Diamond-League-Meeting

20. Juli 2018 21:07; Akt: 23.07.2018 11:12 Print

Steeple-Läuferin mit Fabelweltrekord

Beatrice Chepkoech stürmt im Hindernislauf von Monaco allen davon und pulverisiert den Weltrekord. Mujinga Kambundji wird über 1oo Meter Sechste.

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Sie überflog alle: Beatrice Chepkoech unterbot den Weltrekord gleich um acht Sekunden. (Bild: Keystone)

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Die grandioseste Leistung des Diamond-League-Meetings in Monaco gelang der 27-jährigen Kenianerin Beatrice Chepkoech, die über 3000 m Steeple in 8:44,32 Minuten den Weltrekord von Ruth Jebet aus Bahrain, aufgestellt vor zwei Jahren in Paris, um mehr als acht Sekunden pulverisierte. Ihre eigene Bestzeit verbesserte Chepkoech um mehr als 15 Sekunden. Das Rennen gewann sie mit 16 Sekunden Vorsprung. Courtney Frerichs, die Zweite wurde, stellte in 9:00,85 Minuten immer noch amerikanischen Rekord auf.

Wenige Stunden vor Chepkoechs Weltrekordlauf hatte die IAAF bekanntgegeben, dass Jebet unter jenen 109 Athleten auf einer neuen Liste figuriert, die wegen Dopings Sanktionen erwarten müssen. Jebet soll beim EPO-Doping im Februar erwischt worden sein. Auf dieser Liste stehen auch Iwan Uchow, der Hochsprung-Olympiasieger von 2012, die zweimalige Kugelstoss-Weltmeisterin Tatjana Lisenko, die Olympia-Dritte im Weitsprung, Swetlana Schkolina, sowie Ljukman Adams, der 2014 bei der Hallen-WM 2014 den Dreisprung-Titel gewann.

Chepkoechs Lauf in eine neue Sphäre überraschte die neue Rekordhalterin nicht: «Ich wusste, dass ich diese Zeit drauf habe. Und spätestens auf den letzten beiden Runden war ich mir sicher, dass ich den Weltrekord aufstellen würde.»

Neben Chepkoechs Weltrekordlauf bei den Frauen wurden in Monaco von Männern fünf Jahresweltbestleistungen aufgestellt: vom Amerikaner Noah Lyles über 200 m, von Nijel Amos aus Botswana über 800 m, vom Kenianer Timothy Cheruiyot über 1500 m, vom Marokkaner Soufiane El Bakkali über 3000 m Steeple und vom Russen Daniel Lysenko im Hochsprung.

Kambundji und Büchel mit mässigen Leistungen

Mujinga Kambundji und Selina Büchel erfüllten beim letzten Start vor den Europameisterschaften in Berlin hohe persönliche Ansprüche nicht. Kambundji blieb auf der «magischen Bahn» in Monte Carlo um zwei Zehntel über dem Schweizer Rekord, den sie an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen aufgestellt hatte. Selina Büchel lief über 800 m trotz Saisonbestleistung (2:00,75 Minuten) als Letzte ins Ziel.

Die Enttäuschung steckten beide Schweizerinnen schnell weg. «Ich kam beim Start gut weg, konnte den Lauf aber nicht durchziehen», resümierte Kambundji. Natürlich sei sie weder mit der Platzierung (6.) noch mit der Zeit zufrieden. Kambundji hätte besser abschneiden wollen als an der Athletissima in Lausanne, wo sie Fünfte geworden war. «Aber die letzten zwei Wochen verliefen äusserst stressig. Jetzt freue ich mich darauf, dass ich in Ruhe trainieren und mich auf die Europameisterschaften vorbereiten kann.»

Etwas anders sieht es bei Büchel aus. Die zweimalige Hallen-Europameisterin wurde zuletzt von einer Erkältung zurückgeworfen, startete deshalb zuletzt in Zofingen nur über 400 m und muss ohne Spitzenergebnis an die Europameisterschaften. Büchel: «Ich nehme das Positive mit. Ich fühlte mich nach 500 und 600 m noch gut. Trotzdem war ich auf den letzten 200 m nicht mehr so schnell, wie ich mir das gewünscht habe.»

Resultate und Tabellen

(sda)