Champions League

01. Oktober 2011 21:50; Akt: 01.10.2011 21:51 Print

Kadetten erteilen Sarajewo eine Lektion

Schaffhausen ist perfekt in die Champions League gestartet. In der Gruppe A deklassierten die Kadetten den bosnischen Meister Sarajevo auswärts 34:23.

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Die Kadetten Schaffhausen siegten beim Champions-League-Auftakt in Sarajewo souverän. (Bild: Keystone)

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Dank des gelungenen Auftakts hat sich der Schweizer Titelhalter einstweilen vor Zagreb (30:26 gegen Sävehof) und Barcelona (28:25 gegen Chambéry) eingereiht und einen der möglichen Konkurrenten um einen Platz im Achtelfinal auf Anhieb deutlich distanziert. Am kommenden Donnerstag ist indes mit einer erheblich schwierigeren Aufgabe zu rechnen: Der aktuelle Champions-League-Sieger Barcelona gastiert in der BBC-Arena.

Nur zu Beginn hatten sich die Schaffhauser aus eigenem Verschulden in eine heikle Lage manövriert: Nach neun Minuten führte Bosna 4:0. Vom missratenen Einstieg erholten sich die Kadetten zunächst nur schleppend. «Wir waren am Anfang zu ängstlich. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis wir die Nervosität abgestreift haben», versuchte Coach Petr Hrachovec hinterher zu erörtern, weshalb der Favorit erst mit erheblicher Verzögerung den Tritt gefunden hatte.

Brillante Angriffsbilanz nach der Pause

In der zweiten Hälfte war der in dieser Saison noch verlustpunktlose Favorit dann aber nicht mehr zu stoppen. Keeper Arunas Vaskevicius, der bereits vor der Pause elf Bälle pariert hatte, blockierte die Schüsse der kroatischen Auswahl Sarajevos weiterhin gleich reihenweise. Und der Aufbau steigerte seine Effizienz auf beachtliche 68 Prozent - aus 29 Angriffen resultierten 20 Treffer.

Der erst 19-jährige Christian Dissinger demonstrierte seine Klasse gleich mehrfach. In seinem ersten Einsatz auf Champions-League-Niveau markierte der deutsche Junioren-Weltmeister sechs Treffer. Auf ähnlichem Level bewegte sich auch Altmeister Iwan Ursic. Der Ex-Captain der Schweizer Nationalmannschaft trug acht Tore zum Glanzresultat bei.

Überraschend war die Höhe des Siegs, aber keinesfalls, dass die Kadetten auf dem Balkan zu zwei Punkten gelangten. Mit einer eher skurrilen Analyse und Prognose beschloss der Bosna-Trainer Irfan Smajlagic den Abend. Seine Equipe benötige nur ein bisschen Zeit: «Im Rückspiel sind wir bereit und schlagen sie». Das Heimdebakel hat beim Handball-Olympiasieger von 1996 offenbar (noch) keine Spuren hinterlassen.

Telegramm:

Bosna Sarajevo - Kadetten Schaffhausen 23:34 (14:14)
Dvorana Mirza Delibazic, Sarajevo. - 700 Zuschauer. - SR Dinu/Din (Rum).
Torfolge: 4:0, 4:3, 6:4, 6:6, 8:6, 9:7, 11:8, 11:11, 14:13, 14:14; 17:20, 18:22, 21:26, 21:31, 23:34.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bosna Sarajevo, 3mal 2 Minuten gegen Schaffhausen.
Bosna Sarajevo: Martinovic/Tatar; Vrazalic (2), Gorenac (3), Cakic (5/1), Mesaric (2), Tojcic, Medic (3), Savic (2), Arapovic (1), Halilbegovic (4), Rakovic (1), Mujanovic, Basic.
Kadetten Schaffhausen: Vaskevicius; Stojanovic (1), Jurca (2), Ursic (8/3), Kukucka (5), Graubner, Starczan, Dissinger (6), Göpfert (5), Bucher, Vrany, Tominec (5), Vukelic (2).
Bemerkungen: Bosna ohne Karacic, Udovic (beide verletzt), Kadetten ohne Pendic, Schelbert (beide nicht eingesetzt). Tatar hält Penalty von Jurca (24./10:8). Vaskevicius hält Penaltys von Rakovic (40./18:21) und von Cakic (51./21:27).

(sda)

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