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14. Juni 2011 21:39; Akt: 14.06.2011 21:46 Print

Gut trennt sich von Vermarkter IMG

Skisternchen Lara Gut (20) hat sich mit ihrem ehemaligen Vermarkter IMG aussergerichtlich geeinigt. Aber wohl nicht gratis.

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Lara Gut und IMG gehen getrennte Wege. (Bild: Keystone)

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Am 24. Dezember 2009 hat Lara gut mit IMG Schweiz einen bis 2013 laufenden Vermarktungsvertrag abgeschlossen. Diesen Kontrakt kündigte sie bereits nach einem Jahr schriftlich. Seither lässt sie sich ihre Haut von der Agentur «Pool Position» (Besitzer: Der Medienkonzern Ringier) zu Markte tragen (20 Minuten Online berichtete).

Mit dieser sog. Kündigung zur Unzeit provozierte Gut eine Klage. Jürgen Krucker, Chef von IMG Schweiz, sagte damals gegenüber 20 Minuten Online: «Wir haben mehrfach das Gespräch gesucht, um eine gütliche Einigung zu erzielen. Wir lassen Lara Gut nicht einfach so davonkommen.»

IMG klagte vor Gericht den entgangenen Gewinn aus den verbleibenden drei Vertragsjahren ein. IMG ging davon aus, dass es sich um einen nicht kündbaren wasserdichten Vermarktungsvertrag handelt. Der Gut Clan monierte, es handele sich um einen jederzeit auflösbaren Mandatsvertrag.

Aussergerichtliche Einigung

Nun haben Lara Gut und IMG Schweiz eine Lösung gefunden. Dies bestätigt IMG-General Krucker gegenüber 20 Minuten Online: «Das ist richtig. Wir haben uns mit Lara Gut aussergerichtlich geeinigt.»

Wie viel musste die Skiprinzessin für diese Scheidung bezahlen? Krucker sagt, dass keine Zahlen genannt werden.

Da bleibt auf der Suche nach einer Antwort nur der Königsweg der Spekulationen. Guts Anwälte dürften recht schnell gemerkt haben, dass ihre Mandantin bei einem Gerichtsfall nicht ganz ungeschoren davonkommen würde. Umgekehrt wird IMG auch kein Interesse an einem Prozess gegen eine populäre Sportlerin gehabt haben. IMG dürfte allerdings durch die vorzeitige Vertragsauflösung ein Provisionsgewinn von 200 000 bis 300 000 Franken entgangen sein. Also war es wohl keine aussergerichtliche Lösung zum Nulltarif.

Alles in allem dürfte Lara Gut die vorzeitige Vertragsauflösung eine tiefe sechsstellige Summe gekostet haben. Im Gegenzug wird IMG wohl auf einen schönen Teil des mutmasslichen Provisionsgewinnes verzichtet haben – und insgeheim froh sein, eine kapriziöse, anstrengende Kundin plus deren Clan mit einem kleinen Gewinn los geworden zu sein.

(kza)

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