung von Patrizia Humplik um vier Hundertstel und qualifizierte sich als 14. für den Halbfinal. Mamié war am Dienstag schon über 50 m Brust ein Schweizer Rekord gelungen, von denen nun insgesamt vier in China erreicht wurden. Über 50 m Rücken schwamm die 21-jährige Seraina Sturzenegger in 27,64 Sekunden eine persönliche Bestzeit. Das reichte zu Rang 28. Die Männerstaffel über 4x50 m Crawl belegte den 12. Platz. Nina Kost verbesserte an den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Berlin den Schweizer Rekord über 100 m Crawl. Die 23-jährige Athletin des SC Uster-Wallisellen war in 52,87 Sekunden um 66 Hundertstel schneller als Maria Ugolkova im April 2017. Porsche bestreitet seinen Einstieg in der Formel E mit einem Schweizer Fahrer. Der Automobilhersteller aus Stuttgart vergibt für die Premieren-Saison 2019/20 das erste von zwei Cockpits an Neel Jani. Für Jani ist es eine Rückkehr in die Rennserie für elektrobetriebene Autos. Vor einem Jahr hatte der 35-jährige Bieler ein ernüchterndes Debüt in der Formel E gegeben. Nach einem 18. und 19. Rang beim Saisonauftakt in Hongkong beendete Jani sein Engagement beim amerikanischen Rennstall Dragon umgehend wieder. Weil sein Auto nicht konkurrenzfähig war, zog es Jani vor, sich wieder vollumfänglich auf seine Einsätze in der Langstrecken-WM zu konzentrieren. Nun wagt der Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister von 2016 einen zweiten Anlauf in der Formel E. Bereits im Januar wird Jani mit seinem langjährigen Arbeitgeber Porsche den Testbetrieb aufnehmen, um sich auf die in einem Jahr beginnende sechste Formel-E-Saison vorzubereiten. Der Startschuss zur Formel-E-Saison 2018/2019 erfolgt am Samstag in Diriyya in Saudi-Arabien. Fenerbahce Istanbul hat Ersun Yanal zum Cheftrainer ernannt. Der bald 57-Jährige ersetzt beim Verein von Michael Frey den Ende Oktober nach nur fünf Monaten entlassenen Phillip Cocu. Unter Yanal hatte Fenerbahce 2014 den letzten von 19 Meistertiteln geholt. Derzeit belegt der türkische Traditionsklub in der heimischen Meisterschaft nur den 17. und vorletzten Tabellenplatz. In der Europa League erreichte «Fener» die Sechzehntelfinals. Nino Niederreiter glänzt in der NHL beim 5:1-Sieg der Minnesota Wild gegen Florida als Doppeltorschütze und Vorbereiter. Beim zweiten deutlichen Heimsieg innert 48 Stunden leitete Niederreiter das Spiel mit seiner Doublette zwischen der 16. und der 32. Minute in die gewünschten Bahnen. Der Churer Stürmer traf zuerst mit einem präzisen Slapshot zum 1:1 und dann mit einem Ablenker zur Führung und baute seine Torserie auf drei Spiele aus. Beim vierten Treffer zu Beginn des Schlussdrittels konnte sich Niederreiter zudem einen Assist notieren lassen. Den Führungstreffer für Florida hatte Denis Malgin in der 3. Minute erzielt. Niederreiter hatte schon vor zwei Tagen zu den entscheidenden Figuren gehört markiert. Beim 7:1 gegen Montreal markierte er den ersten Treffer und bereitete ein Tor vor. Dank dem zweiten Sieg in Folge schloss Minnesota bis auf einen Punkt zu den Playoffrängen auf. Auch Timo Meier setzte seinen Lauf fort. Der Appenzeller war zum zweiten Mal in Folge Doppeltorschütze für die San Jose Sharks. Beim 3:2-Sieg gegen die Dallas Stars glich er Ende des ersten Drittels mit einem Handgelenkschuss aus der Distanz zum 1:1 aus und vollendete er zu Beginn des Mittelabschnitts einen Konter zur Führung. Nach 30 Spielen hat Meier damit 32 Skorerpunkte auf dem Konto. Mit seinen 18 Toren ist der 22-Jährige die Nummer 12 der Liga. Die Nashville Predators behaupteten ihre Führung in der Western Conference mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Vancouver Canucks. Roman Josi und Yannick Weber waren an je einem Tor als Passgeber beteiligt. Lisa Ashton verpasste bei der Darts-WM in London einen historischen Coup. Die Engländerin startete gegen den Holländer Jan Dekker phänomenal in die Partie und entschied den ersten Satz für sich. Die Fans im «Ally Pally» waren total aus dem Häuschen und feierten die 48-Jährige Lokalmatadorin mit Sprechchören. Ashton konnte das hohe Niveau aber nicht halten und verlor am Schluss 1:3. Nach der Partie gab es Lob von allen Seiten. Darts-Star Michael Smith twitterte: «Das Ergebnis ist egal Lisa, du hast dich auf der Bühne selbst stolz gemacht.» Nach Ashtons Ausscheiden ist mit der Russin Anastassija Dobromyslowa noch eine zweite Frau am Start. Bei der diesjährigen, 26. Weltmeisterschaft gab es erstmals zwei Startplätze für das weibliche Geschlecht. Roger Federer und Rafael Nadal treten beim nächsten Laver Cup wieder gemeinsam an. Der Veranstalter bestätigte, dass die beiden Tennisgrössen beim Anlass im nächsten September in Genf für das Team Europe spielen. Bei der ersten Austragung 2017 in Prag spannten Federer und Nadal ebenfalls zusammen. Für Xherdan Shaqiri und seine Liverpooler Teamkollegen wie Mohamed Salah stand am Nachmittag ein Charity-Event auf dem Programm. Die Fussballer besuchten Kinder im Alder-Hey-Spital und brachten Geschenke mit. Liverpools Coach Jürgen Klopp war bei der vorweihnachtlichen Aktion auch mit von der Partie und liess die Kinderaugen hell erleuchten. Inter Mailand hat wie erwartet Giuseppe Marotta als neuen Geschäftsführer vorgestellt. Der 61-Jährige aus Varese hatte bis Ende Oktober in gleicher Funktion für Juventus Turin gearbeitet. Marotta gilt als Baumeister der grossen Erfolge von Juventus in den letzten Jahren. Er kam 2010 von Sampdoria Genua zum Rekordmeister, orchestrierte ein Jahr später den Umzug ins neue Stadion und baute eine Mannschaft auf, die seit 2011/2012 ununterbrochen den Scudetto holte. Marottas grösste Leistung bei Juventus Turin war die Zusammenstellung der ersten Meistermannschaft, die er in der Folge punktuell verstärkte und die 2015 unter Massimiliano Allegri den Final der Champions League erreichte. In der Startformation jener Partie gegen den FC Barcelona standen acht Spieler - darunter der Schweizer Stephan Lichtsteiner -, die zwischen 2011 und 2014 unter Marotta zu Juventus Turin gewechselt hatten - für insgesamt lediglich 53 Millionen Euro. Vor der Ära von Marotta in Turin hatte Juventus die Saison 2009/10 in der Serie A im 7. Rang abgeschlossen. In Mailand erhoffen sie sich unter und dank dem neuen Geschäftsführer einen ähnlichen Steigerungslauf. Den letzten Titel holte Inter vor mehr als sieben Jahren. Es war der Triumph im italienischen Cup unter Trainer Leonardo, dem heutigen technischen Direktor von Stadtrivale Milan. Laurent Meuwly nimmt eine neue berufliche Herausforderung an: Der Cheftrainer Sprint/Hürden von Swiss Athletics wechselt per 1. April als Nationaltrainer zum niederländischen Leichtathletikverband. Meuwly ist seit vielen Jahren in der Schweizer Leichtathletik engagiert, sowohl als Verbandstrainer bei Swiss Athletics als auch als persönlicher Coach von Spitzenathleten wie beispielsweise Lea Sprunger. Nach der Hallensaison wechselt er im Frühling als Verantwortlicher für den Sprint- und Hürdenbereich sowie die Staffeln (4x100 m, 4x400 m) zum niederländischen Verband. Auch in dieser Funktion wird der 44-jährige Freiburger, der mehrmals als Schweizer Leichtathletiktrainer des Jahres ausgezeichnet wurde und der insbesondere die Schweizer 4x100-m-Frauenstaffel auf internationales Topniveau führte, weiterhin als persönlicher Coach einzelne Schweizer Athleten betreuen. Beat Feuz (Bild) klassierte sich im zweiten und letzten Training für die Weltcup-Abfahrt vom Samstag in Val Gardena als Dritter. Bestzeit fuhr der Österreicher Max Franz. Aus Schweizer Sicht sieht das Klassement besser aus als am Tag zuvor (Mittwoch), als Mauro Caviezel als Bestklassierter Zwölfter geworden war. Feuz deutete als Dritter an, dass er sich mittlerweile auch auf der Saslong zurechtfindet. In der Abfahrt auf der WM-Strecke von 1970 weist der Weltmeister zwei 8. Plätze als Bestwerte aus. Carlo Janka und Caviezel folgen im Klassement des Abschlusstrainings auf den Plätzen 12 beziehungsweise 17. Franz, der während der Nordamerika-Tournee die Abfahrt in Lake Louise und den Super-G in Beaver Creek gewonnen hat, führt das Klassement mit gut sechs Zehnteln Vorsprung vor Steven Nyman an. Der Amerikaner, für den die letzten zwei Winter wegen Kreuzbandrissen vorzeitig zu Ende gegangen waren, fühlt sich in Gröden besonders wohl. Seine bisherigen drei Weltcup-Siege hat er allesamt hier errungen, nämlich 2006, 2012 und 2014 in der Abfahrt. Robbie Earl wechselt auf die kommende Saison hin innerhalb der National League vom EHC Biel zu den SCL Tigers. Der 33-jährige Amerikaner verpflichtet sich bei den Emmentalern für zwei Jahre. Earl spielt seine dritte Saison bei Biel. Die Seeländer sind für ihn in der höchsten Schweizer Liga der dritte Arbeitgeber. Zuvor spielte er für die Rapperswil-Jona Lakers und den EV Zug. Mit dem HC Davos nahm er 2011 zudem am Spengler Cup teil. Earls erste Station in Europa war vor sieben Jahren der EC Salzburg. In der Saison 2015/16 vor seinem Wechsel zu Biel war er auch für Färjestad in Schweden tätig. In der NHL absolvierte er für die Minnesota Wild und die Toronto Maple Leafs insgesamt 47 Partien. Der Auftakt der Alpin-Snowboarder beim Parallel-Riesenslalom in Carezza verlief nicht nach Plan. Nevin Galmarini (Archivbild), Patrizia Kummer und Ladina Jenny bleiben in den Achtelfinals hängen. Galmarini war als Qualifikationsschnellster als Favorit in den Finallauf gegen den Österreicher Sebastian Kislinger gestartet. Der Olympiasieger im Parallel-Riesenslalom von Pyeongchang verlor allerdings am Start zu viel Zeit auf den Österreicher, um dies im weiteren Verlauf des Laufs noch korrigieren zu können. ¨ Bei den Frauen überstand Julie Zogg als einzige Schweizerin die Achtelfinals. Im Viertelfinal wurde sie wie vor ihr bereits Kummer im Achtelfinal von Ausnahmekönnerin Ester Ledecka gestoppt. Für Kummer war die Achtelfinal-Niederlage gegen Ledecka ein bitteres Déjà-Vu: Bereits an den Olympischen Spielen in Pyeongchang hatte die Tschechin, die sich später zur Olympiasiegerin krönte, die 31-jährige Walliserin in der ersten Runde ausgeschaltet. Gemäss einer Untersuchung der Fifa haben Spielvermittler 2018 umgerechnet insgesamt 543 Millionen Franken über Spielertransfers (im Bild Superstar Cristiano Ronaldo, der im Sommer für 110 Millionen Euro von Real Madrid zu Juventus Turin wechselte) eingenommen. 83,9 Prozent all dieser Gelder liefen über England, Italien, Deutschland, Portugal, Spanien und Frankreich abgewickelte Transfers. Im erstmals erfassten Frauenfussball erhielten Vermittler rund 79'000 Franken.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Resultate und Tabellen

(sda/red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luigi T am 20.10.2018 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machs gut Tom!

    Er lag zu oft am Boden. Wollte wohl, aber nun sitzt ihm die Angst im Nacken. Da (...) wo die Jungen, respektlosen Wilden sich bekämpfen, am totalen Limit, wird er zurückstecken. Schade um den wirklich sympathischen Sportler, aber diese Geschichte dürfte gelaufen sein. Und trotzdem, hämische Kommentare hat ER ganz sicher nicht verdient. Vor Allem von der FrustItalofront, welche mit ihrem VR46 schon so sehr leiden müssen.

  • Outefan am 25.10.2018 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EHCK - EHCO

    War gestern zum ersten mal in Kloten. Eingangskontrollen sehr freundlich, Catering top und die Stimmung friedlich. Danke an den EHCK, Komme gerne wieder :) Gruss aus Olten

    einklappen einklappen
  • Dodo am 26.10.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    IST DAS Noch WICHTIG ?

    Soll er jetzt noch alles riskieren? Das er wieder die ganze Vorbereitung auf dem neuen Motorrad in der nächsten Saison in den Sand setzt ??????

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • ausradierter 1. Ligist am 16.11.2018 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    es stinkt gewaltig bei SIHF

    Gegen Aussen mit Geschenkli (war vorher bei TV) bluffen und gegen Innen viel zerstört. Nun kann man ja einen zum Aufräumen suchen. Als Geschenkli noch VRP WM...

  • Benj Kaufmann am 16.11.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    HCD am Shoppen...

    Armer HCD kann sich nur Spieler des Formats Herzog leisten... Gruss aus Ambri/Langnau

    • C.R.H. am 16.11.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

      Zum lachen

      Lachhaft, gerade ihr sollte sehr kleinlaut sein. Sobald es in die Playoff geht ist Schicht im Schacht!! So nebenbei, warum könnt ihr euch dann nur das leisten was ihr im Kader habt? Glaubt ihr wirklich das die Spieler nach einer guten Saison bei euch bleiben....die "Grossen" werden bald ihre Bankkontis öffnen und dann seit ihr wieder da wo ihr hingehört!

    • Käru Bühlmann am 16.11.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Sparen/unerfahrenes junges Team

      ......ja,ja man muss sparen- wers glaubt!HCD war mal sympatisch, das ständige geleiet nervt: Corvi, Ambühl, Wiesers sind ja so unerfahren und billig

    • Allschwiler am 17.11.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

      HC DAVOS

      Endlich mal eine relativ unerfahrene Truppe im Eishockey. Auch klar werden die nicht gleich Meister.

    einklappen einklappen
  • Smaily am 16.11.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Kann mir nicht vorstellen das fabrice nächstes Jahr Liga B spielen wird

  • BM Fan am 15.11.2018 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sage ich als BM Fan......

    Fehlentscheid, mann kann den Bambi Robben alleine verleihen....Ribéry hat so oder so kein Bambipreis verdient....so ein hinterlistiger unfähren spieler wie Ribéry gibt es keinen mehr in der Bundesliga.

  • Paul am 15.11.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ribery

    Einer der Gründe, weshalb die Bayern nichts mehr taugen, Ribery, Müller & Co. sind längst über ihrem Zenit, es wird festgehalten an ausgebrannten Leuten - nicht grundlos ist Ribery nicht mehr in der Französischen Nationalmannschaft dabei. Deschamps weiss schon warum.