Tour de France

14. Juli 2019 18:29; Akt: 14.07.2019 20:48 Print

Impey siegt, Alaphilippe am 14. Juli in Gelb

Als erst zweiter Südafrikaner in der Geschichte der Tour de France gewinnt Daryl Impey eine Etappe.

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Der Belgier Wout van Aert holt sich seinen ersten Etappensieg im Sprint vor dem Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien. Eine Windkantenattacke gegen Ende der Etappe wirbelte das Gesamtklassement durcheinander. Mitfavoriten verloren den Anschluss. Unter ihnen auch der Franzose Thibaut Pinot. Michael Schär (vorne) war lange Teil einer sechsköpfigen Ausreissergruppe, die erst rund 25 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt wurde. Als erster Südafrikaner seit Robert Hunter im Jahr 2007 gewinnt Daryl Impey in Brioude den Sprint einer Dreiergruppe. Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden liess Impey den Belgier Tiesj Benoot stehen. Dritter wird der Slowene Jan Tratnik. Aus einer grossen Ausreissergruppe versuchen es einige Fahrer solo, unter ihnen auch der Österreicher Lukas Pöstlberger. Doch Impey ist an diesem Tag der stärkste Fahrer. In einer ereignisreichen Etappe sichert sich der Belgier Thomas De Gendt von Lotto-Soudal in einer Zeit von rund 5h den Tagessieg. Er gehörte einer vierköpfigen Ausreissergruppe an, bestehend aus De Gendt (Be), De Marchi (It), Terpstra (Niederlande) und King (USA), die das Rennen prägte. 67 Kilometer vor dem Ziel wurde aus der Gruppe ein Duo. 14 Kilometer vor der Zieleinfahrt griff De Gendt an und liess De Marchi stehen. Im Gesamtklassement eroberte der Franzose Julian Alaphilippe (l.) das gelbe Trikot zurück. Er wurde hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (r.) dritter. Pinot wiederum konnte sich 19 Sekunden von Titelverteidiger und Tourfavorit Geraint Thomas absetzten, der 15 Kilometer vor dem Ziel einen Sturz unbeschadet überstand. Der Niederländer Dylan Groenewegen (3. v. r.) gewinnt die längste Etappe der diesjährigen Tour de France. In der Massenankunft setzt sich der Fahrer des Team Jumbo im Sprint durch. Auch aufgrund des starken Gegenwindes verlief die 7. Etappe weitgehend ereignislos. Kurz nach Start hatte sich mit Yoann Offredo und Stéphane Rossetto ein französisches Aussreisserduo abgesetzt, dass jedoch 12 km vor dem Ziel vom Feld eingeholt werden konnte. Im Gesamtklassement kam es zu keinen Veränderungen. Es führt immer noch der Italiener Giulio Ciccone sechs Sekunden vor dem Einheimischen Julian Alaphilippe. Der Belgier Dylan Teuns ist auf der ersten Bergetappe in den Vogesen nicht zu schlagen. Für den bisherigen Gesamtleader Julian Alaphilippe endet der Tag bitter. Der Franzose bewältigt die happige Schlussrampe mit bis zu 24 Prozent Steigung überraschend gut, dennoch muss er das Gelbe Trikot abgeben. Neuer Führender ist Giulio Ciccone. Der Italiener wird Etappenzweiter, elf Sekunden hinter Teuns. Die Enttäuschung über den verpassten Tagessieg weicht schnell der Freude über das Maillot jaune. Titelverteidiger Geraint Thomas beendet die Etappe auf Platz 4 und beseitigt damit die Zweifel an seiner Form. Peter Sagan setzt sich im Sprint durch. Es ist sein zwölfter Etappensieg an der Tour de France – sein erster in diesem Jahr. Der Franzose Julian Alaphilippe behauptete erneut das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Gleich nach dem Start versucht der Schweizer Michael Schär (m.) sein Glück mit dem Belgier Frederik Backaert und dem Franzosen Yoann Offredo. 28 km vor dem Ziel werden die Ausreisser vom Feld geschluckt. Schär fährt noch 12 km auf eigene Faust, muss sich dann aber auch geschlagen geben. Etappensieger wird Elia Viviani. Der Italiener schlägt im Spurt Alexander Kristoff aus Norwegen und den Australier Caleb Ewan. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Leadertrikot ohne Probleme. Frankreichs Hoffnung Julian Alaphilippe nutzt seine Chance und gewinnt die erste hügelige Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt solo. Dank der Bonussekunden übernimmt der 27-Jährige auch die Gesamtführung. Alaphilippe führt in der Gesamtwertung nun 20 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma. Strassen-Meister Sébastien Reichenbach vom Team Groupama FDJ belegte als bester Schweizer mit 45 Sekunden Rückstand Rang 55. Das Team von Gesamtleader Mike Teunissen, Jumbo-Visma, gewinnt das Mannschaftszeitfahren. Mike Teunissen verteidigt damit das Maillot jaune. Das französische Team Groupama-FDJ mit dem Schweizer Zeitfahrmeister Stefan Küng (l.) verlor 32 Sekunden auf die Sieger. Mike Teunissen (2.v.r.) gewinnt den Spurt hauchdünn vor Peter Sagan (2.v.l.) Als Lohn für Teunissen gibt es das gelbe Leadertrikot. Die belgische Rad-Legende Eddy Merckx darf beim Start in Brüssel natürlich nicht fehlen. Der dänische Mitfavorit Jakob Fuglsang stürzte während der Auftaktetappe und fährt mit blutendem Gesicht ins Ziel. Stefan Küng ist einer von vier Schweizern bei der diesjährigen Tour de France. Der frischgebackene Schweizer Meister Sébastien Reichenbach fährt im gleichen Team wie Küng bei Groupama-FDJ. Mathias Frank ist für AG2R unterwegs. Michael Schär fährt beim polnischen CCC-Team.

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Der Südafriker Daryl Impey gewann die neunte Etappe der 106. Tour de France. Der 34-Jährige vom Team Mitchelton-Scott setzte sich nach 170,5 Kilometern von St-Étienne nach Brioude im Sprint zweier Ausreisser gegen den Belgier Tiesj Benoot durch. Dritter wurde der Slowene Jan Tratnik. Nach Robert Hunter im Jahr 2007 ist Impey erst der zweite Südafrikaner, der eine TdF-Etappe gewinnt.

Als bester Schweizer klassierte sich Mathias Frank auf dem 16. Platz. Der Zentralschweizer kam 16:25 Minuten nach Impey ins Ziel, wo er den Sprint des Hauptfeldes verlor. Zeitgleich mit Frank waren die Besten des Gesamtklassements, unter anderem Julien Alaphilippe – der Franzose wurde auch am französischen Nationalfeiertag Quattorze Juillet ins Gelbe Trikot eingekleidet.

Schwerer Sturz von De Marchi

Überschattet wurde das Teilstück vom Sturz von Alessandro De Marchi. Der Italiener kam bereits zehn Kilometer nach dem Start zu Fall und blieb zunächst regungslos liegen. Er wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert und zog sich nach ersten Angaben seines Teams Risswunden im Gesicht zu.

Die zehnte Etappe führt am Montag über 217,5 Kilometer von Saint-Flour nach Albi. Dort wartet am Dienstag auch der erste Ruhetag auf die Profis.

Radsport

(dpa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudi am 14.07.2019 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo 20 min

    Der schweizer spotler des jahres hat heute sein Rennen gewonnen lesen tut mann jedoch nichts und die Damen fuhren auch super.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rudi am 14.07.2019 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo 20 min

    Der schweizer spotler des jahres hat heute sein Rennen gewonnen lesen tut mann jedoch nichts und die Damen fuhren auch super.

    • Jens am 15.07.2019 08:03 Report Diesen Beitrag melden

      Bravo

      Gratuliere Rudi zum Schweizermeistertitel. Super

    • Brummlinchen am 15.07.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rudi

      Alle wollen Rotscher, den Traumschwiegersohn und heimlichen Fantasiesexpartner ("chum etze gib mer nomal es Ass!") und keinen nach Marsmensch aussehenden Velogümeler der irgendwo 6 Stunden im Feld mitrollt.

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