Abenteurer

14. Februar 2020 11:06; Akt: 14.02.2020 11:08 Print

Kajakfahrer wagt sich an 40-Meter-Wasserfall

Dane Jacksons Leben ist ein Abenteuer: Der schwerhörige Amerikaner lebt im Wohnwagen und riskiert im Wasser sein Leben.

Der zweithöchste je mit dem Kajak bezwungene Wasserfall: Dane Jackson stürzt den Salto del Maule in Chile herunter. Video: Instagram.
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Für Dane Jackson sind Wasserfälle das, was Berge für Kletterer sind: Orte mit einer ganz speziellen Anziehungskraft. Orte, die bezwungen werden wollen. Orte des Adrenalins. Der kleine Unterschied: Die Bergsteiger wollen von unten nach oben, die Kajakfahrer von oben nach unten.

Als Jackson vor fünf Jahren zum ersten Mal ein Foto des Salto del Maule sah, verspürte er genau diese Anziehungskraft. Sie mag für den Normalsterblichen absurd klingen, aber der Kajakfahrer wollte sich diesen Wasserfall hinunterstürzen.

«Es ist einer der schönsten Wasserfälle, die ich je gesehen habe. Und er ist auch noch ziemlich hoch», sagt Jackson der «New York Times». Am 5. Februar wagt er das Wahnsinnige, inmitten dieser vulkanischen Region in Zentralchile.

«Die ersten Meter sind die wichtigsten»

Der Mann im pinken Kajak – so nennt sich Jackson auf Instagram selber – kennt die genaue Höhe des Wasserfalls vor dem Wagnis nicht. Nur, dass ihn offiziell noch nie jemand hinuntergefahren ist, weiss er. Der 26-Jährige sagt: «Es ist ein Fluss mit sehr viel Zug und Kraft. Die ersten sieben Meter im freien Fall sind die wichtigsten und entscheiden über das Gelingen. Das Ziel ist es, das Kajak möglichst senkrecht zu bekommen, dann landet man am weichsten.»

Auf dem Video sieht das alles mässig weich aus, Jackson ist nach dem Eintauchen sekundenlang nicht zu sehen aufgrund der starken Gischt. Der Amerikaner erzählt: «Ich hatte eigentlich eine sehr sanfte Landung. Doch beim Aufprall füllte sich das Kajak mit Wasser. Das ist normalerweise kein Problem, doch diesmal zog es das Kajak weg von mir und ich musste das Boot verlassen.»

Der verrückte Kajakfahrer

Weil er das Kajak bei der Landung verlässt, kann der Versuch offiziell nicht gewertet werden. Die genaue Messung nach dem Manöver ergibt aber eine Höhe von 134 Fuss, fast 41 Meter also. Es ist der zweithöchste je befahrene Wasserfall, der Weltrekord liegt bei unglaublichen 57,6 Metern.

Das Abenteuer am Salto del Maule ist nur eine Episode in Jacksons ereignisreichem Leben. Er wuchs zusammen mit seiner Schwester im Wohnwagen auf, die Eltern schulten die Kinder unterwegs. Dank der gewonnenen Freiheit paddelte die Familie gemeinsam auf unzähligen Flüssen.

Vater Eric ist selber nationaler Kajak-Meister und Gründer einer Kajakhersteller-Marke. Bereits im Alter von zwei Jahren setzte er Sohn Dane in sein erstes Kajak. Gestoppt werden die beiden Männer auch von ihrer starken Schwerhörigkeit nicht. Dane sagt: «Es gibt keine Nachteile, wenn man beim Kajakfahren schwerhörig ist. Das Wasser ist sowieso zu laut, und ich habe dank meiner Hörschwäche Lippenlesen gelernt.»

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Set, stomp, stoke.. | ?- @alecvoorheeskayak #joyEin Beitrag geteilt von Dane Jackson (@danejacksonkayak) am

Jackson stürzt sich im August 2019 einen anderen Wasserfall hinunter. Video: Instagram.

Das Abenteurer-Gen hat Dane Jackson also von seinen Eltern geerbt, noch heute wohnt er die meiste Zeit im Wohnwagen. Vor einer Woche noch in Chile, weilt er mittlerweile bereits im indonesischen Jakarta, wohl auf der Jagd nach dem nächsten Wasserfall à la Salto del Maule.

Dass es nach fünfjährigem Traum mit ebendiesem Salto del Maulo doch noch klappte, hat Jackson einer neu gebauten Strasse in der Nähe zu verdanken. Zuvor war der Wasserfall schlicht zu abgelegen.

In naher Zukunft ist aber ein neues Wasserkraftwerk etwas flussaufwärts geplant. Der Fluss dürfte umgeleitet werden und der mächtige Wasserfall zu einem viel kleineren Wasserstrom werden. Gut möglich, dass Jackson in seinem pinken Kajak der einzige Mensch bleiben wird, der ihn je befuhr.

Resultate und Tabellen

(te)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lars der Grosse am 14.02.2020 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ha, das ist noch gar nichts!

    Ich bin schon einen 30m Wasserfall hinauf gepadelt..

    einklappen einklappen
  • Jenny Renni am 14.02.2020 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schade nur

    hat er den Applaus nicht mitbekommen...

  • Rüdi am 14.02.2020 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gehört verboten!!

    Solche Leute sollte man sofort verhaften und in Knast und arbeitslager stecken und so hohe Bussen dass sie ihr Leben lang abarbeiten müssen, dazu gesamter Besitz beschlagnahmen und Person entmündigen und unter Vormundschaft stellen!! Ebenso das Gleiche mit dem Filmer und allen beteiligten Personen!! Das sollte für alle Risiko- und Randsportlter gelten, Besitz beschlagnahmen und ab in Knast und arbeitslager und Bussen die Lebenslang abbezahlt werden müssen. Ebenso sollten Eltern und Freunde des Sportler gebüsst und inhaftiert werden da sie die Vorhaben ihrer Kinder nicht unterbunden haben!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sven O am 15.02.2020 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Herr Monte Signore am 14.02.2020 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    400 Meter und wir reden darüber!

  • klarer Kopf am 14.02.2020 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    soo cool!

    Wenn es nicht gelingt genau mit der Spitze einzutauchen, ist der Rücken im Eimer. Also, macht's alle nach, dann könnt ihr einander im Paraplegikerzentrum von euren Heldentaten erzählen.

  • Fabi 123 am 14.02.2020 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fast gestorben

    Lebens müde..

  • Rüdi am 14.02.2020 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gehört verboten!!

    Solche Leute sollte man sofort verhaften und in Knast und arbeitslager stecken und so hohe Bussen dass sie ihr Leben lang abarbeiten müssen, dazu gesamter Besitz beschlagnahmen und Person entmündigen und unter Vormundschaft stellen!! Ebenso das Gleiche mit dem Filmer und allen beteiligten Personen!! Das sollte für alle Risiko- und Randsportlter gelten, Besitz beschlagnahmen und ab in Knast und arbeitslager und Bussen die Lebenslang abbezahlt werden müssen. Ebenso sollten Eltern und Freunde des Sportler gebüsst und inhaftiert werden da sie die Vorhaben ihrer Kinder nicht unterbunden haben!!