Zum sechsten Mal

03. Februar 2019 23:01; Akt: 04.02.2019 09:35 Print

Brady und Patriots holen Superbowl

Tom Brady schreibt mit 41 Jahren Geschichte und holt mit seinen New England Patriots zum sechsten Mal den Superbowl-Titel.

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Umringt von Reportern: Tom Brady wird kurz nach dem Superbowl-Triumph bestürmt. Konfetti-Bad: Der New England Patriots Spieler Kyle Van Noy feiert den Sieg in einem Meer aus Konfetti. Gostkowski besiegelt den Triumph seiner Patriots letztlich mit einem verwandelten Field Goal. Der 41-jährige Superstar wird während den vielen Umarmungen von seinen Emotionen übermannt. Tom Brady kann sein Glück kaum fassen. Von seiner Frau Gisele Bündchen wird er mit einem Kuss belohnt. Und geniesst danach auch mit seiner Tochter Vivian auf dem Arm den Moment. New England Headcoach Bill Belichick feiert nach der obligatorischen Sieges-Dusche seinen sechsten Superbowl-Titel. Die Spieler – wie hier Rob Gronkowski (l.) von den Patriots und Samson Ebukam (r.) – bieten den Zuschauern viel Spektakel. Brandin Cooks (r.) wird von Darious Williams angegangen. Julian Edelman versucht mit dem Ball Cory Littleton zu umkurven. Rams-Quarterback Jared Goff (mit der Trikotnummer 16) stösst auf harte Gegenwehr. Stephen Gostkowski (r.) und Adrian Waddle kommen in der zweiten Halbzeit dem grossen Ziel näher. Gostkowski besiegelt den Triumph seiner Patriots letztlich mit einem verwandelten Field Goal. Goff und seine LA Rams müssen sich den Patriots 3:13 geschlagen geben. Die Cheerleaders der Sieger-Mannschaft haben natürlich ebenfalls Grund zum Feiern. Und in Boston sind die Fans ausser sich. Sie tragen lebensgrosse Poster ihrer Helden auf Händen. Auch US-Präsident Donald Trump lässt sich die Superbowl nicht entgehen und verfolgt sie in der Air Force One, wobei er sich zwischendurch an Reporter wendet. Im Zeichen der Sieger: Das Stadion in Atlanta ist ein rot-blaues Farbenmeer, die Farben des Gewinnerteams. Nach der ersten Halbzeit erhellte ein Feuerwerk den Nachthimmel über der Arena. Die Show während der Pause ist auch im Innern des Stadions gigantisch.

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Die New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady gewannen zum sechsten Mal die Superbowl. Das leicht favorisierte New England besiegte in Atlanta in der 53. Superbowl die Los Angeles Rams mit 13:3.

Zum wertvollsten Spieler der 53. Superbowl (MVP) wurde Julian Edelman gewählt. Der Offensivspieler komplettierte zehn Zuspiele für einen Raumgewinn von 141 Yards.

Mit dem Triumph zogen die Patriots mit Superbowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers gleich, die ebenfalls sechs Mal die Superbowl holten.

Generationen-Duell

New Englands Quarterback Tom Brady hat die Patriots zu allen sechs bisherigen Superbowl-Siegen geführt, was noch keiner vor ihm schaffte. Der 41-jährige Superstar zementierte damit seinen Legenden-Status.

Der Altmeister entschied bei seiner neunten Final-Teilnahme das Duell mit dem 17 Jahre jüngeren Rams-Quarterback Jared Goff zu seinen Gunsten. Der Youngster war im erst vierten Playoffspiel seiner Karriere phasenweise sichtlich überfordert. Die Rams verpassten damit ihren zweiten Superbowl-Sieg nach 2000, als sie vor der Rückkehr nach Los Angeles noch in St. Louis beheimatet waren.

Beide Teams blieben die ersten drei Viertel ohne Touchdowns, eine Premiere für die Superbowl. Mit vier perfekten Pässen in Serie bereitete Brady im letzten Spielviertel den entscheidenden Touchdown zum 10:3 vor, NFL-Rookie Sony Michel trug den Ball die verbliebenen zwei Yards in die Endzone.

Rams-Quarterback Goff war die Nervosität auf der grossen Bühne anzumerken, mehrfach schaute sich der 24-Jährige nach den harten Attacken der Patriots hilflos um. Sechsmal waren die Rams vor der Pause in Ballbesitz, sechsmal mussten sie den Ball zum Gegner schiessen. Gostkowski erzielte mit einem erfolgreichen Field Goal die 3:0-Führung für New England - nur einmal gab es in der Superbowl-Geschichte eine erste Hälfte mit weniger Punkten.

Kurz nach der wenig spektakulären Halbzeitshow mit der Popband Maroon 5 als Top-Act verloren die Patriots ihren Verteidiger Patrick Chung durch eine Armverletzung. Weiter dominierten beide Abwehrreihen, immerhin konnte Kicker Greg Zuerlein zum 3:3 für die Rams ausgleichen.

Brady drehte nun aber auf, ein idealer Pass auf Rob Gronkowski leitete den entscheidenden Durchbruch ein, Runningback Sony Michel vollendete zum Touchdown. Mit einem fatalen Fehlpass vergab Goff im Gegenzug die Chance, sein Team wieder heranzuführen. Gostkowski erhöhte per Kick auf 13:3 und die Rams waren geschlagen.

Prominente Zuschauer

Auf der Tribüne verfolgten Stars wie Sänger Jon Bon Jovi, die frühere Sprint-Ikone Usain Bolt oder der irische Käfigkämpfer Conor McGregor ein von starken Abwehrreihen geprägtes Spiel. Der 66-Jährige Bill Belichick entschied dabei das Trainerduell mit dem halb so alten Rams-Trainer Sean McVay für sich und baute seinen Rekord als ältester Coach eines Superbowl-Siegers weiter aus.

Zum dritten Mal nach 1994 und 2000 war Atlanta Super-Bowl-Schauplatz. 75'000 Zuschauer vor Ort und rund 110 Millionen US-TV-Zuschauer verfolgten die 53. Superbowl live. Mit dem 13:3 für New England erlebten sie das tiefste Skore der Superbowl-Geschichte. Kein Wunder, wurde das Endspiel der National Football League auf den sozialen Medien als «SuperBore» (extrem langweilig) verspottet. Die bisherige Skore-Tiefmarke datierte aus dem Jahr 1972, als sich Miami gegen Washington mit 14:7 durchsetzte.

Zum dritten Mal nach 1994 und 2000 war Atlanta Superbowl-Schauplatz. (SDA/tbe/chk)

Der Ticker zum Nachlesen:

Resultate und Tabellen

(tbe/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Somebody am 04.02.2019 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Hässiger Schreiber

    90% aller Super Bowl Zuschauer verfolgen ehhhh nicht mal die Season geschweige den die Playoffs. Dann zum Super Bowl ist auf jeeeder einmal Experte. Na lasst mal gut sein und geht schlafen Kinder...

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  • Bill Cheswick am 04.02.2019 02:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schlafmittel

    Die Halbzeitshow von Maroon5 ist erst recht zum Einschlafen. Wer hat diese mediokre Combo nur engagiert? Aha, einige der angefragten Acts haben aus Solidarität zu Kaepernick abgesagt.

  • Sebastian Holzer am 04.02.2019 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    NFL Rules

    Niemand hat gesagt ihr müsst schaun oder nfl mögen. fakt ist es intressiert sehr viele leute. jeder Radio Sender, jede Zeitung in der schweiz berichtet darüber und auch mehrere hundert leute nehmen extra frei am montag nach dem superbowl. wenn dir/euch das nicht passt kommentiert einfach nicht. ich bin schweizer und habe seit 10 jahren kein Fussball mehr geschaut weil ich es nicht mag auch kein formel1 oder sonst was. nur Eishockey, Football und Basketball. jedem das seine. ich geh auch nicht und kommentier über uefa Liga oder wie das heisst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Donald Trump am 04.02.2019 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gäääääähhhhnnn

    Nach Synchronschwimmen, wohl die langweiligste Sportart der Welt. Echt, was ist mit den Amis los? Und das sage ich, als Mister Präsident.

    • Goat TB am 05.02.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

      Regeln lernen

      Als ich mein erstes Spiel gesehen habe und auch noch keine Ahnung davon hatte, war es auch langweilig. Ich würde dir empfehlen einige Spiele zu schaune und die Regeln und Strategien zu lernen. Vielleicht wirst du dann deine Meinung noch ändern :-)

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  • BJ Saints am 04.02.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Unterirdisch

    Unterirdisch schlechter Super Bowl ind glück für die Pats.Eigentlich hätten die Saints dee Gegner sein sollen.Die hätten mit Brees,Thomas und Kamara die Pats vom Feld geschossen.Doch Goodell und die NFL hatten was dagegen.Atlanta ist der Erzfeind der Saints und stell euch vordie Saints hätten den Super Bowl in Atlanta im Neuen Stadion Gewonnen,die hätten gleich das Stadion wieder Abbrechen müssen.Was für eine Schmach.

  • Ueli Mueli am 04.02.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    So langweilig

    Juckt keinen hier in der zivilisierten Welt.

  • Dave am 04.02.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wen interessierts?

    Aber echt, was soll das? Interessiert ja eh niemanden :-)

  • Höisu am 04.02.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche gewichtung

    Nichts gegen football... Jeder wie er will... Aber dass ein schweizer eishockey cupfinal hier nur gefühlt auf der 700sten seite zu finden ist, finde ich sehr störend. Klar sind das nicht vergleichbare dimensionen... Trotzdem... Eine riesen berichterstattung für ein sportereignis in den usa... Falsche gewichtung für eine schweizer news seite, wie ich finde