Übertragungsrechte

02. Dezember 2008 18:24; Akt: 02.12.2008 20:17 Print

IOC spielt öffentliche Sender aus

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Dienstag das Angebot der öffentlich- rechtlichen Sender Europas (EBU) für die Übertragung der Olympischen Spiele 2014 und 2016 abgelehnt.

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Aus Abkommen mit einzelnen Ländern lässt sich mehr Geld machen. Die EBU-Mitglieder hatten die Spiele seit 1956 übertragen. Sie hatten die Rechte fast schon traditionell bekommen, weil sie über die angeschlossenen Sender die meisten Menschen in Europa erreichen.

«Wir bedauern die Entscheidung des IOC sehr», erklärte EBU-Präsident Fritz Pleitgen. Die EBU-Mitglieder seien überrascht gewesen von den hohen finanziellen Erwartungen des IOC. Wie hoch das Gebot für die Spiele 2014 und 2016 war, wurde nicht mitgeteilt.

Man habe die EBU-Erklärung zur Kenntnis genommen, sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach, der Mitglied der Verhandlungskommission war, der Nachrichtenagentur AP. Man werde weiter mit der EBU bei den Spielen 2010 und 2012 zusammenarbeiten.

Die EBU zahlte 443,4 Millionen Dollar für die Olympischen Spiele in Peking und 135 Millionen Dollar für die 2006 im Winter in Turin. Die EBU hat auch schon die Rechte für Vancouver 2010 und London 2012. Das IOC will aber lieber Abkommen mit einzelnen Ländern ereichen und so mehr Geld für die Übertragungsrechte bekommen. Die italienischen und türkischen Rechte für 2014 und 2016 gingen an Pay-TV-Sender von Rupert Murdoch.

(Quelle: AP/SI)