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21. November 2018 08:58; Akt: 21.11.2018 13:48 Print

Kommt der VAR bereits im Frühling?

Irlands Coach tritt zurück +++ Kubica 2019 in der Formel 1 +++ Hischier vor Comeback +++ Schweizer Curlerinnen stellen neuen EM-Rekord auf +++ Meier ist Pechvogel bei Sharks-Niederlage +++

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Der Videobeweis in der Champions League könnte noch in der laufenden Saison zum Einsatz kommen. Laut eines Berichts der englischen Zeitung «Times» befasst sich das Uefa-Exekutivkomitee Anfang Dezember mit dem Thema. Damit könnte das technische Hilfsmittel frühestens ab dem Achtelfinale im neuen Jahr in Betrieb gehen. Auch Andrea Agnelli, Vorsitzender der European Club Association (ECA), hatte laut Medienberichten am Dienstag in Brüssel durchblicken lassen, dass eine frühere Anwendung möglich sei. Ursprünglich sollte der Videobeweis mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 in der Königsklasse starten. Das Champions-League-Gruppenspiel zwischen Manchester City und Schachtjor Donezk Anfang November hatte die Diskussion um den Videobeweis erneut befeuert. Nach einem Sturz von City-Spieler Raheem Sterling im Strafraum hatte der Schiedsrichter fälschlicherweise auf Foulelfmeter entschieden. Der Trainer der irischen Fussball-Nationalmannschaft, Martin O'Neill, erklärt seinen Rücktritt. Mit ihm hört auch sein Assistent Roy Keane auf. Das gab der irische Fussballverband FAI am Mittwoch bekannt. Damit reagierte das Duo auf die seit Monaten andauernde Negativserie der «Boys in Green». Das 0:0 in Dänemark am Montag war bereits die vierte Partie in Serie, in der die Republik Irland kein Tor erzielte. Die Bilanz unter dem 66-jährigen O'Neill war zuletzt desaströs. In diesem Jahr gelang der Mannschaft kein einziger Sieg in einem Pflichtspiel, nur in einem unbedeutenden Freundschaftsspiel gegen die USA ging Irland als Sieger vom Platz. Der Pole Robert Kubica einigt sich gemäss Medienberichten mit dem Williams-Team auf einen Vertrag für ein Comeback in der kommenden Formel-1-Saison. Der 33-Jährige, dessen Deal am Donnerstag in Abu Dhabi verkündet werden soll, werde an der Seite des Briten George Russell starten und so nach acht Jahren wieder in der Königsklasse fahren. Für den Russen Sergej Sirotkin ist dann kein Platz mehr und dessen Teamkollege Lance Stroll fährt 2019 im Team Racing Point Force India, bei dem sein Vater einer der Investoren ist. Kubica galt bis zu seinem schweren Rallye-Unfall im Februar 2011 als kommende Weltmeister-Hoffnung in der Formel 1. Der Pole war 2006 von BMW-Sauber engagiert worden und hatte 2008 in Kanada seinen einzigen Grand-Prix-Sieg und den einzigen für das Hinwiler Formel-Team gefeiert (vor Teamkollege Nick Heidfeld). Nico Hischier dürfte in der Nacht auf Donnerstag gegen die Montreal Canadiens sein Comeback für die New Jersey Devils in der NHL geben. Der 19-jährige Center verpasste wegen einer Daumenverletzung die letzten vier Spiele. Nun fühlte er sich im Training «ziemlich gut». Es sei schwierig gewesen zuzuschauen, besonders dann, wenn es dem Team nicht gut laufe. «Ich war jedoch nicht zu 100 Prozent bereit», sagte Hischier. «Ich denke, du musst dir die Zeit nehmen, die du brauchst. Wenn du nicht dein Spiel spielen kannst, dann hilfst du dem Team nicht.» Ohne den Walliser holten die Devils fünf von acht möglichen Punkten - die letzten beiden Partien gingen aber verloren. In der Tabelle der Metropolitan Division liegt New Jersey auf dem zweitletzten Platz. Der Rückstand auf einen Playoff-Platz beträgt sieben Punkte. Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni (im Archivbild rechts) stehen an der EM in Tallinn vorzeitig als Halbfinalistinnen fest. Mit dem 9:3-Sieg gegen Lettland haben sie einen Rekord egalisiert. Was Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau in der estnischen Hauptstadt bislang gezeigt haben, ist beeindruckend. Auch gegen die Lettinnen um Skip Iveta Stasa-Sarsune, die vorher unter anderen gegen die Schottinnen gewonnen hatten, behielten sie die Kontrolle über die Partie. Nach einem Dreierhaus im 7. End gaben die Lettinnen auf. Die Schweizerinnen weisen nun sieben Siege aus sieben Spielen vor. In der 44-jährigen Geschichte der Curling-Europameisterschaften hat vor den Aarauerinnen erst ein Schweizer Frauenteam die ersten sieben Partien des Turniers alle gewonnen. Dies waren die Davoserinnen um Skip Mirjam Ott im Jahr 2013. Timo Meier unterlag in der NHL mit den San Jose Sharks gegen Edmonton 3:4 nach Verlängerung. Die Kalifornier verspielten dreimal eine Führung. Meier (im Bild scheitert er an Edmonton-Goalie Mikko Koskinen), mit zwölf Toren und neun Assists der zweitbeste Punktesammler bei den Sharks, blieb im 22. Saisonspiel zum siebten Mal ohne Skorerpunkt. Unmittelbar vor dem 3:3 von Drake Caggiula (44.) kam der 22-jährige Herisauer dem 4:2 mit einem Ablenker nahe. Allerdings verursachte er mit einem Fehlpass den Shorthander von Ryan Nugent-Hopkins zum 2:2 (22.) und verliess er das Eis mit einer Minus-1-Bilanz. Den Siegtreffer für die Oilers im ersten Spiel unter dem neuen Headcoach Ken Hitchcock erzielte nach 51 Sekunden der Overtime der Deutsche Leon Draisaitl auf Pass von Connor McDavid. Es war für beide der dritte Skorerpunkt in diesem Spiel. McDavid gelang mit dem 1:1 (9.) der 100. Treffer in der NHL-Qualifikation. Für Lindsey Vonn beginnt die Abschiedssaison im Ski-Weltcup suboptimal. Die 34-jährige Rekordsiegerin verpasst die ersten Speedrennen in Lake Louise wegen einer Knieverletzung. Vonn, die ihren Rücktritt per Ende Saison angekündigt hat, begründete ihr Forfait für den Speed-Auftakt der Frauen Ende November und Anfang Dezember in Lake Louise mit einer Knieverletzung, die sie sich im Training bei einem Sturz zugezogen habe. Die US-Speedqueen führte die Verletzung in ihrem Statement auf ihren sozialen Kanälen nicht näher aus. Auch liess sie offen, welches Knie vom Sturz im Super-G-Training in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie erklärte indes, dass keine Operation nötig sei. Die italienische Fussball-Nationalmannschaft setzte sich im Testspiel in Genk (BEL) 1:0 gegen die USA durch. Erst in der Nachspielzeit (94. Minute) gelang Matteo Politano (r. neben Moise Kean) der siegbringende Treffer. Der Torschütze war gut sieben Minuten zuvor eingewechselt worden. Die Italiener gingen verdient als Sieger vom Platz. Sie verzeichneten über 70 Prozent Ballbesitz und erarbeiteten sich sechs Torschüsse, während die Amerikaner nur zu einem Abschluss auf das Gehäuse der Azzurri kamen. Die Italienerin Elena Fanchini hat sich bei einem Super-G-Trainingssturz in Copper Mountain (USA) einen Schienbeinbruch im linken Bein zugezogen. Die 33-Jährige erlitt ausserdem einen gebrochenen Finger und eine Knieprellung. Das gab der italienische Skiverband bekannt. Die wohl monatelang ausfallende Fanchini wird zu weiteren Untersuchungen in ihr Heimatland gebracht. Nur auf den ersten Blick überraschend hat Genf-Servette ein vorgezogenes Spiel in der National League gegen Fribourg-Gottéron gewonnen. Cody Almond war beim 5:0-Sieg mit drei Toren und einem Assist der Matchwinner für die Genfer. Die Formkurven hätten vor dem Duell unterschiedlicher nicht verlaufen können. Während Fribourg die letzten fünf Partien gewonnen hatte und mit einem Sieg gar die Tabellenspitze hätten erobern können, verlor Servette sechs seiner letzten sieben Begegnungen. Das Spiel endete aber so wie die ersten beiden Direktduelle dieser Saison – mit einem Erfolg für die weiterhin unter dem Strich klassierten Genfer. Bereits im ersten Drittel legten sie die Basis zum Sieg mit zwei Powerplay-Treffern durch Floran Douay und Cody Almond. Letzterem (im Bild ganz links) gelangen zwei weitere Tore. Heinz Ehlers hat seinen Vertrag bei den SCL Tigers um zwei weitere Jahre verlängert. Der Däne bleibt damit bis Sommer 2021 Trainer der Emmentaler. Ehlers amtet seit Oktober 2016 bei den SCL Tigers als Head Coach und hat für grossen Aufschwung gesorgt. Derzeit befinden sich die Langnauer auf Kurs für die zweite Playoff-Teilnahme der Vereinsgeschichte. Der FC Zürich muss mehrere Wochen auf Stürmer Assan Ceesay verzichten. Der 24-Jährige erlitt im Testspiel mit Gambia gegen Benin einen Muskelfaserriss. Er dürfte vor der Winterpause nicht mehr zum Einsatz kommen. Damit hat sich das Stürmerproblem im FCZ wieder verschärft. Als Mittelstürmer steht nur noch Stephen Odey zur Verfügung. Pirmin Schwegler (im Bild oben) wird Hannover 96 im Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Der 31-jährige Luzerner Mittelfeldspieler leidet weiterhin an Schmerzen im Sprunggelenk, deretwegen er schon die letzten drei Spiele verpasst hat. Er wird sich somit wohl nicht mit den verschiedenen Schweizer Söldnern von Gladbach messen können.

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(sda/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luigi T am 20.10.2018 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machs gut Tom!

    Er lag zu oft am Boden. Wollte wohl, aber nun sitzt ihm die Angst im Nacken. Da (...) wo die Jungen, respektlosen Wilden sich bekämpfen, am totalen Limit, wird er zurückstecken. Schade um den wirklich sympathischen Sportler, aber diese Geschichte dürfte gelaufen sein. Und trotzdem, hämische Kommentare hat ER ganz sicher nicht verdient. Vor Allem von der FrustItalofront, welche mit ihrem VR46 schon so sehr leiden müssen.

  • Outefan am 25.10.2018 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EHCK - EHCO

    War gestern zum ersten mal in Kloten. Eingangskontrollen sehr freundlich, Catering top und die Stimmung friedlich. Danke an den EHCK, Komme gerne wieder :) Gruss aus Olten

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  • Dodo am 26.10.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    IST DAS Noch WICHTIG ?

    Soll er jetzt noch alles riskieren? Das er wieder die ganze Vorbereitung auf dem neuen Motorrad in der nächsten Saison in den Sand setzt ??????

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ausradierter 1. Ligist am 16.11.2018 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    es stinkt gewaltig bei SIHF

    Gegen Aussen mit Geschenkli (war vorher bei TV) bluffen und gegen Innen viel zerstört. Nun kann man ja einen zum Aufräumen suchen. Als Geschenkli noch VRP WM...

  • Benj Kaufmann am 16.11.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    HCD am Shoppen...

    Armer HCD kann sich nur Spieler des Formats Herzog leisten... Gruss aus Ambri/Langnau

    • C.R.H. am 16.11.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

      Zum lachen

      Lachhaft, gerade ihr sollte sehr kleinlaut sein. Sobald es in die Playoff geht ist Schicht im Schacht!! So nebenbei, warum könnt ihr euch dann nur das leisten was ihr im Kader habt? Glaubt ihr wirklich das die Spieler nach einer guten Saison bei euch bleiben....die "Grossen" werden bald ihre Bankkontis öffnen und dann seit ihr wieder da wo ihr hingehört!

    • Käru Bühlmann am 16.11.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Sparen/unerfahrenes junges Team

      ......ja,ja man muss sparen- wers glaubt!HCD war mal sympatisch, das ständige geleiet nervt: Corvi, Ambühl, Wiesers sind ja so unerfahren und billig

    • Allschwiler am 17.11.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

      HC DAVOS

      Endlich mal eine relativ unerfahrene Truppe im Eishockey. Auch klar werden die nicht gleich Meister.

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  • Smaily am 16.11.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Kann mir nicht vorstellen das fabrice nächstes Jahr Liga B spielen wird

  • BM Fan am 15.11.2018 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sage ich als BM Fan......

    Fehlentscheid, mann kann den Bambi Robben alleine verleihen....Ribéry hat so oder so kein Bambipreis verdient....so ein hinterlistiger unfähren spieler wie Ribéry gibt es keinen mehr in der Bundesliga.

  • Paul am 15.11.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ribery

    Einer der Gründe, weshalb die Bayern nichts mehr taugen, Ribery, Müller & Co. sind längst über ihrem Zenit, es wird festgehalten an ausgebrannten Leuten - nicht grundlos ist Ribery nicht mehr in der Französischen Nationalmannschaft dabei. Deschamps weiss schon warum.