Tour de Suisse

15. Juni 2019 17:30; Akt: 15.06.2019 23:39 Print

Küng verpasst den Auftaktsieg klar

von Herbie Egli; Langnau - Stefan Küng fährt an der Tour de Suisse nicht ins gelbe Leadertrikot. Der Thurgauer erleidet sogar eine Schlappe.

Bildstrecke im Grossformat »
Egan Bernal krönt sich zum Sieger der 83. Tour de Suisse. Der Kolumbianer gewinnt die Schweizer Landesrundfahrt vor dem Australier Rohan Dennis und dem Österreicher Patrick Konrad. Dennis, hinter Gesamtleader Bernal, greift kurz vor der Furka-Passhöhe an. Bernal lässt ihn aber nicht davonziehen. Patrick Schelling vom Swiss-Cycling-Team zeigt eine starke Tour de Suisse. Der Ostschweizer wird mit 5:38 Minuten Rückstand auf Bernal Elfter im Gesamtklassement. Stefan Küng kann auch das zweite Zeitfahren an der Tour de Suisse nicht gewinnen. Der Ostschweizer wird bei der 8. Etappe in Ulrichen Sechster. Der Sieg geht an den Belgier Yves Lampaert. Egan Bernal wurde Elfter und verlor auf den Viertplatzierten Rohan Dennis nur 19 Sekunden. Damit verteidigte der Kolumbianer das Trikot des Gesamtleaders und hat vor der Schlusseteappe 22 Sekunden Vorsprung auf den Australier. Egan Bernal greift auf der Tremola an. Der Kolumbianer gewinnt die 7. Etappe von Unterterzen auf den Gotthardpass. Zeitfahrspezialist Rohan Dennis (2.v.l.) kann gut mithalten. Er wird Tagesdritter und hat vor dem Zeitfahren am Samstag in Ulrichen 41 Sekunden Rückstand auf Gesamtleader Bernal. Überraschungssieg in Flumserberg. Der 25-jährige Holländer Antwan Tolhoek gewinnt die erste Bergankunft. Patrick Schelling (l.) fährt im Anstieg aus dem Feld heraus und wird Neunter. Elia Viviani gewinnt die 5. Etappe mit Ziel in Einsiedeln. Es ist sein zweiter Sieg in Folge. Der Schweizer Stefan Küng (r.) schaffte mit einer Dreiergruppe die Flucht. Sie wurden vom Feld im Aufstieg zum Sattel wieder geschnappt. Der Italiener Elia Viviani jubelt in Arlesheim über den Etappensieg im Spurt. Peter Sagan verteidigt sein Leadertrikot in der Gesamtwertung. Peter Sagan zeigt seine Klasse. Der Slowake setzt sich bei der spektakulären Zielankunft in Murten durch und feiert seinen insgesamt 17. Etappensieg an der Schweizer Landesrundfahrt. Simon Pellaud (r.) gehört lange zur vierköpfigen Fluchtgruppe und wird erst auf der Zusatzschlaufe rund 6 Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingeholt. Luis Leon Sanchez gewinnt die zweite Etappe der Tour de Suisse solo. Claudio Imhof setzt sich in der zweiten Etappe früh ab, kann den Vorsprung aber nicht halten. Immerhin belohnt er sich mit dem Disziplinentrikot des Bergpreisleaders. Stefan Küng verpasst den Auftaktsieg im Zeitfahren als Neunter klar. Der Australier Rohan Dennis ist in Langnau im Emmental am Schnellsten. Greg van Avermaet startet vor schöner Kulisse zum Zeitfahren. Der Belgier beendet es mit 37 Sekunden Rückstand auf Rang 53. Küng wird bei der Zieleinfahrt von den Schweizer Fans zugejubelt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war alles angerichtet in Langnau im Emmental und Stefan Küng für die Aufgabe bereit. Dennoch kommt es zum Auftakt der 83. Tour de Suisse nicht zum grossen Schweizer Fest.

Stefan Küng wurde im Zeitfahren über 9,5 Kilometer nur Neunter. Auf den Tageschnellsten, den australischen Zeitfahr-Weltmeister Rohan Dennis verlor der 25-jährige Thurgauer neun Sekunden. Bei der ersten Zwischenzeit nach knapp fünf Kilometern lag Küng an der Spitze und rund viereinhalb Sekunden vor Dennis. «Ich bin so gestartet wie ich musste. Auf der zweiten Hälfte ging ich ein», resümierte Küng. Natürlich habe er sich mehr erhofft und das heutige Ziel klar verpasst, so der 25-Jährige weiter.

Die Waffe war nur das Rad

Küng, der die Strecke um 15.16 Uhr und direkt hinter Rohan in Angriff nahm, postete rund eine Stunde vor dem Start auf Instagram eine Videostory seines Zeitfahrrades. «Die Waffe ist bereit», schrieb er dazu. «Die Beine waren es aber nicht», war seine Schlussfolgerung.

Hinter Dennis komplettieren der Pole Maciej Bodnar und sein Landsmann Michael Matthews das Podest. Bodnar verlor nur 14 Hundertstelssekunden auf Dennis, Matthews knapp zwei Sekunden. Der britische Tour-de-France-Gewinner Geraint Thomas fuhr mit 17 Sekunden Rückstand auf Platz 13, direkt hinter dem zweitbesten Schweizer Tom Bohli. Bester Fahrer des Swiss-Cycling-Teams war Claudio Imhof als 20.

Am Sonntag geht es im Emmental mit der zweiten Etappe weiter. Die Strecke ist ein Rundkurs um Langnau, der dreimal bewältigt werden muss. Total sind 160 Kilometer zurückzulegen.

83. Tour de Suisse. 1. Etappe, Einzelzeitfahren in Langnau i.E. (9,5 km): 1. Dennis (AUS) 10:50,24 (52,615 km/h). 2. Bodnar (POL), gleiche Zeit 3. Matthews (AUS) 0:01 zurück. 4. Kragh Andersen (DEN) 0:02. 5. Asgreen (DEN), gleiche Zeit. 6. Craddock (USA) 0:05. 7. Sagan (SCVK) 0:07. 8. Bevin (NZL) 0:08. 9. Küng 0:09. 10. Scully (NZL) 0:11. – 12. Bohli 0:15. 13. Thomas (GBR) 0:17. 20. Imhof 0:19. 26. Bernal (COL) 0:23. 36. Friesecke 0:28. 40. Morabito 0:31. 53. Van Avermaet (BEL) 0:37. 54. Costa (POR), gleiche Zeit. 56. Hollenstein 0:38. 58. Spilak (SLO), gleiche Zeit. 60. Frank 0:39. 61. Schär 0:40. 67. Hirschi 0:41. 90. Albasini 0:54. 91. Mäder, gleiche Zeit. 94. Thalmann 0:56. 104.Schelling 1:00. 105.Lienhard, gleiche Zeit. 114. Frankiny 1:04. 116. Pellaud 1:05. 147. Badilatti 1:46. – 147 gestartet, 147 klassiert.

Radsport

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dietmar Nigsch am 15.06.2019 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Didi

    Gratuliere für die Leistung, bleib Gesund , gewinnen kast du immer noch , machs gut und das nötige Glück dazu ,gruss ein Velofan

  • Nicht Immer Gewinnen am 15.06.2019 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mann kann

    Interview Souveraenitaet noch ausbau faehig.Frust,genervt aber trotzdem gute Leistung

  • marcel k. am 15.06.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    mag ihn eigentlich

    aber respektlos das interview, hoffe er merkt es selbst noch

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beo Bachter am 16.06.2019 01:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe

    Dass diese Döpeler noch dermassen Zuspruch finden ist schon krass. Genauso interessant wie diejenigen, die immer noch VW Diesel kaufen. Unbelehrbar.

    • Xamax am 16.06.2019 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beo Bachter

      Anscheinend beachtest du diese Sportler ja immer noch, ansonsten würde hier dein überflüssiger Kommentar fehlen!

    einklappen einklappen
  • Dietmar Nigsch am 15.06.2019 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Didi

    Gratuliere für die Leistung, bleib Gesund , gewinnen kast du immer noch , machs gut und das nötige Glück dazu ,gruss ein Velofan

  • Nicht Immer Gewinnen am 15.06.2019 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mann kann

    Interview Souveraenitaet noch ausbau faehig.Frust,genervt aber trotzdem gute Leistung

  • marcel k. am 15.06.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    mag ihn eigentlich

    aber respektlos das interview, hoffe er merkt es selbst noch

    • Kurt Ehrsam am 16.06.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marcel k.

      Die Reaktion von Küng beim Interview war richtig! Die Reporter müssen nicht mehrmals das Gleiche fragen. Oft sind ihre Fragen auch dumm. Maite Nadig hat einmal die richtige Antwort auf die Frage "Wie war der Schnee" gegeben! Sie antwortete: "Weiss"!

    einklappen einklappen