23. März 2011 13:25; Akt: 23.03.2011 14:24 Print

Formel-1-Test

Die westlichen Länder wollen die Flugverbotszone durch den Einsatz verschiedener Waffensysteme durchsetzen. Frankreich verfügt

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Derzeit laufen die Fäden des Libyen-Einsatzes beim Afrika-Kommando (Africom) der US-Streitkräfte in Stuttgart zusammen. Doch die USA wollen ihren Beitrag unbedingt zurückfahren, wie Obama am Dienstag erneut betonte. Nach Afghanistan und Irak wollen sie nicht erneut als Aggressor gegen ein muslimisches Land auftreten. In Amerika ist zudem die Ansicht weit verbreitet, dass Libyen in erster Linie ein Problem der Europäer ist. Im Kongress ist zudem bereits Widerstand gegen die Kosten der Aktion laut geworden.

Welche Rolle spielt Frankreich?

Nicolas Sarkozy ist der eigentliche Antreiber des Militäreinsatzes gegen Gaddafi. Schon kurz nach dem Pariser Libyen-Gipfel vom letzten Samstag lancierte er die ersten Luftangriffe, «ohne die Verbündeten genügend zu informieren», wie der «Guardian» schreibt. Gegen eine Führungsrolle der NATO wehrte er sich, weil das Bündnis in der muslimischen Welt wegen des Afghanistan-Kriegs einen schlechten Ruf habe. Stattdessen favorisierte Sarkozy eine gemeinsame britisch-französische Führung. Doch bei David Cameron biss er auf Granit, die Briten beharren auf einem NATO-Kommando. Jetzt gibt Frankreich offenbar nach.

Warum bremst die Türkei?

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist verärgert über Frankreichs Vorpreschen, nicht zuletzt weil die Türkei nicht zum Pariser Libyen-Gipfel eingeladen wurde. Erdogan muss auch auf die öffentliche Meinung in seinem Land Rücksicht nehmen, ausserdem fürchtet die Türkei um ihr Ansehen in der arabischen Welt und pocht auf mehr Schutz gegen mögliche zivile Opfer. Deshalb hat Ankara bislang eine NATO-Führungsrolle blockiert. Nach einem Telefongespräch mit Barack Obama am Montag soll Erdogan zu mehr Flexibilität bereit sein. Am Dienstag allerdings bekräftigte er nochmals sein Nein zu einem NATO-Einsatz.

Was wollen die Araber?

Muammar al Gaddafi hat kaum noch Freunde in der arabischen Welt. Die arabische Liga sprach sich denn auch für eine Flugverbotszone über Libyen aus. Nach den ersten Angriffen und Berichten über zivile Opfer machte Generalsekretär Amr Mussa eine Kehrtwende, um dann das Vorgehen doch wieder zu unterstützten. Bislang beteiligt sich mit Katar erst ein arabisches Land am Kampfeinsatz, das Emirat hat zwei Flugzeuge entsandt. Ein hoher US-Regierungsbeamter zeigte sich gegenüber CNN jedoch zuversichtlich, dass sich in den nächsten Tagen weitere arabische Staaten «auf verschiedenste Art» an der Durchsetzung der UNO-Resolution beteiligen werden. Sollte der Einsatz jedoch lange dauern und zivile Opfer fordern, dürfte die Stimmung in der arabischen und muslimischen Welt schnell kippen.

Warum steht Deutschland abseits?

Die deutsche Regierung will sich keinesfalls an militärischen Aktionen gegen Libyen beteiligen. Sie hat sich im UNO-Sicherheitsrat der Stimme enthalten und am Dienstag ihre Streitkräfte aus dem Mittelmeerraum zurückgezogen. Mit dieser Haltung stösst Deutschland bei den Verbünd