Fall Semenya

18. Februar 2011 13:23; Akt: 18.02.2011 13:29 Print

Funktionär langfristig gesperrt

Die Affäre um Caster Semenya hat für Südafrikas suspendierten Leichtathletik-Chef Leonard Chuene ein unwürdiges Ende genommen. Südafrikas NOK enthob den 58-Jährigen all seiner Funktionen.

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Der Fall Caster Semenya hat zur Entlassung von Südafrikas Leichtathletik-Chef geführt. (Bild: Keystone)

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Chuene darf bis Februar 2018 keine Ämter im Sport mehr ausüben. Auch die Präsidiumsmitglieder im Leichtathletik-Verband ASA, Kakata Mopanyane und Simon Diamini, wurden sanktioniert. Sie dürfen für fünf beziehungsweise drei Jahre nicht mehr als Sportfunktionäre aktiv werden.

Chuene hatte Südafrikas 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya bereits vor der WM 2009 in Berlin ohne ihr Wissen einem Geschlechtstest unterziehen lassen. Ausserdem setzte er sich über die Empfehlung seines Teamarztes hinweg, der für eine Nichtteilnahme der Mittelstreckenläuferin an der WM plädiert hatte. Das Nationale Olympische Komitee Südafrikas warf Chuene ausserdem finanzielle Unregelmässigkeiten und eine schlechte Amtsführung vor.

Die vor zwei Jahren aus dem Nichts gekommene Semenya hatte in Berlin in der Weltklassezeit von 1:55,45 Minuten WM-Gold über 800 Meter gewonnen und die Leichtathletik-Welt in Staunen versetzt. Die Affäre zog dann weltweit Kreise und löste völlig unterschiedliche Reaktionen aus. Seit Juli 2010 darf Semenya wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen; am 15. Juli 2010 gab sie ihr Comeback. Am 7. Januar feierte sie ihren 20. Geburtstag.

(sda)