Diamond League

19. Mai 2012 19:59; Akt: 19.05.2012 20:30 Print

Liu Xiang setzt mit 12,97 ein Ausrufezeichen

Der Lokalmatador Liu Xiang zeichnete in Schanghai beim zweiten Diamond-League-Meeting in diesem Jahr für den Höhepunkt verantwortlich. Der WM-Zweite über 110 m Hürden glänzte in 12,97.

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Liu Xiang zeigte über 110 m Hürden eine sensationelle Leistung. (Bild: Reuters)

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Liu blieb nach einem Blitzstart zum sechsten Mal in seiner Karriere unter der «magischen» 13-Sekunden-Marke - sehr zur Freude der über 40'000 Zuschauer. Die Zeit ist umso höher einzustufen, als die Bedingungen wegen Regen alles andere als optimal waren. Er sei sehr zufrieden, sagte der 28-jährige Liu. Er sei sein eigenes Rennen gelaufen, habe nicht an die anderen gedacht. Er habe die Atmosphäre sehr genossen.

Mit diesem Rennen setzte Liu im Hinblick auf die Olympischen Spiele ein starkes Zeichen. David Oliver (USA/13,13), der im vergangenen Jahr als einziger Athlet unter 13 Sekunden (12,94) geblieben war, und Weltmeister Jason Richardson (USA/13,16) hatten nicht den Hauch einer Chance.

Powell über 100 m am schnellsten

Über 100 m setzte sich wie erwartet Asafa Powell durch. Der 29-jährige Jamaikaner musste sich allerdings bei einem Gegenwind von 0,4 m/s mit 10,02 Sekunden begnügen. Dennoch war der Sieg ungefährdet; der zweitplatzierte Michael Rodgers (USA) kam in 10,08 ins Ziel. Er habe sich gut gefühlt und sei technisch gut gelaufen. Deshalb sei er glücklich, erklärte Powell. Er habe wegen des Regens jedoch nicht zu stark forciert. Schliesslich wollte er sich nicht wieder verletzen, da er an den Olympischen Spielen endlich sein Verlierer-Image loswerden will. Er bereite sich so vor, als seien es seine letzten Olympische Spiele, sagte Powell.

Eine starke Leistung gelang der 21-jährigen Äthiopierin Genzebe Dibaba mit 3:57,77 über 1500 m - in den letzten fünf Jahren waren einzig Maryam Yusuf Jamal (Bahrain/3:56,55) und Anna Alminowa (Russ/3:57,65) schneller gewesen. Mit dieser Zeit, gleichbedeutend mit einem nationalen Rekord, verbesserte Dibaba ihre Bestleistung aus dem vergangenen Jahr um mehr als acht Sekunden. Auch die 9:15,81 der kenianischen WM-Dritten Milcah Chemos über 3000 m Steeple können sich sehen lassen.

Bekele noch nicht in Top-Form

Im 5000-m-Rennen der Männer erreichte der äthiopische Olympiasieger Kenenisa Bekele in 13:13,89 lediglich Rang 5. Es ist jedoch normal, dass er nach zwei von Verletzungen geprägten Jahren (noch) nicht in Topform ist. Sieger wurde in 13:11,00 Bekeles Landsmann Hagos Gebrhiwet, der am 11. Mai erst seinen 18. Geburtstag gefeiert hatte. Gebrhiwet war mit einer Bestmarke von 14:10,00 nach Schanghai gereist.

Noch einige Arbeit vor sich hat Speerwerfer Andreas Thorkildsen, der in London seinen dritten Olympiasieg in Serie anstrebt. Der 30-jährige Norweger klassierte sich mit 79,53 bloss auf Rang 4. Die Bestweite erzielte der Tscheche Vitezslav Vesely (85,40).

(sda)

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