Paris - Roubaix

14. April 2019 18:13; Akt: 14.04.2019 19:40 Print

Gilbert gewinnt weiteres Monument

Der Belgier entscheidet die 117. Ausgabe des Rad-Klassikers Paris - Roubaix für sich.

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Philippe Gilbert, der Weltmeister von 2012, gewann nach 257 km den Zweiersprint gegen den Deutschen Nils Politt. Die vorentscheidende Szene ereignete sich aber gut 14 Kilometer vor dem Ziel, als Politt aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe heraus angriff und nur der 36-jährige Gilbert dem erstaunlich starken Deutschen folgen konnte. Zusammen erreichte das Duo die legendäre offene Rennbahn von Roubaix.

Kapitulieren bei Politts Angriff musste auch Peter Sagan. Der Weltmeister und Vorjahressieger hatte zuvor das Rennen kontrolliert, gut 50 Kilometer vor dem Ziel das Finale lanciert und in der Folge zahlreiche Angriffe seiner Gegner gekontert. Dabei liess der Slowake offenbar zu viele Kräfte liegen, am Ende blieb ihm «nur» Platz 5. Dritter hinter dem Spitzenduo wurde mit Yves Lampaert ein weiterer Belgier.

Nur Mailand - Sanremo fehlt Gilbert noch

Jahrelang hatte Philippe Gilbert Paris - Roubaix nach seiner Premiere 2007 gemieden. Erst letztes Jahr wagte er sich wieder an die Prüfung. Beim Sieg von Sagan und dem 2. Rang von Silvan Dillier hatte sich der Belgier auf Platz 15 eingereiht. Nun triumphierte Gilbert etwas überraschend bei seinem erst dritten Start; der Routinier hatte auch wegen der fehlenden Erfahrung auf den Kopfsteinpflastern nicht zu den meistgenannten Sieganwärtern gehört.

Einen Fahrer seiner Klasse muss man aber in jedem grossen Eintagesrennen auf der Rechnung haben. Das zeigt ein Blick auf sein Palmares. Gilbert hatte bereits zweimal die Lombardei-Rundfahrt (2009 und 2010) sowie je einmal Lüttich-Bastogne-Lüttich (2011) und die Flandern-Rundfahrt (2016) als Sieger beendet. Von den fünf sogenannten Monumenten des Radsports hat er einzig Mailand - Sanremo noch nicht gewonnen.

Küng knapp ausserhalb der Top 10

Hinter den besten Fahrern des Tages hinterliess auch der Schweizer Stefan Küng einen guten Eindruck. Der Thurgauer gehörte der ersten grösseren Verfolgergruppe an und klassierte sich am Ende im 11. Rang. Wie die Mitfavoriten Greg van Avermaet und John Degenkolb hatte Küng den Anschluss bei Sagans Tempoverschärfung 50 Kilometer vor dem Ziel verpasst. Zuvor hatte Küng einer Spitzengruppe angehört, die nicht entscheidend weg kam und schon früh wieder gestellt wurde.

Kein Rennglück hatte Silvan Dillier, der im Vorjahr mit Platz 2 hinter Sagan geglänzt hatte. Der Aargauer hatte schon früh einen Defekt zu beklagen und spielte in diesem Jahr keine Rolle.

Resultate und Tabellen

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Veloprofi am 14.04.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Starke Leistung

    Starke Leistung von Küng. Eines Tages gewinnt er Paris-Roubaix!

  • Peter am 14.04.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wout

    Der stärkste Fahrer Wout van Aert ohne sein Pech wäre er in den top 5

  • marko 34 am 14.04.2019 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Glückwunsch

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 17.04.2019 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1. Mai Pokal

    Will auch so einen Stein. Der macht sich gut für übernächste Woche am 1. Mai!

  • Peter am 14.04.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wout

    Der stärkste Fahrer Wout van Aert ohne sein Pech wäre er in den top 5

  • Hennie Kuiper am 14.04.2019 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer spielen international keine Rolle

    In den vergangenen Jahren hies es immer wieder Stefan Küng musste für seinen Chef Van Avermaet arbeiten. Nur haben wir jetzt schon ein paar mal gesehen , Stefan Küng war wohl der bessere Helfer als er als Chef wohl je sein wird. Als Chef braucht man das Gespühr für Rennsituationen die eben nicht jeder hat. Wenn Marc Hirschi nicht reüsieren kann, gibt es in den nächsten Jahren wohl keine internationalen Siege für Schweizer Radprofis. Die Deutschen und sogar die Österreicher laufen den Schweizern anders den Rang ab!

    • capitain de la route am 14.04.2019 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hennie Kuiper

      Da muss es einer wissen und wohl selbst mal Chef gewesen sein. Wohl aber etwas länger her.

    • G Presler am 14.04.2019 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hennie Kuiper

      Blutdoping der Austria Radprofi ist super

    • Typhoeus am 16.04.2019 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hennie Kuiper

      Die Schweizer kommen wieder.

    • Typhoeus am 16.04.2019 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hennie Kuiper

      Schweizer sind die Schnellsten bei Rot über die Ampel.

    einklappen einklappen
  • Veloprofi am 14.04.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Starke Leistung

    Starke Leistung von Küng. Eines Tages gewinnt er Paris-Roubaix!

  • marko 34 am 14.04.2019 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Glückwunsch